Theaterprojekt Ankamen – An(ge)kommen

Theater, Oper & Ballett

ARCHIV-Inhalt (veröffentlicht: 21.06.2018)

In dem Theaterprojekt "Ankamen – An(ge)kommen" von Michael Uhl, das noch bis zum 8. Juli 2018 im Ohnsorg Theater aufgeführt wird, erzählen Menschen auf Hoch- und Plattdeutsch von ihrer Flucht und ihren Erfahrungen des Ankommens. 
                                                                                                                                            
Der Heidi-Kabel-Platz und das Bieberhaus wurden 2015/16 erster Zufluchtsort für Tausende von Geflüchteten. Schon einmal gab es hier ein ähnliches Szenario: Während und nach dem Zweiten Weltkrieg strandeten Vertriebene aus Schlesien, Pommern, Ost- und Westpreußen in Hamburg. In ganz Deutschland waren es damals fast zwölf Millionen. Das zerbombte Hamburg platzte aus allen Nähten. Der Wohnraum war durch die Zerstörung knapp, die ausgebombten "Butenhamborger" wollten zurück in ihre Heimat. Nur Flüchtlinge und Vertriebene mit Mangelberufen erhielten eine Bleibe, eine Zuzugssperre wurde verhängt. Sie waren nicht uneingeschränkt willkommen, doch die Neuankömmlinge prägten den Wiederaufbau der Stadt entscheidend mit, Hamburg erholte sich von den Kriegsschäden, die Situation entspannte sich.

Wie aber gestaltete sich das Ankommen in der neuen Umgebung? Wann fühlten sie sich zu Hause? Was half ihnen dabei? In dem Theaterprojekt erzählen Menschen von ihrer Flucht und ihren Erfahrungen des Ankommens. Die Geschichten von Fluchtwegen und der Suche nach einem neue Zuhause – damals und heute – treffen aufeinander.

Nach  seiner  erfolgreichen  Inszenierung "Tallymann un Schutenschubser" erarbeitet Regisseur Michael Uhl mit einer Gruppe Vertriebener ein Theaterprojekt über Flucht und Vertreibung und über das Ankommen in der neuen Heimat. Es entsteht ein Theaterabend über das Gestern und das Heute, denn auch jetzt bedarf es wieder der Verständigung mit den neuen Ankömmlingen.

Inszenierung: Michael Uhl
Ausstattung: Yvonne Marcour
Video: Stefanie Rübensaal
Mit: Hartmut Klingbeutel, Gottlieb Krune, Werner Kwiatkowski, Rosemarie Kwiatkowski, Christel Neumann, Gisela Prüß, Brigitte Werner sowie Bana Araya, Mojataba Mohammadi, Rafi Nazari

Wann?Vorstellungen bis 8. Juli 2018, jeweils 19.00 Uhr
Wo?Ohnsorg Theater
Eintritt:22,- Euro
Karten:Tickets für Ankamen – An(ge)kommen direkt hier buchen.

 

 

 

Ortsinformationen

Ohnsorg Theater
Heidi-Kabel-Platz 1
20099 Hamburg


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