Fluggastrechte – was Sie sich gefallen lassen müssen und was nicht

Verkehr

ARCHIV-Inhalt (veröffentlicht: 27.02.2014)

Sind Flugreisende voll und ganz den Launen und Bestimmungen der Fluggesellschaften ausgeliefert? Müssen sie überbuchte Flüge akzeptieren, Verspätungen hinnehmen oder dürfen die Airlines zusätzliche Gebühren für Gepäckstücke verlangen? Nicht unbedingt, denn der Flugverkehr und die Fluggastrechte werden von der Flugbehörde festgelegt.

Der Fluch der Gepäckstücke

Gerade günstige Fluggesellschaften werden von Passagieren gerne genutzt. Immerhin kostet das Flugticket teilweise gerade einmal 30,- Euro und der Kurzurlaub über das Wochenende rückt in greifbare Nähe. Allerdings sollten Passagiere zumindest bei einem geplanten Shoppingtrip in der Metropole ihrer Wahl die Bestimmungen der Fluggesellschaft lesen. Bei vielen Billigflügen hat der Passagier nur das Recht, ein Handgepäckstück ohne Mehrkosten mitzunehmen. Das Handgepäck muss vom Gewicht und seinen Abmessungen den Anforderungen entsprechen. Ein erhöhtes Gewicht oder zu große Maße führen unweigerlich dazu, dass das Gepäckstück im Frachtraum mitgeführt werden muss. Dies kostet extra – und das, je nach Gesellschaft, nicht zu knapp. Ebenso kann die Handgepäcksregelung sehr eng ausgelegt werden. Einige Fluggesellschaften erlauben nicht einmal die Mitnahme einer Handtasche zusätzlich zum Gepäckstück.

Mein Flug ist überbucht – was kann ich machen?

Wer ein gültiges Flugticket hat, sollte davon ausgehen können, dass für ihn Platz im Flieger ist. Allerdings kommt es immer wieder vor, dass Flüge überbucht sind und der jeweilige Passagier einen späteren Flug nehmen muss. Nun hat er zwei Möglichkeiten. Wahlweise nimmt er das Angebot der Fluggesellschaft an und erhält einen Gutschein, wenn er einen späteren Flug freiwillig nimmt, oder aber, er macht sein Recht geltend. Die unfreiwillige Nichtbeförderung sieht vor, dass die Fluggesellschaft eine Lösung anbieten muss. Passagiere können nun sofort umbuchen oder aber das Ticket kostenfrei zurückgeben. Zudem ist die Airline verpflichtet, den Passagier direkt zu Unterstützen und Alternativen aufzuzeigen. Während der Wartezeit am Flughafen wird der Passagier bei längeren Wartezeiten durch die Fluggesellschaft begleitet und erhält Mahlzeiten und mitunter eine Hotelreservierung. Zusätzlich hat der Passagier einen Anspruch auf eine Entschädigung nach dem EU-Fluggastverordnungen. Die Höhe der Entschädigung richtet sich nach der Dauer der entstehenden Verspätung und kann mit allgemeinen Ausgleichszahlungen für Flugausfälle und Flugverspätungen verglichen werden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, ein Portal wie z.B. refund.me aufzusuchen und sich juristische Hilfe von Experten zu beschaffen.

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