„Ich hatte einst ein schönes Vaterland“ 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Sonntag, 19.09.2021 11:00 bis 13:00 KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Symbolbild : Opus-45
Copyright: Lena Giovanazzi

Kammerkonzert und Lesung mit Roman Knika und dem Bläserquintett Opus 45.

Die komplexen und wechselvollen jüdisch-deutschen Beziehungen zeugen von Zeiten der Blüte, aber auch von Hass und Gewalt. Jüdische Frauen und Männer prägten, spätestens seit der Ankunft Moses Mendel sohns in Berlin, für 200 Jahre nahezu alle Bereiche deutscher Kultur, bis das nationalsozialistische Regime dem auf furchtbare Weise ein Ende setzte. 

„Ich hatte einst ein schönes Vaterland“ – mit diesem Zitat Heinrich Heines beginnt das Gedicht „Im Exil“ von Mascha Kaléko, das im Jahr 1943 veröffentlicht wurde. Die jüdische Dichterin, die vor den Nationalsozia listen in die USA floh, thematisierte in diesem ihr Heimweh nach Deutschland. Dieses Zitat gibt einem literarischen Kammermusikabend seinen Namen, der das Jubiläum – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutsch land – zum Anlass nimmt, einen Ausschnitt der überaus reichen und vielfältigen jüdisch-deutschen Kulturgeschichte darzustellen.

Der Schauspieler Roman Knika liest aus Texten jüdischer Autorinnen und Autoren deutscher Sprache, darunter Moses Mendelssohn, Rahel Levin-Varnhagen, Heinrich Heine, Ludwig Börne, Else Dormitzer und Mascha Kaléko. Neben den literarischen Werken stehen zudem autobiografische Texte von in der Öffent lichkeit unbekannten deutschen Jüdinnen und Juden aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Sie veranschaulichen die faszinierende Vielfalt jüdischen Lebens auf deutschem Boden, berichten aber auch von der Entrechtung, Vertreibung und Vernichtung deutscher Juden unter dem NS-Regime. Den musikalischen Teil des Abends bilden Werke jüdischer Komponisten. Das Bläserquintett Ensemble OPUS 45 spielt bedeutende Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Alexander Zemlinsky, Denès Agay, Jacques Ibert und Endre Szervánszky.

Diese Veranstaltung findet in Kooperation und mit Förderung des Vereins 321–2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V. in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme statt.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Die Plätze werden coronabedingt begrenzt. Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist notwendig.

Preis: Eintritt frei / kostenlos

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Termine der Veranstaltung

Sonntag, 19.09.2021
11:00 bis 13:00 Uhr

Ortsinformationen

KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Jean-Dolidier-Weg 75
21039 Hamburg - Neuengamme
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