Tipps vom Verband der Wohneigentümer: Abnahme des Gemeinschaftseigentums

Wohnen in Hamburg

ARCHIV-Inhalt (veröffentlicht: 12.06.2013)

Die Abnahme ist ein ebenso wichtiger wie komplexer Rechtsbegriff des Werkvertragsrecht und hat mannigfache Rechtsfolgen. Sie beendet die Vorleistungspflicht des Verkäufers und setzt nach §§ 195, 199 Abs. 1 BGB zum Jahresende die dreijährige Regel-Verjährungsfrist in Lauf.

Die Abnahme ersetzt den ursprünglichen Herstellungsanspruch (§ 631 Abs. 1 BGB) durch einen Nacherfüllungsanspruch (§ 634 Nr. 1 BGB) und bürdet den Wohnungseigentümern die Beweislast für Mängel auf (§ 363 BGB), setzt die Verjährung der Mängelansprüche in Lauf (§ 634a Abs. 2 BGB), wälzt die Gefahr auf die Eigentümer/Käufer der Eigentumswohnung ab!

Dies sind nur einige Folgen der Abnahme! Aus diesem Grunde hat der Bauträger ein kardinales Interesse, dass das Gemeinschaftseigentum abgenommen ist. Die Abnahme des Gemeinschaftseigentums kann und soll nur durch die Wohnungseigentümergemeinschaft selbst vorgenommen werden.

Hierbei sollte sich die Eigentümergemeinschaft einer fachkundigen Beratung, die unabhängig vom Bauträger ist, einholen. Dies kann sie beim Verband der Wohneigentümer, www.vdwohneigentümer.de, tun.

Ortsinformationen

Verband der Wohneigentümer e. V.
Osterstraße 10
20259 Hamburg
Telefon: 0 40/49 46 04

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