Bildrauschen entfernen: Tipps und Tricks für bessere Bilder

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Bildrauschen entfernen, © Jakub Gorajek https://unsplash.com/photos/i24tGGbc9GE

Bildrauschen entfernen, © Jakub Gorajek https://unsplash.com/photos/i24tGGbc9GE

Auf vielen Fotos lässt sich ein störendes Rauschen feststellen, was besonders bei in der Realität einheitlichen Flächen auffällt. Gerade preisgünstige Smartphones sind bei Nachtaufnahmen anfällig dafür. Dieser Text geht auf die Entstehung des Phänomens ein und gibt Hinweise, wie man das Rauschen bei der Aufnahme der Fotos vermeiden und auch danach noch weiter verringern kann.

Ursachen für die Entstehung von Bildrauschen

In der heutigen Zeit werden nahezu alle Fotoaufnahmen digital angefertigt. Statt eines Films, in dem durch Belichtung chemische Prozesse angestoßen werden, kommen bei der Digitalfotografie halbleiterbasierte Sensoren zum Einsatz, die das Licht zur Weiterverarbeitung und Speicherung in elektrische Signale umwandeln.

Durch Fertigungsungenauigkeiten haben diese Sensoren alle leicht unterschiedliche elektrische Eigenschaften, die zu einem Rauschen führen können. Beim Auslesen der Sensoren muss das elektrische Signal verstärkt werden, was einerseits eine Quelle für zusätzliches Rauschen ist, andererseits aber auch bereits bestehendes Rauschen mitverstärkt. Auch das Umwandeln der analogen elektrischen Signale in gerundete Zahlenwerte kann zu einem Rauschen führen. Außerdem begünstigt die zufällige Verteilung der Licht-Photonen auf die Sensorenpixel das Bildrauschen.

Wie Sie Bildrauschen reduzieren

Da das Rauschen stark vom verwendeten Sensor abhängt, liegt dort auch das größte Verbesserungspotenzial: Ein höherwertiger Sensor mit größerer Fläche in einer digitalen Spiegelreflexkamera wird unter sonst gleichen Bedingungen weniger Störungen in den Fotos erzeugen, als ein Sensor mit kleiner Fläche in der Kamera eines günstigen Smartphones.

Bei einer höheren Belichtungsempfindlichkeit tritt das Rauschen durch die größere Verstärkung vermehrt auf. Die Einstellung eines niedrigeren ISO-Wertes kann dagegen helfen, ist aber nur bei unbewegten Bildern zu empfehlen, da bewegte Bildteile sonst unscharf würden.

Mit steigender Temperatur des Sensors erhöht sich das Bildrauschen ebenfalls, deshalb kann eine Aufbewahrung der Kamera im Schatten bei der Vermeidung von Bildstörungen hilfreich sein. Die Aufnahme längerer Videos kann zu einer Erwärmung der Sensorchips führen, welche sich nach einer kurzen Pause wieder abgekühlt haben sollten.

Eine schlechte Ausleuchtung führt auch zu vermehrtem Rauschen, weshalb man diese vermeiden sollte. Dazu kann der Kamerablitz oder eine Lampe verwendet werden, ein anderer Winkel verbessert manchmal ebenfalls die Ausleuchtung. Je nach Wetterbedingungen reicht es auch aus abzuwarten, bis die Sonne wieder aus den Wolken hervorkommt.

Wie man Rauschen in Bildern entfernen kann

Aus Fotos, die bereits aufgenommen wurden, lässt sich meist durch eine Spezialsoftware wie Movavi Photo DeNoise, welche unter anderem auf der Seite des Herstellers erhältlich ist www.movavi.de, das Bildrauschen mit Mac entfernen. Dazu startet man zunächst das Programm und öffnet darin das betroffene Foto. In den Einstellungen der Software ist dann die Störungsminderung so zu wählen, dass das Rauschen bestmöglich verringert wird, jedoch echte Strukturen (beispielsweise Kies, Teppich, Tapete) erhalten bleiben. Bei Bedarf kann das Bild zusätzlich noch gedreht, zugeschnitten oder skaliert werden. Sobald das Ergebnis zufriedenstellend ist, speichert man die Datei in einem der unterstützten Bildformate und kann das Programm wieder schließen.

Solche Programme vermindern das Rauschen meist dadurch, dass verrauschte Bereiche weichgezeichnet werden, indem sie die Farben benachbarter Pixel miteinander vermischen. Die Schwierigkeit dabei ist, dass scharfe Kanten (zum Beispiel bei Texten) erhalten bleiben sollen und dafür vom Weichzeichnen ausgenommen werden müssen. Für dieses Verhalten wurden entsprechende Algorithmen entwickelt und in der Spezialsoftware eingesetzt.

Fazit

Am besten lässt sich das Bildrauschen bereits bei der Aufnahme (beziehungsweise schon beim Kauf der Kamera) vermeiden. Leider ist das bei älteren Fotos oder situationsbezogenen Schnappschüssen oft nicht umsetzbar, doch glücklicherweise gibt es Programme, die das in vielen Fällen auch im Nachhinein noch beheben können.

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