Tanzwochen im monsun.theater

Theater, Oper & Ballett

Wanderlust?, © Simon Wachter

Wanderlust?, © Simon Wachter

Vom 7. bis 23. Dezember 2018 finden die Tanzwochen im monsun.theater statt. Nationale und internationale Künstler sowie Ensembles präsentieren innerhalb von zweieinhalb Wochen 6 Produktionen mit insgesamt 15 Vorstellungen und 3 Hamburg Premieren. 

Wanderlust?

Am Freitag, 7. Dezember 2018, findet die Hamburger Premiere von "Wanderlust?" statt. Die Monster, die wir selber schufen: Erderwärmung, Klimawandel, Naturkatastrophen – die Elemente sind aus dem Gleichgewicht geraten. In dem zeitgenössischen Tanzstück "Wanderlust?" schlagen die Künstler auf der Bühne die Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Eine Produktion der tanzkompanie SZENE 2WEI gefördert durch bewegend e. V., zeit.areal, Aktion Mensch und Heidehof Stiftung. Das Gastspiel wird gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien.

Am Samstag, 8. Dezember 2018, gibt SZENE 2WEI für alle Interessierten einen Tanzworkshop, in dem Elemente, Methoden und Motive des Tanzstücks vermittelt werden. Behinderte und nicht behinderte Ensemblemitglieder bilden ein inklusives Team, das den Workshop anleitet.

Double Feature:  WHY NOT? & FLY

Am 8. und 9. Dezember 2018 kommt die Eigenproduktion des monsun.theaters mit Véronique Langlott, Roland Walter und Ahmed Soura auf die Bühne.

WHY NOT? – Zwei unterschiedliche Menschen gehen zusammen über die Grenzen. Beide sind die Ausgrenzung gewohnt, sei es durch die Hautfarbe oder durch die körperliche Eingeschränktheit. Was gibt einem das Recht ein Mensch wie jeder andere zu sein? Zusammen loten sie die etwaigen Berührungspunkte aus und lassen eine ganz neue andere Perspektive sichtbar werden. WHY NOT? lädt ein auf einen ästhetischen Grenzgang zwischen den unterschiedlichen Kulturen.

FLY – Wer kann denn schon fliegen? Was mit einem Traum beginnt, hört auch wieder mit einem Traum auf. Der große Traum vom Fliegen. Roland Walter sitzt im Rollstuhl, Véronique Langlott nicht. Physisch sind sie beide nicht fürs Fliegen gemacht. Ohne Hilfsmittel ist der Mensch grundsätzlich nicht fähig zu fliegen. Hier sind alle Menschen gleich. Jedoch kann das Gefühl des Fliegens erzeugt werden. FLY ist die Recherche der Leichtigkeit, des sich Fallenlassens, der Befreiung und der Unendlichkeit. Die große Freiheit.

Ausencia (Die Abwesenden) 

Das Künstlerduo Andrea Krohn und Karina Suárez Bosche setzt am 15. und 16. Dezember 2018 ein künstlerisches Statement gegenüber dem gewaltsamen, politischen "Verschwinden Lassen" von Menschen – eine Form der staatlichen Willkür, die in vielen Ländern Alltag ist, so auch in den Herkunftsländern der Performerinnen Mexiko und Brasilien. Ausencia stellt sich dem Phänomen des Abwesenden mit einer performativen Kraft entgegen. Das Spannungsverhältnis zwischen individueller Trauer und kollektiver Stärke wird auf der Bühne erörtert.

Taking Breath

Am 13. und 14. Dezember 2018 ist die Hamburger Premiere der Eigenproduktion des monsun.theaters von und mit Naishi Wang.

Plastik-Müll. Klimawandel. Diese Themen stehen oft im Vordergrund der Debatte zu den Auswirkungen auf die Umwelt. Hierbei werden die Konsequenzen wie die globale Erwärmung diskutiert, doch selten stellt sich die Frage nach der individuellen Atmung: Der Tänzer und Choreograf Naishi Wang stellt sich der choreografischen Untersuchung, die die verschiedenen Facetten des Atmens im Leben erforscht: Wie ist es ohne Atmen? Wie ist es mit zu viel Atmung? Wie beeinflusst das Atmen die Bewegung? Wie beeinflusst das Atmen unsere Gedanken? Wann beginnt das Atmen etwas zu bedeuten? Wann wird Atmen zur Kommunikation? Wann wird die Luft lebensnotwendig?

Studies on Postcolonialism

Die Hamburger Premiere der Kurzchoreografien "Can Asians Dance?", "Persisches Haar" und "The Lion and The Dragon" von der Company Christoph Winkler, findet am 17. und 18. Dezember 2018 statt.

Die Serie von Kurzchoreografien durchleuchtet eine weiße Vorherrschaft in einem Genre, das für seine Internationalität gerühmt wird. Doch auch im zeitgenössischen Tanz sind post-koloniale Strukturen vielschichtig und oft nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Warum ist von African Contemporary, aber nicht von European Contemporary Dance die Rede? Stillschweigend wird die westliche Auffassung zur Norm erklärt und zeigt: Auch der zeitgenössische Tanz wird von Dominanz und Privilegien gezeichnet, die einen weißen Erfahrungshintergrund ins Zentrum rücken. Christoph Winkler zeigt in drei Studien einen spielerischen Dialog zwischen traditionellen und zeitgenössischen Tanzkulturen vor dem Hintergrund eigener Identitäten und Reflexionen in Beziehung unterschiedlicher Kulturen verschiedener Länder.

Der Nussknacker

Vom 19. bis 23. Dezember 2018 kommt die Eigenproduktion des monsun.theaters mit Jenny Schmidt und Ahmed Soura auf die Bühne.

Endlich Heiligabend! Jetzt geht es ans Geschenke auspacken. Und siehe da – ein Nussknacker. Er kann nicht nur Nüsse knacken, sondern verwandelt sich über Nacht in einen wunderschönen Prinzen, der in die Zauberwelt des Spiels und Tanzes einlädt. Von der Mäusejagd bis hin zum Blumenwalzer ist alles dabei. Hier kann man träumen, lauschen, schauen und staunen. Das monsun.theater feiert mit Groß und Klein Weihnachten.

Wann?7. bis 23. Dezember 2018
Wo?monsun.theater
Tickets:Hier direkt Tickets bestellen.

Ortsinformationen

monsun.theater
Friedensallee 20
22765 Hamburg
Telefon: 040 - 3903148

Öffnungszeiten

Bürozeiten: Mo-Fr 11:00-16:00 und zu allen Vorstellungen

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