Hamburgs Strompreise sollen ab 2015 sinken

Wohnen in Hamburg

ARCHIV-Inhalt (veröffentlicht: 09.12.2013)

Diese Meldung verkündete Ende 2013 ein Bericht des Hamburger Abendblatts. Nach Angaben der Zeitung arbeitet derzeit der Hamburger Energieversorger "Stromnetz Hamburg" an einer Preissenkung, die ab 2015 gültig sein wird. Danach soll zum Ende des kommenden Jahres hin das überregionale Stromnetz zu den Langstreckenstromtrassen wechseln. Dadurch würden die Gebühren auf die Nettostrompreise sinken. Diese sind beim derzeitigen Betreiber 50 Hertz besonders hoch.

Ersparnis liegt bei etwa 28,- Euro im Jahr

Im Gespräch ist ein Wechsel zum Stromnetzbetreiber Tennet. Dieser verlangt pro Kilowattstunde 0,79 Cent weniger Gebühren. Dies würde für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden eine Ersparnis von rund 28,- Euro im Jahr bringen.

Doch nicht nur Privathaushalte würden von einer Stromsenkung profitieren, sondern auch die vielen in Hamburg angesiedelten Unternehmen. Denn Hamburgs Wirtschaft befindet sich nicht zuletzt durch eine moderne Infrastruktur, vieler hoch qualifizierter Facharbeiter und unzähligen innovativen Firmen in einer Wachstumsphase.

Die Hansestadt zählt zu den Städten, deren Verbraucher besonders viel Ökostrom beziehen. Nicht umsonst wurde Hamburg 2011 von der EU-Kommission der Titel Umwelthauptstadt Europa verliehen. Als Folge der Deregulierung des deutschen Strommarktes stehen in Hamburg neben dem Grundversorger Vattenfall über Hundert weitere Stromversorger zur Auswahl.

Damit steht den rund 1,8 Mio. Einwohnern ein bewegter und gut funktionierender Strommarkt zur Verfügung. Leider machen immer noch zu wenige Endverbraucher von der Wechselmöglichkeit gebrauch. Aufgrund der Fülle der verschiedenen Stromtarife ist es jedoch gerade in der Hansestadt sehr einfach, zu einem deutlich günstigeren Anbieter zu wechseln. Nicht nur die Lebenshaltungskosten steigen kontinuierlich, auch die Strompreise ziehen stetig an. Aus diesem Grund raten Verbraucherschützer dazu, den Strommarkt zu überwachen und den Versorger ggf. zu wechseln.

Tipps zum Stromanbieterwechsel in Hamburg

Durch einen Wechsel können, je nach Verbrauch, bis zu mehreren Hundert Euro jährlich gespart werden. Und dabei ist der Wechsel denkbar einfach. Dieser kann bequem von zu Hause aus online erfolgen. Der Nutzer hat die Möglichkeit, aus zahlreichen unterschiedlichen Stromtarifen der Energielieferanten zu wählen.

Trotzdem hat rund die Hälfte aller deutschen Haushalte noch nie ihren Stromtarif gewechselt – und noch deutlich weniger sind je zu einem neuen Stromversorger gegangen.

Beim Anbieterwechseln werden die Kunden- sowie die Zählernummer benötigt. Diese ist auf der letzten Jahresstromrechnung ebenso wie der Jahresverbrauch angegeben. Aus dem aktuellen Versorgungsvertrag kann zudem die Kündigungsfrist entnommen werden. Wer noch nie einen anderen Stromanbieter gewählt hat, ist beim Grundversorger. In diesem Fall beträgt die Kündigungsfrist lediglich 14 Tage. Die meisten Versorger bieten allerdings ausschließlich Neuverträge zum Monatsanfang an. Um den günstigsten Anbieter zu finden, sollten die zahlreich im Internet vorhandenen Preisvergleichsportale genutzt werden.

Hier muss der Wechselwillige seinen Jahresverbrauch und die Postleitzahl des Wohnorts erfassen. Unbedingt muss auf die Voreinstellungen des Rechners geachtet werden. Denn Tarife mit Vorkasse sollten unbedingt vermieden werden. Wichtig ist zudem, dass der Preis auch wirklich bis zum Ende der Vertragslaufzeit garantiert wird. Gleichzeitig ist zu prüfen, wie sich der Preis nach Ende des Erstvertrages entwickelt.

Auch Verträge, die sich automatisch nach 12 Monaten verlängern, sollten nicht ausgewählt werden. Denn sonst ist der Kunde darauf angewiesen, im Falle einer Preiserhöhung sein Sonderkündigungsrecht zu nutzen. Viele Verträge enthalten einen Bonus für Neukunden, der den Vertrag ausschließlich im ersten Jahr besonders günstig macht. Im zweiten Jahr erfolgt dann ein Preisanstieg. Wer den preiswerten Tarif trotzdem in Anspruch nehmen möchte, sollte sich darauf einstellen, bereits im Folgejahr wieder den Stromanbieter zu wechseln. Boni sind oft an bestimmte Bedingungen verknüpft, die in den Geschäftsbedingungen nachzulesen sind.

Will man den Bonus nicht nutzen, können die Ergebnisse der Online-Recherche ohne Boni aufgelistet werden. Dazu muss man lediglich das entsprechende Häkchen setzen. Zumeist kann online auch noch nach anderen Dingen wie Öko- und Klimatarife gefiltert werden.

Wer kein Internet besitzt, kann unter der kostenlosen Telefonnummer 0 800/8 09 80 24 00 mit der Verbraucherzentrale des Bundesverbands einen Termin mit einem Energieberater vereinbaren.

Der Wechsel geht am schnellsten, wenn man gleich online das Vertragsformular des neuen Stromanbieters nutzt. Dieser schickt nach Vertragsabschluss eine Bestätigung zu und kündigt auf Wunsch den jetzigen Vertrag mit dem Stromversorger. Zum Wechselstichtag hin muss dann nur noch der Zählerstand abgelesen und mitgeteilt werden. Vom Wechsel selber merkt der Kunde nichts. Auch besteht aufgrund der gesetzlichen Versorgungspflicht in Deutschland keine Gefahr, auf einmal gänzlich ohne Strom dazustehen.

Fazit: Laut einer Studie von Stiftung Warentest kann ein Haushalt mit 5.500 Kilowattstunden jährlich bis zu 321,- Euro im Jahr sparen – ein Wechsel lohnt sich also! Mehr Infos gibt es hier: www.strompreisvergleich.net

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