Kammerkonzert der Symphoniker Hamburg

Donnerstag, 03.03.2022 19:30 bis 22:00 Laeiszhalle (Kleiner Saal)

Kammerkonzert der Symphoniker Hamburg
J. Konrad Schmidt

Wie so vieles fand auch das Beethoven-Jahr 2020 nur in weitaus geringerem Umfang statt als erhofft. Doch Feste können nachgefeiert werden. Und so erklingt nun das Auftragswerk zum Beethoven-Jahr »Ihr wisst nicht die geheime Ursache« von Nikolai Brücher – Komponist und Notenbibliothekar des Laeiszhalle Orchesters. Gerahmt wird der Abend mit zwei Werken Beethovens, die zu seinen bedeutendsten Kompositionen überhaupt zählen und zwischen denen ein Vierteljahrhundert liegt.

Das Es-Dur-Septett, Kaiserin Maria Theresia gewidmet, wurde 1800 uraufgeführt und zu Beethovens Lebzeiten so populär, dass es ihm lästig wurde. Dabei zeigt das frühe Werk bereits eindrucksvoll viele Facetten des gefeierten Komponisten: Ein großer motivischer Einfallsreichtum, breit angelegt im sechssätzigen Werk und meisterlich ausgeführt, dabei elegante Wiener Gepflogenheiten mit wild-aufbrausenden Passagen und brillanten Kadenzen mischend. Dabei wechselt Beethoven munter zwischen konzertierenden, kammermusikalischen und sinfonischen Einflüssen, ohne dass die manchmal trotzig-aufbrausende Handschrift verlorengeht.


Diese Handschrift zeigt sich freilich auch in Beethovens letztem vollendetem Werk, dem F-Dur-Streichquartett von 1826. »Muss es sein? – Es muss sein!« Dieser meist humoristisch interpretierte mehrdeutige Frage- und Antwortsatz findet sich in der Partitur des Finalsatzes wieder. Ob es dabei wirklich um die geforderte Bezahlung eines Auftragswerks ging oder ob Beethoven doch etwas anderes andeutete – dem Streichquartett haftet ein trotzig-humorvolles Bekenntnis zum Leben an. Ein Mysterium bleibt es dennoch, dessen Geheimnis Beethoven ein Jahr später mit ins Grab genommen hat.

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Termine der Veranstaltung

Donnerstag, 03.03.2022
19:30 bis 22:00 Uhr

Ortsinformationen

Laeiszhalle (Kleiner Saal)
Johannes-Brahms-Platz
20355 Hamburg
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