Bitcoins – sichere Geldanlage oder hoch spekulativ?

Wirtschaft

Kryptowährungen, © Kryptowährungen

Kryptowährungen, © Kryptowährungen

Die besten Zeiten des Bitcoin sind vorbei, hört man immer wieder. Aber ist das wirklich so? Immerhin machte der Bitcoin im Juni 2019 ordentlich Gewinn, bevor er im September ein Viertel seines Wertes verlor. Was erwartet Anleger? Ist der Bitcoin eine sichere Anlage?

Starke Kursschwankungen sind bei Digitalwährungen normal, man spricht von hochgradig volantilen Kryptowährungen. Der Bitcoin ist Ende Oktober um etwa 2.000 Dollar nach oben geklettert, er kratzt gerade wieder an der 10.000er Marke. Kurz zuvor wurde ein Mehrmonatstief verzeichnet. Warum schwanken die Kurse so extrem? Genau weiß man das nicht, es mag an Deckungskäufen von Leerverkäufern liegen oder der Kritik am Projekt Libra, vielleicht auch daran, dass der chinesische Präsident Xi Jinping die Blockchain als Technologie der Zukunft anpries. Warum auch immer: Der Bitcoin unterliegt seit einigen Jahren sehr starken Kursschwankungen.

Bitcoin Robots locken mit hohen Gewinnen – Scam?

Der Bitcoin wird, wie ander Kryptowährungen auch, online über verschiedene Plattformen und Börsen gehandelt. Nicht alle arbeiten seriös, so mancher Scam flog in den letzten Jahren auf. Und dementsprechend wird auch immer wieder vor zu tollen Versprechungen gewarnt. Gerade kommen diese berechtigten Warnungen mit den Unkenrufen zusammen, dass der Bitcoin gegenüber anderen Kryptowährungen ausgedient hat. Denn tatsächlich basiert der Bitcoin auf einer sehr frühen Technologie, die Blockchain wurde in den letzten Jahren weiterentwickelt. Das gereicht der Kryptowährung tatsächlich zum Nachteil – hat mit der Seriosität von Bitcoin Robots aber natürlich nichts zu tun.

Ob ein Robot seriös arbeitet oder es sich um eine Betrugsmasche handelt, ist gar nicht so einfach festzustellen. Deshalb haben es sich einige Portale zur Aufgabe gemacht, Erfahrungsberichte von Usern zu sammeln. Eine solche Plattform, die immer wieder über die verschiedenen Anlagemöglichkeiten in Kryptowährungen und insbesondere Bitcoin berichtet, ist Coincierge. Hier finden willige und interessierte Anleger alle möglichen Informationen und Ratgeber rund um digitale Währungen und Investitionen. Die deutschsprachige Seite scheint zuverlässig und wird aus Großbritannien betrieben.

Anlagen sind immer spekulativ

Die stark schwankenden Kurse der Kryptowährungen im Allgemeinen und des Bitcoins im Speziellen bergen zwar ein gewisses Risiko, halten aber auch Chancen bereit. In diesem Sinne unterscheidet sich die Investition in Bitcoin nicht von anderen Anlagen: Je größer die Gewinnchancen, desto höher ist auch das Risiko, das man eingeht. Wer sich dessen bewusst ist, kann eigentlich gar nicht viel falsch machen. Natürlich sollte man immer nur so viel investieren, wie man als Totalverlust verkraften könnte – auch das ist bei Investitionen in Bitcoin nicht anders als bei anderen Anlagen. Finanzexperten formulieren das auch immer wieder genau so.

Fazit: No risk, no fun

Die englische Redewendung bringt es auf den Punkt: Jede Anlage profitiert im Endeffekt von Unsicherheiten wie Handelsstreit, Wirtschaftsklima und Ereignissen wie dem Brexit. Der Bitcoin funktioniert wie jede andere Anlage auch. Der Energieschub, den der Bitcoin Mitte Juni 2019 erhielt, wurde durch das Libra-Projekt von Facebook ausgelöst. Aber inzwischen gibt es starke Kritik an dem Projekt, mehr und mehr namhafte Firmen steigen aus. Politiker und Notenbanken überall auf der Welt warnen davor – und das mag dem Bitcoin auch hin und wieder den Wind aus den Segeln nehmen. Die gute Nachricht ist: Kein Kurs fällt ewig, nach dem Tiefstand geht es immer wieder nach oben. Anlagen in Bitcoin sind nicht spekulativer als andere Anlagen.

Anzeige