Staatsoper Hamburg: Stilles Meer

Theater, Oper & Ballett

ARCHIV-Inhalt (veröffentlicht: 18.01.2016)

Für den japanischen Komponisten Toshio Hosokawa spiegelt sich die Natur in hörbaren symbolischen Formen. So hat jeder Ton, jede Stille eine spirituelle Evidenz.

Wie schon mit seinem erfolgreichen Oratorium "Voiceless voice in Hiroshima" von 2001, nimmt Hosokawa auch in seiner neuen Oper "Stilles Meer" an der Hamburgischen Staatsoper, japanische Geschichte zum Anlass seiner Komposition und setzt sich mit der Atomkatastrophe von Fukushima auseinander.

Die musikalische Leitung hat der Hamburgische Generalmusikdirektor Kent Nagano. Für die Inszenierung zeichnet der japanische Regisseur Oriza Hirata verantwortlich.

Eine Anhöhe, der Blick weitet sich, das Meer. Claudia steht hier sehr oft, seit vor kurzem ihr Mann Takashi und ihr Sohn Max ums Leben kamen. Laternen auf dem Meer für die Seelen der Toten bedeuten: jeder hat im Tsunami jemanden verloren. Claudias früherer Freund und Vater ihres Sohnes beschwört sie: "Sieh doch die Wirklichkeit". Doch ihre Wirklichkeit sind die Toten, die das Meer nicht hergegeben hat – die Evakuierung verhinderte die Suche. Ein Ritual soll Claudia die Seele ihres toten Kindes sehen lassen, denn sie kann ihn nicht freigeben. Doch das Bild zerrinnt in ihren Armen. "Lasst uns nach Hause gehen, ein jeder zu sich nach Hause", sagt sie.

Vor jeder Vorstellung gibt es eine Werkeinführung jeweils 40 Minuten vor Vorstellungsbeginn in der Stifter-Lounge. "Stilles Meer" wird durch die Ausstellung "Low Tide. Japan nach dem Tsunami mit Fotografien" von Denis Rouvre im Parkettfoyer der Staatsoper begleitet. Weitere Rahmenveranstaltungen:

  • Samstag, 13. Februar 2016, 21.30 Uhr, Foyer der Staatsoper
    Fluchtpunkt Japan – Gesprächsrunde in Kooperation mit der Universität Hamburg mit Oriza Hirata

Musikalische Leitung: Kent Nagano. Inszenierung: Oriza Hirata. Bühnenbild: Itaru Sugiyama. Kostüme: Aya Masakane. Licht: Daniel Levy. Dramaturgie: Janina Zell.

Mit: Susanne Elmark, Mihoko Fujimura, Bejun Mehta, Viktor Rud, Marek Gasztecki und dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg.

Wann?Weitere Vorstellungen: 9./13. Februar 2016, jeweils 19.30 Uhr
Wo?Hamburgische Staatsoper
Eintritt:7,- bis 176,- Euro

Ortsinformationen

Hamburgische Staatsoper GmbH
Große Theaterstr. 25
20354 Hamburg
Telefon: 040 - 35680
Im Zuschauerraum (Parkett) gibt es bei jeder Opernaufführung 4, bei jeder Ballettaufführung 2 Rollstuhlfahrerplätze, der Preis für diese Plätze beträgt 10,- Euro. Das Opernhaus ist mit einem Fahrstuhl ausgestattet, der bis in den 4. Rang fährt. Vor dem Opernhaus stehen in unmittelbarer Nähe zum Eingang in der Großen Theaterstraße 3 Behindertenparkplätze zur Verfügung. Zwei weitere Behindertenparkplätze befinden sich vor der Theaterkasse. Den Inhabern eines Schwerbehindertenausweises ab 80 % bietet die Hamburgische Staatsoper eine Ermäßigung von 50 % auf alle Kartenpreise an. Bei Inhabern eines solchen Ausweises, die einen Anspruch auf eine Begleitperson haben, gewährt die Oper diesen Preisnachlass auch der Begleitung.
Tageskasse: Mo-Fr 10.00 bis 18.30 Uhr, Sa 10.00 bis 14.00 Uhr, sonn- und feiertags kein Verkauf. Abendkasse: 90 Min. vor Vorstellungsbeginn Schriftliche Bestellung ist für die gesamte Spielzeit möglich.

Anfahrt


Anzeige