Wasser- und Abwasseraufbereitung in Hamburg

Gesundheit & Lebenshilfe

Abwasseraufbereitung, © Ivan Bandura/Unsplash.com

Abwasseraufbereitung, © Ivan Bandura/Unsplash.com

Bereits seit 160 Jahren gibt es die Hamburger Stadtentwässerung. Nach dem großen Brand 1842, bei dem fast ein Drittel von Hamburg zerstört wurde, erhielt der englische Ingenieur William Lindley den Auftrag eine Kanalisation zu bauen. So sollten Fäkalien, Regen- und Schmutzwasser sowie Müll abgeleitet werden können. Zuvor waren die Verhältnisse, was die Hygiene in Hamburg betraf, katastrophal. Fleete und Flüsse wurden zur Müll und Abwasserentsorgung missbraucht und gleichzeitig badeten und wuschen sich die Stadtbewohner Hamburgs hier.

Heutzutage muss jedes bebaute Grundstück an das öffentliche Sielnetz angeschlossen sein. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Gewässer frei von Belastungen gehalten werden.

Wieso ist die Wasser- und Abwasseraufbereitung so wichtig?

Für das tägliche Leben ist sauberes Wasser unverzichtbar. Im Alltag trinken wir Kaffee, Tee, Leitungswasser und auch zum Kochen, Duschen und Waschen, und ebenfalls für den Abwasch und die Waschmaschine nutzen und benötigen wir Wasser. Damit wir nicht krank werden und unsere Geräte und Rohre eine lange Lebensdauer haben, benötigen wir reines Wasser.

Mithilfe der Wasseraufbereitung wird die Qualität des Wassers verändert. Zum einen werden Stoffe wie Keime, Blei, Salz u. v. m. aus dem Wasser entfernt, auch kann das Wasser dabei enthärtet und sterilisiert werden. Zum anderen können bei dem Vorgang Stoffe ergänzt und z. B. der pH-Wert eingestellt werden.

Wo geht das Abwasser in Hamburg hin?

Für den Natur- und Gewässerschutz ist es wichtig, dass das Abwasser korrekt gefasst, behandelt und abgeleitet wird. Das Abwasser wird hierzu durch die Kanalisation zum Klärwerk geleitet. Im Klärwerk werden zunächst die groben Feststoffe wie Hygieneartikel aus dem Abwasser gefiltert. Im Sandfang setzen sich im Wasser enthaltener Sand, Kies und andere organische Partikel am Boden ab. Anschließend läuft das Abwasser durch unterschiedliche Vorklärbecken. Im Zweiten Reinigungsschritt werden mithilfe von Mikroorganismen in sogenannten Belebungsbecken Kohlenstoff, Stickstoff- und Phosphorverbindungen abgebaut. Zusätzlich hinzugefügter Luftsauerstoff beschleunigt den Vorgang. Nach dem Reinigungsprozess wird das Wasser in die Elbe eingeleitet.

Ein Problem bei dem Reinigen in den Belebungsbecken ist, dass durch technische und bauliche Besonderheiten und dem wechselnden Luftbedarf, die Belüftungstechnik jeder Kläranlage herausgefordert wird. Die Folge davon ist ein extrem hoher Energieverbrauch. Um die Umwelt zu schonen, kann durch innovative Technologien der Energieverbrauch gesenkt werden. Diese helfen dabei eine ideale Sauerstoffversorgung in den Belebungsbecken zu gewährleisten. Dies ist besonders wichtig, da die Mikroorganismen, die die Schmutzpartikel im Abwasser zersetzen, ohne genügend Sauerstoff absterben würden.

Effektive Gebläsetechnologien wie dem Drehkolbengebläse, Drehkolbenverdichter und Turbogebläse helfen z. B. bei der Belüftung den Sauerstoffeintrag zu steuern, entstehendes Klärgas zur nutzenbringenden Energiegewinnung umzuwandeln und so ressourcenschonend wie möglich das Wasser zu reinigen.

Dadurch können auch Kläranlagen etwas zur Nachhaltigkeit und Umweltschonung beitragen und dem Mangel an Rohstoffen entgegenwirken. 

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