Zeitarbeit in Hamburg: Echte Chance oder Jobs zweiter Klasse?

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Miitarbeiter Büro, © hamburg-magazin.de

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Zeitarbeit bringt nur was für die Unternehmen, die billige Arbeitskräfte ausleihen können! Null Sicherheit, null Respekt für die Arbeitnehmer! Leiharbeit existiert nur, um den Arbeitnehmerschutz auszuhebeln! Dies sind nur einige der Schlagzeilen, die nach Aufmerksamkeit rufen und Empörung über Zeitarbeit und Personaldienstleister erzeugen wollen.

Doch was davon stimmt, was ist übertrieben und was ist komplett an den Haaren herbeigezogen? Da auch und gerade in Hamburg mit seinem florierenden Hafen als eines der wichtigsten Logistikzentren Deutschlands Zeitarbeit eine große Rolle auf dem Arbeitsmarkt spielt, müssen seriöse Antworten auf diese Fragen gegeben werden. Erhält man durch einen Personaldienstleister wie Weiss Personalmanagement in Hamburg eine echte Chance am Stellenmarkt oder muss man vorsichtig sein?

Die Unterschiede von "normal" Angestellten und Leiharbeitern

Der zentrale Unterschied zwischen den Angestellten eines bestimmten Unternehmens und Zeitarbeitern, die für eine gewisse Zeitspanne, zunächst leihweise, für dieses arbeiten besteht darin, bei wem sie jeweils direkt angestellt sind. Der Arbeitgeber der fest angestellten Mitarbeiter ist das Unternehmen. In diesem Fall muss auch der Betrieb selbst Sorge für die Einhaltung sämtlicher Vertragsdetails und Maßnahmen des Arbeitnehmerschutzes tragen.

Zeitarbeiter sind im Gegensatz dazu nicht bei dem Betrieb angestellt, bei dem sie tagtäglich ihre Arbeit verrichten. Sie sind via einer Arbeitnehmerüberlassung von einem Personaldienstleister wie dem Weiss Personalmanagement in Hamburg an ein Unternehmen verliehen, dass kurzfristig oder zeitweise einen Bedarf an zusätzlicher Arbeitskraft benötigt. Ein Arbeitsvertrag besteht dabei ausschließlich zwischen Zeitarbeit und Personalvermittlung. Selbst während der Arbeitnehmerüberlassung bleibt die Arbeitskraft über die komplette Dauer dieser Phase bei dem entsprechenden Personaldienstleister angestellt.

Arbeitnehmerschutz für Zeitarbeiter obligatorisch

Somit wird auch klar: nur weil der Betrieb nicht verantwortlich für die Beitragsleistung in Kranken-, Pflege- und Sozialversicherungskassen ist, bedeutet dies nicht, dass diese zentralen Bestandteile des Angestelltenverhältnisses in Deutschland außer Acht gelassen werden. Vielmehr ist der Personaldienstleister der Verantwortliche in diesen Belangen, da er der direkte Arbeitgeber eines Zeitarbeiters ist. Wie jeder andere Arbeitnehmer auch, ist ein Leiharbeiter voll versichert und somit für den Falle eines Falles geschützt.

Die Personalvermittlung muss ebenso dafür Sorge tragen, dass der Lohn im Krankheitsfall eines Arbeitnehmers fortgezahlt wird und ausreichend Anspruch auf Urlaub besteht. Die Wahrnehmung, dass sich ein Leiharbeiter von einer kurzfristigen Anstellung bei einem Unternehmen zur nächsten kurzfristigen Anstellung beim folgenden Betrieb hangeln muss und ohne Job dasteht, falls dies nicht gelingt, ist somit grundfalsch. Denn der Personaldienstleister stellt den Leiharbeiter fest an. Selbst im Falle einer Pause zwischen zwei Arbeitnehmerüberlassungen wird der Lohn fortgezahlt.

Zeitarbeit: eine Chance für Unternehmen und Arbeitnehmer

Auch wenn Leiharbeiter somit die volle Abdeckung von Versicherungen genießen, kann ein Unternehmen durch dieses System profitieren. Denn der entleihende Betrieb zahlt nur die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden, für alles andere ist der Personaldienstleister zuständig. Außerdem kann das Unternehmen flexibel und kurzfristig auf gestiegene Auftragszahlen reagieren und die zusätzliche Arbeit auf neue Schultern verteilen.

Häufig werden aus kurzfristigen Arbeitnehmerüberlassungen dann langfristige feste Stellen, wenn die positive Geschäftsentwicklung anhält oder sich der Leiharbeiter als gewinnbringender Teil des Betriebs bewährt hat. Diese neuen Stellen wären bei konservativer Geschäftsführung im Hinblick auf die hohen Kosten, die jede zusätzliche Arbeitskraft für einen Arbeitgeber verursacht und die langfristige Bindung eines Arbeitnehmers an das Unternehmen, in vielen Fällen nicht entstanden.

Bei der Zeitarbeit handelt es sich also nicht um ein Hilfsmittel für Betriebe, Arbeitskräfte auszubeuten, sondern für einen Katalysator des Wirtschaftswachstums in Deutschland. Leiharbeiter sind keine Arbeitnehmer zweiter Klasse, sondern während der Arbeitnehmerüberlassung lediglich bei einem anderen Arbeitgeber angestellt, als die restlichen Mitarbeiter in einer Firma. Weniger Privilegien oder Rechte genießt ein Zeitarbeit keineswegs.

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