Andreas Kossert: »Flucht. Eine Menschheitsgeschichte«

Sonntag, 12.09.2021 11:00 bis 12:30 Elbphilharmonie (Kleiner Saal)

Andreas Kossert: »Flucht. Eine Menschheitsgeschichte«
Tobias Hein

Menschen, die fliehen, fliehen gegen ihren Willen. Flüchtende fliehen meist vor Krieg und Gewalt, und auf ihrer Flucht begegnen ihnen Gewalt, Hunger, Erschöpfung, Tod. Immer fliehen Angst und Ungewissheit mit. Kommen die Flüchtlinge an einem neuen Ort an, erwartet sie dort niemand. Sie kommen an in einer Fremde, die ihnen selten zur neuen Heimat wird. Sie betrauern ihren Verlust, erinnern sich an verlorene Landschaften und Angehörige, sie leiden an Heimweh. Das verbindet alle Menschen, die unter Zwang ihre Heimat verlassen mussten und müssen. Musik erfüllt eine wichtige Funktion der kulturellen Selbstbehauptung in der Fremde, Musik bildet neben Küche und Sprache sowie Dialekt eine der wenigen Verbindungen hin zu dem, was die alte Identität ausgemacht hat. In der Fremde kann Musik sogar eine neue emotionale Aufladung der Vergangenheit bedeuten. Sie hilft, das Heimweh zu stillen.

Der Historiker Andreas Kossert, der für sein eindrückliches Buch »Flucht. Eine Menschheitsgeschichte“ mit dem NDR-Sachbuchpreis 2020 ausgezeichnet wurde, spricht mit der Schriftstellerin und Klaus-Michael Kühne-Preisträgerin Olga Grjasnowa über Flucht und Verlust, über Neuanfänge, Identitäten und Musik.


Der bosnische Sänger und Tambur-Spieler Damir Imamovi begleitet mit der traditionellen Sevdah-Musik aus Bosnien-Herzegowina, in der von Liebe, Tod und Leben gesungen wird.

Hinweis: Bitte informieren Sie sich über den aktuellen Status dieser Veranstaltung sowie die geltenden Hygienevorschriften direkt auf der Webseite des Veranstalters.

powered by Hamburg-Tourismus

Termine der Veranstaltung

Sonntag, 12.09.2021
11:00 bis 12:30 Uhr

Ortsinformationen

Elbphilharmonie (Kleiner Saal)
Platz der Deutschen Einheit 1
20457 Hamburg - HafenCity
Weitere Empfehlungen