So viel Technik steckt in einem Smartphone

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© Günter Havlena / pixelio.de

Es ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken – das Smartphone. Egal ob zum Chatten, navigieren, online shoppen oder zur Nutzung der vielen Car Sharing Angebote in Hamburg. In jeder Lebenslage wird der kompakte Alleskönner verwendet. Die Hersteller befriedigen den Bedarf an Geräten und bringen in schöner Regelmäßigkeit neue Modelle auf den Markt. Immer größer, schmaler und leistungsfähiger muss ein modernes Smartphone sein.

Welches Nutzungsverhalten legen die Menschen in Hamburg beim Smartphone an den Tag? Und Ressourcen stecken in den modernen Geräten? Dieser Ratgeber beantwortet diese und weitere Fragen rund um das Smartphone.

Stets das neuste Modell

Die großen Hersteller wie Samsung oder Apple präsentieren jedes Jahr zur nahezu gleichen Zeit ein neues Flaggschiff für die begeisterten Kunden. Apple, einer der Giganten auf dem Markt, erreicht mit seinen Modellen regelmäßig Verkaufserfolge. Manche Produkte verkaufen sich schon am ersten Verkaufswochenende mehr als zehn Millionen Mal.

Die Mobilfunkanbieter befeuern diesen Trend und bieten ihren Kunden interessante Tarife mit neuen Smartphones an. Spätestens alle zwei Jahre, nach Ablauf einer gewöhnlichen Vertragslaufzeit wird Kunden ein neues Gerät angeboten. Meist zu äußerst günstigen Konditionen, wie etwa bei preis24.de.

In Hamburg ist das iPhone begehrt

Die Nutzung des Smartphones interessiert längst nicht mehr nur die Anbieter und Kunden. Marktforschungsinstitute untersuchen das Nutzungsverhalten der Bundesbürger und präsentieren aussagekräftige Zahlen rund um das Mobilfunkgerät.

Aus den Zahlen lässt sich eine Affinität der Bürger Hamburgs für Produkte von Apple ableiten. In keinem Bundesland ist der Anteil an Handyverträgen mit einem Smartphone von Apple so hoch wie in der Metropole an der Elbe. Jedes dritte Gerät stammt von dem Hersteller aus den USA. Einen deutlich höheren Anteil an Geräten von anderen Herstellern zeigt sich den ostdeutschen Bundesländern wie Sachsen-Anhalt oder Thüringen. Generell zeigt sich ein klares Gefälle zwischen Ost und West. Die Bürger in Westdeutschland nutzen deutlich mehr Apple-Produkte wie die Menschen im Osten der Republik.

Beim Redebedarf zeigt sich hingegen ein Nord-Süd-Gefälle. Die Menschen in Hamburg führen überdurchschnittlich lange Gespräche, ebenso wie die Bürger in Mecklenburg-Vorpommern. Die Mär des mundfaulen Norddeutschen scheint damit widerlegt zu sein. In südlichen wie Baden-Württemberg oder dem Saarland sind die durchschnittlichen Telefongespräche deutlich kürzer.

Die Auswirkung auf die Umwelt

Der Naturschutz in Hamburg ist für die Einwohner des Stadtstaats von großer Bedeutung. Offenbart wird das nicht nur auf Demonstrationen für mehr Klimaschutz, die regelmäßig zu gesperrten Straßen an der Elbe führen. Die Klimaschädlichkeit von Flügen oder Kohlestrom wird auf den Veranstaltungen angeprangert, die Umweltschädlichkeit von Smartphones noch nicht. Dabei ist die Umweltbilanz der Geräte alles andere als positiv. Je schneller ein Gerät gegen ein neues Modell ersetzt wird, umso mehr Schaden wird für die Natur angerichtet.

Schon heute horten die Deutschen zwischen Hamburg und München mehr als 100 Millionen ausrangierte Smartphone und Mobiltelefone in ihren Schubladen. Die Zahl steigt kontinuierlich, 2010 waren es noch fast 30 Prozent weniger. In den kompakten Endgeräten steckt enorm viel Technik, aber auch eine gigantische Menge an hochwertigen Metallen.

Vergessen Schätze

Das Umweltbundesamt hat schon 2015 die Bundesbürger dazu aufgerufen, alte Handys nicht ungenutzt in der Schublade liegenzulassen. Aufgerufen wurde zu einer längeren Nutzung der Produkte, zur Reparatur bei defekten Geräten und zu einem konsequenten Recycling nicht mehr nutzbarerer Mobiltelefone und sonstiger Elektrogeräte. Als vergessene Schätze in der Schublade bezeichnete das Umweltbundesamt die gigantische Zahl an ausrangierter Smartphones in deutschen Haushalten. Eine Bezeichnung, die angesichts wertvollen Metallen in den Geräten nicht von ungefähr kommt.

Nicht nur über 100 Millionen ungenutzte Geräte horten die Deutschen zu Hause. Mehr als 765 Tonnen wertvollen Kupfermüll verstecken sich in alten Smartphone und anderen ausrangierten Elektrogeräten. Hinzu kommen über zwei Tonnen Gold und rund 21 Tonnen Silber. Das Amt ruft die Bundesbürger auf, die Geräte fachgerecht zu entsorgen und nicht unberührt in der Schublade verstauben zu lassen.

Mehr als 60 verschiedene Rohstoffe

In einem Smartphone von Apple oder Samsung stecken in erster Linie sehr viel Kunststoffe. Zwischen 50 und 60 Prozent eines Gerätes besteht aus Kunststoff. Bereits an zweiter Stelle kommen wertvolle Metalle, ein Viertel des Smartphones besteht daraus.

Wie im letzten Absatz bereits erwähnt, werden für die Technik Kupfer, Gold und Silber benötigt. Bis zu 30 verschiedene Metalle und seltene Erden trägt der Hamburger jeden Tag mit sich rum. Dazu gehören neben den genannten Metallen auch Zinn, Eisen oder Palladium. Das restliche Smartphone besteht zu knapp 15 Prozent aus Keramik und Glas, etwa für das Display. Weitere drei bis fünf Prozent entfallen auf sonstige Materialien.

Die wichtigsten Komponenten

Antreiber und das Herzstück eines jeden Smartphones ist der winzige Prozessorchip. Die leistungsstarken Chips sorgen für die notwendige Performance des Smartphones. Sie werden immer schneller, kleiner und leistungsstärker. Für die Rechenleistung eines modernen Gerätes wäre vor 20 Jahren noch ein ganzer Serverraum notwendig gewesen. Inzwischen wird ein Chip in sogenannten 10-Nanometer-Verfahren hergestellt.

Eine weitere Komponente von großer Bedeutung ist das Display. Smartphones werden immer dünner und haben ein immer größeres Display. Apple und andere Hersteller wie Samsung präsentieren mittlerweile Smartphones mit einem randlosen Display. Manuelle Knöpfe an der Front sind bei vielen Produkten verschwunden, die gesamte Eingabe wird über den Touchscreen des Displays vollzogen.

Nicht nur Prozessor und Akku eines Smartphones werden immer leistungsstärker, auch die Kamera kann immer bessere Bilder machen. Gut belichtete und scharfe Fotos, selbst bei schlechten Lichtverhältnissen - mit den leistungsstarken Kameras in den neusten Modellen ist das kein Problem mehr. Vielen Kompaktkameras haben die neusten Geräte inzwischen den Rang abgelaufen.

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