KFZ Haftpflichtversicherung – die wichtigsten Informationen

Verkehr

Automechaniker, © hamburg-magazin.de

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Wer ein Auto bei der Behörde anmelden möchte, muss dabei den Nachweis einer aufrechten KFZ Versicherung erbringen. Für das Amt ist es nicht erheblich, ob es sich dabei um eine Haftpflicht- oder Kaskovariante handelt. Wer sein Auto versichern und dabei Geld sparen möchte, sollte mehrere Angebot einholen und die Tarife und Leistungen miteinander vergleichen.

Was bietet eine KFZ Haftpflichtversicherung?

Zumindest eine Haftpflichtversicherung ist notwendig, um in Deutschland legal mit einem Auto unterwegs sein zu dürfen. Diese Versicherung zahlt für Schäden am Fahrzeug des Unfallgegners, sollte der Versicherungsnehmer einen Crash verursachen. Manche Angebote von KFZ Haftpflichtversicherungen klingen besonders günstig. Wichtig ist jedoch, zu prüfen ob bei diesen Polizzen auch die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestdeckungssummen eingehalten werden:

  • 7,5 Millionen Euro für Personenschäden
  • 1,12 Millionen Euro für Sachschäden
  • 50.000 Euro für reine Vermögensschäden

Generell wird empfohlen, eine Versicherung abzuschließen, die Schäden in der Höhe des Vielfachen dieser Summe abdeckt. Nur so kann man im Ernstfall sichergehen, dass man nicht auf Restkosten sitzenbleibt.

Wie berechnen sich die Versicherungsprämien?

Viele Autofahrer fragen sich, warum der Nachbar oder der beste Freund für die KFZ Haftpflichtversicherung viel weniger bezahlt als man selbst. Die Gründe dafür liegen in den streng vorgegebenen Berechnungsgrundlagen. Zunächst einmal ist die Typklasse des Wagens relevant. In der Regel zahlt man für Fahrzeuge mit stärkerem Motor mehr, außerdem spielt die Regionalklasse eine entscheidende Rolle. Wer in einem Gebiet mit vermehrter Unfallgefahr wohnt, muss unter Umständen mehr bezahlen. Wichtige Größen sind auch das Alter des Antragsstellers sowie die Erfahrung beim Autofahren. Ein Führerscheinneuling zahlt mehr als jemand, der seit Jahrzehnten unfallfrei unterwegs ist. Auch die Anzahl der jährlich zurückgelegten Kilometer wird herangezogen. Ist eine Person bereits seit Jahren mobil, ohne jemals einen Unfall verursacht zu haben, kommt der Schadensfreirabatt dazu.

Wie hat man sich bei einem Unfall zu verhalten?

Verursacht ein Versicherungsnehmer einen Unfall, sollte der Schaden so schnell wie möglich bei der Haftpflichtversicherung gemeldet werden. Als Frist gilt bei vielen Versicherungen eine Woche. Es macht auch Sinn, sich bei der Versicherung zu melden, wenn man keine Schuld an dem Crash trägt. Dann ist man auf der sicheren Seite. Dank moderner Technologie ist es heute so einfach, einen Schaden zu melden wie nie zuvor. Die Meldung erfolgt per E-Mail oder auf Wunsch und nach Vereinbarung auch über eine praktische App über das Smartphone. Bei den meisten Versicherungen steht eine Hotline mit kompetenten Mitarbeitern telefonisch zur Verfügung. Hier informieren sich Versicherungsnehmer über die notwendigen Schritte.

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