Kredite für Beamte: Alles, was Sie wissen müssen

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Vertrag, © hamburg-magazin.de

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Eine Nachricht hat kürzlich Aufsehen erregt und teilweise auch Kritik nach sich gezogen: Hamburger Beamte dürfen sich künftig gesetzlich versichern. Damit können Beamte in einem weiteren Bereich Vorteile aus ihrer Arbeitsplatzsituation ziehen, die ihnen bereits besonders attraktive Konditionen bei der Aufnahme eines Darlehens ermöglicht. Was ist das Besondere an einem Beamtenkredit? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Wer kann einen Beamtenkredit beantragen?

Das Grundsätzliche vorneweg: Nicht jeder Verbraucher hat die Chance auf die extrem günstigen Konditionen eines Beamtenkredits. Seinen Namen trägt er schließlich nicht grundlos, weswegen auch nur Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst ein Beamtendarlehen beantragen können. Wer also zum Beispiel bei der Lufthansa oder Telekom, den öffentlichen Verkehrsbetrieben, Stadtwerken oder öffentlich-rechtlichen Anstalten angestellt ist, hat sehr gute Chancen auf die Bewilligung. Warum das so ist?

Zunächst einmal handelt es sich um einen relativ sicheren Arbeitsplatz, der dann auch dank des unbefristeten Angestelltenverhältnisses die Zukunft planbar macht. Dies gilt vor allem für Beamte, die unkündbar sind und Banken auf diese Weise sichere Einkommensverhältnisse garantieren können. Es ist gerade diese überaus sichere Einkommenssituation, die Banken die Bonität des verbeamteten Antragstellers so positiv bewerten lässt. Dennoch sollten dafür in Frage kommende Verbraucher Beamtenkredite online vergleichen, um aus den ohnehin attraktiven Angeboten das günstigste zu finden.

Welche Vorteile hat ein Beamtenkredit?

Bei einem Beamtenkredit handelt es sich um einen ganz normalen Ratenkredit. Diesen tilgen Kreditnehmer mit monatlich gleichbleibenden Raten und natürlich fallen auch die obligatorischen Zinsen an, durch die sich der Kreditgeber das Darlehen bezahlen lässt. In diesen Zinsen ist nun aber der grundlegende Unterschied zu Krediten für Verbraucher zu finden, die nicht im öffentlichen Dienst angestellt und verbeamtet sind. Durch das gesicherte Einkommen schätzen Banken die Bonität des Antragstellers als sehr hoch ein.

Dadurch können sie im Vergleich zu normalen Darlehen niedrigere Zinssätze anbieten. Gerne offerieren Kreditgeber auch außergewöhnliche Laufzeiten, für die die attraktiven Zinsen dann immer noch gelten. In der Regel ermöglichen Banken zudem Sondertilgungen, die ohne zusätzliche Kosten geleistet werden können. Von derart günstigen Bedingungen können Verbraucher mit schlechterer Bonität nur träumen. Von "Schweizer Krediten" sollten Betroffene aber lieber die Finger lassen und Kredite ohne Schufa mit Vorsicht genießen.

Für was lassen sich Beamtenkredite verwenden?

Da es sich bei Beamtenkrediten in der Form um Ratenkredite handelt, sind auch diese Darlehen für verbeamtete Verbraucher oftmals an keinen Verwendungszweck gebunden. Feststeht aber auch, dass zweckgebundene Kredite nahezu immer mit besseren Konditionen aufwarten als solche zur freien Verwendung. Nehmen Beamte beziehungsweise Angestellte des öffentlichen Dienstes einen Beamtenkredit mit festem Verwendungszweck auf, können sie sich demnach extrem günstige Zinssätze sichern. Mit jenen gelingt die Finanzierung eines Gebraucht- oder Neuwagens besonders preiswert.

Der Beamtenkredit wird dann zu einem Autokredit, der dank des sicheren Einkommens sowie des Autos als Sicherheit für die Bank so günstig wird. Ähnliches gilt für Immobilien, die ebenfalls als Sicherheit bei Zahlungsausfällen dienen. Ansonsten können Beamte Darlehen natürlich für diverse Zwecke nutzen. Umschuldungen, Urlaub oder auch Modernisierungen von Immobilien sind denkbar. Doch für was das Geld auch immer verwendet werden mag: Die Checkliste für einen Kreditantrag sollten Beamte auf jeden Fall abarbeiten.

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