Denkanstöße durch Kreativitätstechniken

Gesundheit & Lebenshilfe

Kreativitätstechniken sind in Unternehmen bereits gang und gäbe, um innerhalb kürzester Zeit neue Lösungen für bestehende Probleme zu generieren. Selbstverständlich sind solche Techniken nicht nur im Berufs-, sondern auch im Privatleben sehr hilfreich. Schließlich gibt es dann ebenfalls Momente, in denen man schnell eine zündende Idee braucht: für die Rede auf der Hochzeit des besten Freundes, während des Studiums oder bei ganz alltäglichen Situationen. Mit der richtigen Kreativitätstechnik lässt sich schnell ein gutes Ergebnis erzielen.

Richtige Voraussetzungen schaffen

Wer krampfhaft versucht, auf die Lösung eines Problems zu kommen, wird relativ schnell an dem Versuch scheitern. Statt des verheißungsvollen Ergebnisses führt dieses Vorgehen nur zu einer Denkblockade. Daher ist es wichtig, in regelmäßigen Abständen den Kopf freizubekommen. Ein Spaziergang an der frischen Luft tut nicht nur dem Geist, sondern ebenfalls dem Körper gut – schließlich fördert Bewegung nachweislich die Konzentration und somit auch die Kreativität.

Einen ähnlichen Effekt erzielt eine heiße Dusche oder ein heißes Bad. Die Muskeln lockern sich, man entspannt sich und kann anschließend frisch ans Werk gehen. Hilfreich können ebenfalls sogenannte Loslass-Übungen sein. Dafür ist lediglich ein Stuhl notwendig, auf dem man nacheinander die Beine, das Becken, die Brust, den Hals, die Schultern sowie den Kiefer anspannt und einige Sekunden tief durchatmet. Anschließend werden die Muskeln wieder gelockert.

Einfach alles aufschreiben

Die Aufnahme von Informationen erfolgt zu rund 80 Prozent über das Auge. Viele Menschen sind daher am kreativsten, wenn sie das Problem visuell darstellen. Dies kann in Form von Bildern oder Texten erfolgen. Es lohnt sich daher oftmals, auf der Suche nach der Lösung, einfach verschiedene Stichpunkte zu notieren, eine Mindmap zu erstellen oder ein bisschen herumzukritzeln. Dafür eignet sich ein individuelles Notizbuch besonders gut, da es in so ziemlich jede Tasche passt und überall mit hingenommen werden kann.

Wer demnach einen Geistesblitz in der Straßenbahn oder in einem Café hat, kann diesen schnell verschriftlichen, bevor er wieder verfliegt.

Gemeinsam löst sich ein Problem schneller

Manchmal kann ein Gespräch mit Freunden schneller zum Ziel führen, als wenn man allein nach einer Problemlösung sucht. Durch das klassische Brainstorming werden die Eindrücke mehrerer Personen gesammelt, um verschiedene Perspektiven zu erhalten. Dadurch können oft Lösungsansätze ermittelt werden, auf die eine einzelne Person nicht gekommen wäre. Die große Auswahl an Ideen ermöglicht es dem Nutzer dieser Kreativitätstechnik, aus den Stichpunkten neue Vorschläge zu generieren, bis er zu einem endgültigen Ergebnis gelangt.

Wenn es etwas ausgefallener sein darf: Die Edison-Methode

Manchmal bekommt man die besten Einfälle, wenn man sich in einem Zustand totaler Übermüdung befindet. Dieser Meinung war zumindest der bekannte Erfinder Thomas Edison.

Es wird gesagt, dass er sich am Abend auf einen Stuhl setze und neben sich jeweils eine Tortenplatte stellte. In den Händen hielt er kleine Metallkugeln. Sobald er einnickte, fielen diese herunter und trafen auf die Platten, wodurch ein lautes Geräusch entstand und Edison wieder erwachte. Er nutzte diesen Zustand zwischen Schlaf und Wachsein, um seine gedanklichen Ergüsse aufzuschreiben. Aus diesem Vorgehen entstanden viele seiner Erfindungen.

Andersherum denken

Diese Methodik nennt sich Zukunftswerkstatt und wurde von Robert Jungk, Norbert Müller und Rüdiger Lutz entwickelt. Sie sind der Meinung, dass zunächst dem Problem auf den Grund gegangen werden muss, bevor über eine Lösung nachgedacht werden sollte. Dieses Vorgehen soll verhindern, dass man bereits am Anfang thematisch zu weit abschweift. Um den Einstieg in die Thematik zu erleichtern, lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen: Was ist das Problem? Was steckt dahinter? Erst wenn diese Fragen geklärt sind, kann man sich über die Umsetzung oder Verwirklichung Gedanken machen.

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