Antikörper

Samstag, 19.03.2022 20:00 bis 22:00 Halepaghen-Bühne

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Man kennt ihn als Moderator der NDR-Satiresendung extra3 und als Side-Kick von Oliver Welke in der heute-show des ZDF. Seine bissigen Analysen der politischen Großwetterlage gehören für viele zum wöchentlichen Pflichtprogramm. Noch viel mehr von sich zeigt Christian Ehring, wenn man ihm einen ganzen Abend lang die Bühne überlässt.
Wer hätte damit gerechnet, dass die Natur so hinterhältig zuschlägt? Ein saudummes und zugleich perfides Virus verhindert von einem Tag auf den anderen, dass man noch unbefangen leben, arbeiten, reisen, feiern, lieben kann. Eine Unverschämtheit. Eine Zumutung. Ja, eine narzisstische Kränkung. Nichts ist mehr, wie es war. Ganz normale Menschen sagen plötzlich seltsame Dinge wie „Kontaktnachverfolgung“, „Polymerase-Kettenreaktion“ oder „Markus Söder könnte ich mir als Kanzler vorstellen“.
Obwohl Christian Ehring an diesem Abend über alles andere lieber sprechen würde als über SARS-CoV-2, holt ihn das Thema immer wieder ein. Weil die Pandemie nun mal alle Facetten des Politischen und des Privaten berührt – und weil in der Krise nicht nur alte Gewissheiten zerbröseln, sondern leider auch alte Freundschaften.
Ehrings neues Bühnensolo ist ein hintergründiger satirischer Monolog über eine Gesellschaft im Krisenmodus, über Kommunikationsprobleme, Verschwörungserzählungen, Cancel Culture und den Versuch, im Gespräch zu bleiben, wo es keine gemeinsame Sprache mehr gibt. Gleichzeitig ist „Antikörper“ ein hochwirksamer Pointen-Cocktail, der zwar nicht gegen Corona hilft, wohl aber gegen die psychischen Begleiterscheinungen.
(Musik und Text: Christian Ehring)

Christian Ehring ist ein Meister in der Kunst, standhaft zu bleiben in alle Richtungen. Ein guter Mensch mit böser Zunge. Einer aus der Mitte der Gesellschaft, der ein äußerst feines Sensorium hat für die Mechanismen der selbstblinden Lebenslügen in diesem Milieu. Dessen treffsicheren und entlarvenden Pointen jedoch nie nur um eines billigen Lacherfolges in Richtung des eigenen behaglichen Nests zielten, insofern keine Beschmutzung waren, sondern eher ein versteckter Appell, die Welt nach Kräften zu einem besseren Ort zu machen." (Neue Westfälische)
Der "extra3"-Moderator ist ein begnadeter Kabarettist, der nur zu gerne der Mittelschicht die Maske der scheinbaren Anteilnahme und Menschenfreundlichkeit vom Gesicht reißt. (General-Anzeiger, Thomas Kölsch)
Besser und anschaulicher hat bislang kaum ein Kabarettist die inneren Kämpfe, die Widersprüche und Selbstverteidigungs-Strategien eines Menschen verkörpert: Der Mann als Vater aller Wohlstandskrüppel, der vor keinem geistigen Salto zurückschreckt, um seine moralische Überlegenheit zu demonstrieren. (LiveundLustig, Marianne Kolarik)

Preise:

Deutscher Kleinkunstpreis ("Keine weiteren Fragen", Soloprogramm) 2019
Adolf-Grimme-Preis (Nominierung "extra3") 2019
Bayerischer Kabarettpreis ("Keine weiteren Fragen", Soloprogramm) 2018
Deutscher Fernsehpreis ("extra3") 2018
Rheinische Post "Düsseldorfer des Jahres 2017"
Berliner Kabarettpreis "Der EDDI 2017"
Deutscher Comedypreis ("extra3") 2016
NRW-Kleinkunstpreis "Bocholter Pepperoni" ("Keine weiteren Fragen", Soloprogramm) 2016
Foto: Harald Hoffmann

Preis: 21 € bis 31 €

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Termine der Veranstaltung

Samstag, 19.03.2022
20:00 bis 22:00 Uhr

Ortsinformationen

Halepaghen-Bühne
Konopkastraße 5
21614 Buxtehude
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