Baby & Job: Zurück in den Beruf finden

Beruf, Bildung & Ausbildung

© https://pixabay.com/de/photos/mutter-kinder-familie-gl%C3%BCcklich-1039765/

© https://pixabay.com/de/photos/mutter-kinder-familie-gl%C3%BCcklich-1039765/

In der Schwangerschaft und nach der Geburt müssen sich junge Mütter aus ihrem Arbeitsverhältnis zurückziehen, um der schönsten Aufgabe der Welt nachzukommen und für ihr Baby da zu sein. Früher oder später stellt sich aber die Frage nach dem Job und der Wiedereinstieg ist häufig komplizierter, als man es sich vorgestellt hat.

Die geforderte Flexibilität ist nicht immer möglich

In Schichten arbeiten, spontan am Wochenende einspringen, Überstunden machen oder geschäftlich verreisen: All das ist für junge Mütter mit einem Kind nur schwierig möglich. Auch wenn man einen Partner hat, kann eine absolute Flexibilität im Berufsalltag nicht mehr gewährleistet werden. Das Kind muss stets betreut werden, im Falle einer Erkrankung benötigen Mütter die Möglichkeit, sich zurückzuziehen und sich zu kümmern. Tagesmütter, Kitas und andere Betreuungsstellen haben feste Zeiten, an die sich die Eltern zu halten haben. Häufig ist es in Hamburg aber schwierig, überhaupt eine passende Betreuungsstelle zu finden, ohne lange Strecken auf sich nehmen zu müssen oder Kompromisse bezüglich der Betreuungszeiten einzugehen. Vor allem, wenn keine weiteren Bezugspersonen wie Großeltern, Patentanten, Onkels oder enge Freunde zur Verfügung stehen, stellen sich junge Familien in Hamburg einer großen Herausforderung, den Alltag zu meistern.

Aus diesen Gründen ist es vielen Müttern nicht mehr möglich, in ihr altes Arbeitsverhältnis zurückzukehren. Die Prioritäten müssen überdacht werden und häufig muss eine berufliche Neuorientierung stattfinden.

Neue Anforderungen bei der Jobsuche

Beschließt eine Frau und junge Mutter, einen neuen Job zu finden, ist die Herausforderung groß: Wo findet man die passenden Stellen? Welches Unternehmensprofil bietet Konditionen, die mit den persönlichen Anforderungen an Arbeitstage, Schichten, Entfernung, Infrastruktur und Gehalt übereinstimmen? Wie findet man den perfekten Einstieg in das weitere Berufsleben?

Viele Mütter fürchten, dass sie durch die Babypause eine Lücke im Lebenslauf schaffen, welche sie am weiteren beruflichen Werdegang hindert. Dies ist aber nicht der Fall. Nur Pausen, welche durch keine plausible Erklärung gestützt werden, sind als tendenziell negativ zu betrachten. Elternzeit hingegen ist eine wertvolle und für den Arbeitgeber nachvollziehbare Zeit, die keine Nachteile für die Bewerberin mitbringt.

Der moderne Arbeitsmarkt bietet jungen Müttern diverse Vorteile. Moderne, innovative Unternehmen arbeiten gern mit Quereinsteigern. Mit der Erfahrung in verschiedenen Bereichen bringen Bewerberinnen Skills mit, die gegebenenfalls für das neue Unternehmen sehr nützlich sein könnten und einen interessanten Blickwinkel in das Unternehmen bringen. Viele Fähigkeiten, wie zum Beispiel Kundenbetreuung, Sales oder Management, sind branchenübergreifend einsetzbar.

Immer mehr Unternehmen testen neue, moderne Konzepte. Dazu zählen zum Beispiel Home Office und flexible Arbeitszeiten (Gleitzeit). Für junge Mütter ist es ein Gewinn: Sie können ihre leistungsstarken Zeiten ideal für den Job einsetzen und erhalten gleichzeitig genügend Flexibilität, um für ihr Kind da zu sein. Immer mehr Unternehmen zeigen Interesse an flexiblen Arbeitsorten und geben ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, auch von Zuhause aus zu arbeiten. Die Annahme, in den eigenen vier Wänden würden die Angestellten weniger leisten, ist widerlegt. Eine Stanford-Studie zeigte sogar, dass Home Office die Produktivität signifikant steigert und die Fehlzeiten deutlich reduziert.

Um einen passenden Job zu finden, kann man sich auf zahlreichen Portalen informieren. In der Regel findet man diverse Jobangebote online. Aber auch die klassische Methode über die Agentur für Arbeit in Hamburg bietet sich an. Hier kann man nicht nur über verschiedenste offene Stellen informiert werden, sondern gegebenenfalls auch eine Beratung in Anspruch nehmen. Viele Menschen meiden den Gang zu der ARGE, weil die Erfahrungen häufig negativ besetzt sind. Es muss aber gar nicht der Fall sein: Die Agentur für Arbeit in Hamburg ist an acht Standorten vertreten und verfügt über die größte Datenbank zu allen offenen Stellen im Umkreis.

Auch durch andere Online-Quellen können zahlreiche Jobs im Raum Hamburg gefunden werden: Soziale Netzwerke sind eine beliebte Methode zur Stellenausschreibung, die vor allem von modernen Unternehmen in Anspruch genommen wird.

  • Gruppen für Jobangebote in Hamburg
  • Instagram
  • Ebay Kleinanzeigen
  • Xing
  • LinkedIn

Zeitarbeit – ein unkomplizierter Einstieg

Um nach der Elternzeit wieder auf dem Hamburger Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, können auch Zeitarbeitsfirmen hilfreich sein. Zeitarbeit funktioniert klassischerweise so, dass Arbeitskräfte beim Zeitarbeitsunternehmen angestellt werden und von diesem dann an andere Unternehmen, die akuten Personalbedarf haben, entliehen werden. Auf diesem Wege können Mütter vielseitige Einblicke bei verschiedenen Arbeitgebern erhalten und sich dort bei guter Leistung eventuell für eine Festanstellung qualifizieren. Einige Zeitarbeitsfirmen bieten aber auch die Möglichkeit einer Direktvermittlung: Dafür schreibt man eine Initiativbewerbung für die Zeitarbeitsfirma, in der die eigenen Stärken und Fähigkeiten klar werden, und die Firma vermittelt die Bewerberin dann direkt an Unternehmen mit dem entsprechenden Bedarf. So können Zeitarbeitsfirmen die Suche nach einer passenden Stelle in Hamburg erleichtern.  Wichtig ist, dass Mütter bei der Wahl der Firma auf Faktoren wie langjährige Erfahrung und Qualitätssiegel achten. Nur so stellen sie sicher, dass die vermittelten Tätigkeiten zu den eigenen Fähigkeiten passen und die Arbeitgeber guten Qualitätsstandards entsprechen.

Initiativbewerbungen – Kommunikation ist alles

Hamburg ist ein Mittelpunkt von zahlreichen, jungen, modernen Unternehmen, die vor allem eins schätzen: Eigeninitiative. Auch wenn ein Unternehmen keine Stelle ausgeschrieben hat, ist eine Bewerbung möglich. Die Firmen planen langfristig und wissen bereits im Vorfeld, wie das Unternehmen sich entwickelt. Manchmal ist es nur im Hinterkopf, dass eine Verstärkung bald benötigt wird, eine offizielle Ausschreibung wurde aber noch nicht getätigt. Eine Initiativbewerbung kann der Anstoß sein, über eine Einstellung überhaupt erst ernsthaft nachzudenken. Viele junge Unternehmen schätzen Motivation, Ideenreichtum, Kreativität und klare Kommunikation. In einer Initiativbewerbung kann im Vorfeld klar kommuniziert werden, wie die familiäre Lage ist und welche Rahmenbedingungen für das Arbeitsverhältnis wünschenswert wären.

Aber auch wenn eine Stelle bereits ausgeschrieben ist, für die man nicht alle Kriterien erfüllt, kann man sich trotzdem bewerben. Zwar haben die Verantwortlichen bereits eine Vorstellung, wie die neue Stelle auszusehen hat, sind in der Regel aber trotzdem an diversen Bewerbungen interessiert. Gemeinsam kann oft eine Lösung gefunden werden, was z. B. Arbeitszeiten, Arbeitstage, Gehalt oder Präsenz im Unternehmen betrifft.

Fachkräftemangel ist auch in Hamburg ein Thema

Es gibt in Deutschland mehr offene Stellen als geeignete Bewerber. Unternehmen suchen händeringend nach qualifizierten Menschen, sind aber auch häufig bereit, mit Quereinsteigern zu arbeiten. Die Lernfähigkeit und die persönlichen Ambitionen haben für viele Unternehmen einen höheren Wert als eine abgeschlossene Ausbildung, geschweige Schulnoten.

Online stehen den jungen Müttern diverse Möglichkeiten zur Verfügung, sich persönlich fortzubilden: Ob über Hörbücher, Videokurse, Workshops über soziale Netzwerke oder viele andere Quellen. Auch über Fernschulen und Fern-Universitäten können Menschen sich von Zuhause aus fortbilden.

Zeigt eine Bewerberin, dass sie wirklich Interesse am Tätigkeitsfeld hat und sich bereits vor dem Bewerbungsgespräch mit den spezifischen Themen des Unternehmens auseinandergesetzt hat, gewinnt sie Pluspunkte, die zu einer Anstellung führen können.

Anzeige