Die wirtschaftliche Entwicklung Hamburgs

Wirtschaft

Arbeiten in Hamburg, © hamburg-magazin.de

Arbeiten in Hamburg, © hamburg-magazin.de

Hamburg ist mit seinen rund 1,83 Millionen Einwohnern eine stetig wachsende Stadt. Doch das war nicht immer so: Tatsächlich war die gesamte Metropolregion jahrzehntelang wirtschaftlichen Schwankungen unterworfen. Mittlerweile ist davon kaum noch etwas zu spüren: 2017 erreichte Hamburg den Höchststand an Erwerbstätigen, dank der günstigen geografischen Lage ist die Stadt ein zentraler Handelspunkt zwischen Nordeuropa, Afrika, Asien sowie Nord- und Südamerika und zudem der drittgrößte zivile Luftfahrtstandort der Welt.

Hamburg – eine Stadt in der sich Unternehmen wohlfühlen

Die gut ausgebaute Infrastruktur der Hansestadt lässt augenscheinlich keine Wünsche offen. Die geografische Lage ermöglicht ansässigen Unternehmen einen florierenden Handel ins In- und Ausland. Die Verkehrsanbindung innerhalb Deutschlands ist hervorragend und die rund 36 Hochschulen und Forschungsinstitute sorgen stetig für einen nicht abreißenden Fluss an qualifizierten Fachkräften. Die hohe Lebensqualität der Stadt scheint ihr Übriges zum Wohlfühlfaktor beizutragen.
So vielseitig wie die Standortfaktoren sind auch die verschiedenen Wirtschaftsbereiche in Hamburg:

  • innovative Biotechnologie
  • Luftfahrt (z.B. Airbus, Lufthansa)
  • Hafen/Logistik
  • Chemie
  • Tourismuswirtschaft
  • Maschinen- und Fahrzeugbau
  • Grundstoffindustrie (u.a. Kupfer, Stahl, Aluminium)
  • uvm.

Gerade im Bereich "Erneuerbare Energien" hat sich Hamburg mittlerweile zur Windenergie-Hauptstadt Norddeutschlands gemausert und ist Vorreiter in diesem Wirtschaftssektor. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Tourismuswirtschaft boomt. Sowohl die Region als auch die Stadt selbst können nicht über mangelnde Touristen klagen. Tatsächlich zählt Hamburg zu den attraktivsten Einkaufsstädten Nordeuropas.

Immer mehr Gründer zieht es nach Hamburg

Diese Faktoren machen die Hansestadt auch für Unternehmensgründer immer interessanter. Aktuell durchläuft besonders der E-Commerce-Bereich eine äußerst dynamische Entwicklung. Besonders attraktiv ist Hamburg für die IT-, Medien- und Kreativwirtschaft. Nicht sonderlich verwunderlich: Allein durch ihren Standort als Knotenpunkt für Informationen, ist die Hansestadt prädestiniert für Kommunikation. Die Stadt gilt daher als Presse- und Agenturhochburg. Als eine der ersten Städte in der Bundesrepublik unterhält Hamburg zudem eine einmalige Unternehmerszene: Den Gaming-Bereich.

Um Jungunternehmer bei ihrer Gründung zu unterstützen, legt Hamburg alles daran, optimale Voraussetzung zu erschaffen. Es gibt beispielsweise diverse Anlaufstellen, an die man sich wenden kann. Dort können Interessierte relevante Fragen rund um die Gründung stellen, Hilfe für Anträge und Informationen über Fördermittel erhalten oder sich mit der Buchhaltung und dem Rechnungswesen auseinanderzusetzen. Dazu zählen beispielsweise die Durchführung oder Hilfe bei der Auswahl des entsprechenden Programms.

Hamburgs Unternehmen blicken skeptisch in die Zukunft

Vierteljährlich führt die Handelskammer Hamburg eine Mitgliederbefragung durch, deren Ergebnisse sie im "Hamburger Konjunkturbarometer" veröffentlicht. Die Teilnehmer werden hinsichtlich ihres Eindrucks zur aktuellen Lage und Entwicklung der hiesigen Wirtschaft befragt. In der aktuellen Ausgabe wird ersichtlich, dass die ansässigen Firmen im Grunde zufrieden sowohl mit der Geschäftslage als auch mit ihrem Standort sind. Besonders gut fallen die Beurteilungen des Baugewerbes, der öffentlichen und sonstigen Dienstleister sowie der Erziehungs-, Gesundheits- und Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister aus. Dies ist nicht verwunderlich, handelt es sich hierbei doch um die Bereiche, die den größten Anteil an Erwerbstätigen vorweisen kann.

Nichtsdestotrotz macht sich der Fachkräftemangel trotz der guten Bedingungen in Hamburg bemerkbar. Tatsächlich stufen die Firmen diesen Umstand als ein erhöhtes Risiko für die künftige wirtschaftliche Entwicklung ein. Weiterhin sorgen sich die befragten Unternehmen bezüglich der wirtschaftspolitischen. Es gilt, die wirtschaftliche Strukturentwicklung weiter voranzutreiben. Dafür sind vor allem innovative Ideen gefragt, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Eine weitere Förderung der Digitalisierung ist zum Beispiel notwendig, um weiterhin gegen die Konkurrenz bestehen zu können. Viele Unternehmen wünschen sich zudem eine steuerliche Entlastung (z. B. Gewerbesteuer Hebesatz).

Trotzdem ist Hamburg auf einem guten Weg

Trotz aller Probleme befindet sich die Hansestadt auf einem aufsteigenden Ast. Die Bruttowertschöpfung stieg 2017 um weitere 4,1 Prozent, das Bruttoinlandsprodukt um 2,4 Prozent an. Weiterhin gibt es in der Hansestadt aktuell insgesamt 65.944 (Stand Juli 2018) – 3,747 weniger als noch im Vormonat. Wenn nun Politik und Wirtschaft einen gemeinsamen Weg finden, steht einer weiteren positiven Entwicklung nichts mehr im Wege.

Anzeige