Holländischer Griff: Wie Autofahrer Radler schützen können

Verkehr

ARCHIV-Inhalt (veröffentlicht: 24.02.2019)

Geht der Winter zu Ende, bevölkern wieder mehr und mehr Fahrradfahrer die Straßen. Das heißt für Autofahrer: Rücksicht nehmen. Vor allem beim Aussteigen. Denn dabei passieren die meisten Unfälle zwischen Autos und Fahrrädern. Der "holländische Griff" kann einen Zusammenstoß verhindern. Dabei öffnen alle Autoinsassen ihre jeweilige Tür nicht mit der Hand, die dem Griff am nächsten ist – sondern mit der anderen, weiter entfernten Hand.

Der Effekt: Kopf und Körper drehen sich nach hinten und durch diesen Schulterblick rückt die Verkehrslage im toten Winkel ins Sichtfeld. Vor allem im Stadtverkehr kann der holländische Griff Unfälle vermeiden. Hier führen viele Fahrradwege direkt an Parkplätzen oder Seitenstreifen vorbei und ein Zusammenstoß eines Radfahrers mit einer sich öffnenden Autotür ist keine Seltenheit. In den Niederlanden lernen Anfänger diesen Trick bereits in der Fahrschule, daher auch der Name. Deutsche Initiativen, wie "Rücksicht mit Rückblick", appellieren auch hierzulande an ein aufmerksames und sicheres Miteinander im Straßenverkehr.

Quelle: ERGO Group

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