Katastrophenwarnsystem für Hamburg per SMS und E-Mail

Beratung

ARCHIV-Inhalt (veröffentlicht: 07.05.2013)

Wenn die Elbe über die Ufer tritt oder ein Großbrand die Anwohner bedroht, erhalten die Hamburger postleitzahlengenau kostenlose Warninformationen per SMS. Möglich wird dies durch das Fraunhofer-Warnsystem KATWARN, das von der Innenbehörde und der Hamburger Feuerkasse eingeführt wurde.

Allen Beteiligten ist klar, dass derart schwere Gefahrenlagen, in denen die Bevölkerung den Selbstschutz mit in die Hand nehmen muss, selten sind. Aber gerade dieser Umstand macht Systeme wie KATWARN wichtig.

Denn KATWARN liefert Warnungen von der Feuerwehr und dem zentralen Katastrophendienststab der Hamburger Innenbehörde, die Kurzinformationen zu der anstehenden Gefahr wie beispielsweise Hochwasser, Großbrand oder Gefahrengutunfall sowie Verhaltensempfehlungen enthalten. Ein Beispiel: "Sturmflut-Warnung der Innenbehörde, gültig ab sofort, für PLZ 20457, tiefliegende Außendeichgebiete verlassen".

KATWARN wurde von der Stadt Hamburg  eingeführt, die auch die Kosten für den Betrieb sowie im Falle einer Alarmierung für das Versenden der Kurznachrichten übernimmt. Die technische Plattform stellt die Hamburger Feuerkasse der Stadt kostenlos zur Verfügung.

Das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST installiert, schult und betreut das von ihm entwickelte System KATWARN für die Stadt Hamburg im Auftrag der Hamburger Feuerkasse. Für die Bürger ist das System als Dienstleistung der Stadt Hamburg kostenlos. Es entstehen lediglich Kosten für eine normale SMS bei der Anmeldung und ggf. Um- bzw. Abmeldung.

Und so funktioniert KATWARN:

Die Bürger können sich kostenlos über die Servicenummer 01 63/7 55 88 42 per SMS anmelden – mit dem Stichwort "KATWARN" und der Angabe des Postleitzahlgebietes in Hamburg, für das die Warnung gelten soll (Beispiel-SMS für das Postleitzahlengebiet 20457 rund um den Hamburger Hafen: "KATWARN 20457 hans.mustermann@mail.de"). Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Pro Handynummer kann eine Postleitzahl angegeben werden.

Die Nutzer erhalten dann – falls notwendig – künftig eine Warnung, wenn für den angegeben Ort eine Gefahrenlage gegeben ist. Wichtig ist, dass ausschließlich Postleitzahlen innerhalb Hamburgs berücksichtigt werden.

Bei einer Teilnahme ist zu beachten, dass KATWARN nicht die lokalen Anweisungen von Behörden, Polizei oder Einsatzkräften ersetzt, sondern diese ergänzt. Den Anweisungen ist auch weiterhin unbedingt Folge zu leisten.

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