Mietpreise Hamburg: Entwicklung 2013

Wohnen in Hamburg

ARCHIV-Inhalt (veröffentlicht: 29.10.2013)

Hamburg ist nach wie vor ein beliebtes Ziel – sowohl für Besucher als auch für zukünftige Bürger. Leider ist der durchschnittliche Mietpreis in Hamburg immer noch recht hoch, sodass es schwer ist, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Im Rahmen der bundesweiten Veranstaltungen des Bündnisses "Mietenwahnsinn stoppen" fand auch in Hamburg eine Demonstration statt. Die Bürger haben dabei ihrem "Unmut über explodierende Mietpreise und profitorientierte Stadtentwicklung" Luft gemacht.

Protestaktionen gegen inflationäre Mietpreise

Im September 2013 gingen 2.500 Menschen in Hamburg auf die Straße und protestierten gegen die hohen Mietpreise. Sie prangerten die Profitmacherei gewisser Wohnungsgesellschaften an und beklagten die fehlende Unterstützung der örtlichen Behörden. Mit Kundgebungen und lautstarken Protesten machten die Menschen auf die Mietprobleme aufmerksam. Eine preiswerte Wohnung in Hamburg finden – das wünschen sich die protestierenden Mieter. Sie fordern dabei die Vergesellschaftung von Wohnraum, da dieser ein existenzielles Gut ist, welches jeder Mensch zum Leben benötigt.

Spaltung der Mietpreise

Die Mietpreise liegen mit im Schnitt 10,23 Euro pro Quadratmeter deutlich über dem deutschen Durchschnitt. In einigen Stadtteilen Hamburgs sinken die Mieten wieder leicht, gerade in den gehobenen Gegenden wie Blankenese und Winterhude werden die Preise akzeptabel. Im Gegenzug besteht die Gefahr, dass in den Gebieten, in denen keine Gutverdiener leben, wie Barmbek oder Veddel, die Preise mittelfristig angehoben werden. Das wäre eine Spaltung der Mietgesellschaft – die Wohlhabenden zahlen weniger Miete, während die Normalverdiener bald tiefer in die Tasche greifen müssen. Dabei hilft auch der Bau von Neubauten nicht unbedingt – die Protestierenden fordern daher bezahlbaren Wohnraum und eine Mietobergrenze.

Hamburg als Lebensraum

Trotz der sinkenden Mietpreise im falschen Bereich, einer gleichbleibenden hohen Belastung für Mieter und abschreckenden Preisen für neue Mieter, bleibt Hamburg ein attraktives Ziel. Die Lebensqualität der Stadt gleicht die Mietpreise oft aus. Vielleicht haben die Proteste und der Unmut der Bürger mittelfristig Erfolg und der Mietspiegel ändert sich positiv nach unten. Denn die Problematiken der Unterbringung von Immigranten, der hohe Mietpreis und Wohnungsleerstand zu Kosten der Mieter, sind längst Gesprächsthemen von Politik und den Verbänden.

MIETERVEREIN ZU HAMBURG im Deutschen Mieterbund  Mehr Adress-Informationen

Beim Strohhause 20
20097 Hamburg

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Heidrehmen 1
22589 Hamburg

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