arabesques 2018 – Deutsch-Französisches Kulturfestival

Konzerte

Kulturfestival arabesques 2018, © Elke Ehninger

Kulturfestival arabesques 2018, © Elke Ehninger

In einer Zeit, in der die Europaskepsis blüht und sich der Populismus in der Mitte der Gesellschaft einen festen Platz geschaffen hat, treffen sich beim siebten Deutsch-Französischem Kulturfestival arabesques vom 22. Januar bis 25. Februar 2018 deutsche und französische Künstler in und um Hamburg.

Unter dem Thema "Gegenwelten – repenser le monde" begeben sich die Künstler in über 30 Veranstaltungen – von Neuer Musik, Film, Debatten bis hin zu Tanz und Chanson – auf Spurensuche nach Möglichkeiten, die Demokratie mit utopischen Ideen aufzufrischen und eine geteilte Vision von Gemeinschaft zu finden, die von Verantwortung statt Spaltung, von Diversität und Offenheit geprägt ist.

60 Jahre Städtepartnerschaft Hamburg Marseille

2018 ist ein bedeutsames Jahr für die deutsch –französische Freundschaft: Das  Ensemble arabesques eröffnet am Montag, 22. Januar 2018, mit den "Chants paysans" nicht nur das Festival, sondern auch das Jahr der französischen Sprache und das 60. Jubiläumsjahr der Städtepartnerschaft Hamburg – Marseille. Solisten der Hamburger Staatsoper und Solisten des Institut des vents français Marseille spielen dabei Werke Hamburger und Marseiller Komponisten, die sich dem Thema kulturelle Identität und kollektives Gedächtnis widmen.

Am Sonntag, 28. Januar 2018, geht es weiter mit Neuer Musik von Thierry Pécou und dem Ensemble Variances: Das Konzert "Instants ludiques – Spielerische Augenblicke"  ist Teil des Projektes "Confluences – neue Räume komponieren", das arabesques ins Leben gerufen hat, um in innovativen Musikvermittlungsprojekten zeitgenössische Komponisten und Ensembles in den Dialog mit Nachwuchsmusikern treten zu lassen.

Eine bessere Welt – alles nur Utopie?

Ein starkes, einiges, demokratisches Europa ist möglich, aber es setzt den Mut zur Verständigung und Gestaltung voraus. Am Mittwoch, 7. Februar 2018, diskutieren unter anderen Dr. Valérie Igounet, Expertin für den Front National, und  Dr. Ronja Kempin von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin über das Erstarken des Front National in Frankreich und der AFD in Deutschland und suchen nach einem politischen Erfolgskonzept gegen Wutbürger und Populismus.

Dass eine nachhaltige Welt keine Utopie ist, zeigt am Sonntag, 11. Februar 2018, der Dokumentarfilm "Demain", in dem Projekte und Initiativen vorgestellt werden, die demokratische Ideen, ökologische und wirtschaftliche Lösungen bereits schon heute umgesetzt haben.

Damit sich zwei Nationen verstehen, sind sogenannte "Mittler" nötig. Bei dem Autorengespräch "Im Schatten der Versöhnung" am Dienstag, 20. Februar 2018, untersuchen Prof. Dr. Nicole Colin, Professorin für Neuere deutsche Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität Aix-Marseille, und Dr. Joachim Umlauf, Direktor der Goethe-Institute Lyon und Marseille, deutsch-französische Kulturmittler im Kontext der europäischen Integration.

Rap, Makossa und ganz viel Chanson

Auch das frankophone Afrika ist zu Gast bei arabesques: Der Pariser Rapper MHD, der in Frankreich über Nacht zum Superstar wurde, begeistert am Dienstag, 20. Februar 2018, mit seinem "Afro-Trap", einer Mischung aus afrikanischer Musik und HipHop, die Besucher in der Fabrik.

Heiße Rhythmen gibt es am Freitag, 23. Februar 2018, wenn René Tenenjou mit seiner Band Gospel, Makossa und Latino-Jazz spielt und DJ. St. Tonaire zur Abschlussparty nach der "discothèque française fantastique" seinen "french caribbean club" auflegt.

Und natürlich dürfen französische Chansons nicht fehlen: La Petite Semaine aus der Bretagne versprühen Optimismus und laden gleichzeitig mit ihren von Reisen inspirierten Chansons zum Nachdenken ein. Les Maries interpretieren facettenreich Lieder über die Liebe, Véronique Elling präsentiert Chansons, die nach den Sternen greifen und Mélinée singt "chansons mélancomiques".

Eine Gruppenausstellung von zehn Hamburger Illustratoren zum Thema "Gegenwelten" und Grenzen überschreitende Orgelmusik runden das vielseitige Programm ab.

Großes Abschlusskonzert mit Tanz und Video

Den klassischen und zugleich hochkarätigen Abschluss von arabesques 2018 am Sonntag, 25. Februar 2018, bildet das interaktive Musiktheater der Hamburger Komponistin Shiwen Wang mit dem Titel "Der Mythos des Sisyphos" nach Motiven von Albert Camus. Zu einer Videoprojektion und den Klängen des Ensemble Volans unter der Leitung von Michael Heupel tanzt Charlotte Virgile, französische Gast-Tänzerin am Tanztheater Wuppertal Pina Bausch.

Weitere Infos zu dem Kulturfestival unter: www.arabesques-hamburg.de

Wann?22. Januar bis 25. Februar 2018
Wo?Programmübersicht mit allen Veranstaltungsorten
Eintritt:je nach Veranstaltung
Karten:Festivalkarten hier online bestellen, per E-Mail, bei der Konzertkasse Gerdes telefonisch unter 0 40/45 33 26 oder 0 40/44 02 98 sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen

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