Wer und wie wird evakuiert?

Beratung

ARCHIV-Inhalt (veröffentlicht: 16.06.2010)

Bei der Gefahr von Deichüberströmungen und Deichbrüchen sind einige Bereiche besonders gefährdet und deshalb für die planmäßige Evakuierung vorgesehen. Die Bezirksämter und die Behörde für Inneres haben für die betroffenen Gebiete spezielle und detaillierte Unterlagen erstellt und an alle Haushalte verteilen lassen. Genauere Angaben und Hinweise können Sie diesen Unterlagen entnehmen. Ergänzende Fragen werden von den Bezirksämtern gerne beantwortet. Die im Hafen wohnenden Menschen müssen ausnahmslos ihre Wohnungen verlassen, wenn ein Wasserstand von mehr als NN + 6,50 m erwartet wird. Der gesamte Hafen wird dann geräumt!

Die Entscheidung, ob eine Evakuierung erforderlich ist, fällt rechtzeitig vor dem Hochwasser und wird über Rundfunk sowie mittels örtlicher Lautsprecherdurchsagen bekannt gegeben. Achten Sie auf diese Durchsagen und folgen Sie den Anweisungen.

Eigene Fahr- oder Mitfahrgelegenheit

Wenn Sie ein eigenes Fahrzeug oder eine Mitfahrgelegenheit haben, verlassen Sie das Gebiet. Denken Sie bitte auch an Ihre Nachbarn, an Kranke und Gebrechliche sowie ausländische Mitbürger.

Sammelstellen/-punkte

Sollten Sie keine eigene Fahr- oder Mitfahrgelegenheit haben, begeben Sie sich bitte zu den festgelegten Sammelstellen/-punkten. Bei den Sammelstellen/-punkten handelt es sich überwiegend um Bushaltestellen, die (zusätzlich) mit einem entsprechenden Schild kenntlich gemacht wurden. Zu den Sammelstellen/ -punkten, die nicht Bushaltestellen sind, werden bei einer Evakuierung Betreuungspersonen entsandt, die Ihnen weiterhelfen.

Die Lage der Sammelstellen/-punkte können Sie aus den von der Behörde für Inneres in Zusammenarbeit mit den Bezirksämtern Hamburg-Mitte, Altona, Bergedorf, Harburg und vom Amt Strom- und Hafenbau verteilten speziellen Unterlagen ersehen. Um Wilhelmsburg zu verlassen, können Sie sich außer zu den ausgewiesenen Bushaltestellen auch direkt zu den S-Bahnhöfen Wilhelmsburg und Veddel begeben, von wo aus Züge zum Hauptbahnhof und zum S-Bahnhof Harburg verkehren.

Beförderung mit Bussen zu den Notunterkünften

Von den Sammelstellen/-punkten bzw. vom Hauptbahnhof oder Bahnhof Harburg werden Sie mit zusätzlich eingesetzten Bussen abgeholt.

Aufnahme in Notunterkünfte

Die Busse fahren Sie zu den hierfür vorgesehenen Notunterkünften. Die Notunterkünfte werden von den Bezirksämtern rechtzeitig aufnahmebereit gemacht. Zusätzliches Personal des Arbeiter-Samariter-Bundes, des Deutschen Roten Kreuzes, der Johanniter-Unfall-Hilfe und des Malteser Hilfsdienstes stellt sicher, dass Sie ausreichend versorgt und betreut werden. Die Notunterkünfte stehen selbstverständlich auch denen zur Verfügung, die mit dem (eigenen) Pkw das gefährdete Gebiet verlassen und nicht bei Verwandten oder Bekannten unterkommen können.

Insbesondere für den Fall von Sturmfluten mit kurzen Vorwarnzeiten werden in Wilhelmsburg zusätzlich sog. Fluchtburgen eingerichtet. Es handelt sich hierbei um flutsichere Gebäude, in denen Mitarbeiter der Hilfsorganisationen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Wo sich die Notunterkünfte und Fluchtburgen befinden, können Sie bei Ihrem Bezirksamt erfragen bzw. den verteilten Merkblättern entnehmen.

Verkehrsführung bei Sturmflut bis NN + 6,50 m Eine Ausfahrt für den Räumverkehr ist über alle geöffneten Grenzübergänge des Zolls möglich. Zufahrt für Notdienste und Verteidigungskräfte über alle geöffneten Grenzübergänge des Zolls und die ausgewiesenen Zufahrtsstraßen.

Ab NN + 4,50 m eingeschränkter Betrieb am Alten Elbtunnel

Ab NN + 4,80 m Schließung Grenzübergänge Sandtorkai, Brooksbrücke – Zufahrt über Kornhausbrücke

Ab NN + 4,90 m Schließung Grenzübergänge Zweibrückenstraße – Zufahrt über Tunnelstraße. Verteidigungskräfte der Sperr- und Räumzone II, Räumgebiet 5-9, dürfen die Räumzone I nicht durchfahren. Es erfolgt eine Zwangswegführung mit Sperren zwischen den Räumgebieten.

Quelle und weitere Informationen: http://www.verkehrsinfo-hamburg.de

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