Elbphilharmonie-Konzerte: Vorverkauf hat begonnen

Konzerte

ARCHIV-Inhalt (veröffentlicht: 17.06.2016)

Große und auch ungewöhnliche Namen wie Jonas Kaufmann, die Einstürzenden Neubauten, Cecilia Bartoli, das Chicago Symphony Orchestra, die Kings of Convenience, Brian Eno, Sasha Waltz, Paolo Conte und John Malkovich erwarten die Hamburger in der Eröffnungssaison der Elbphilharmonie 2016/2017. Am Montag, 20. Juni 2016, hat der Vorverkauf der Einzeltickets begonnen. Karten für die Elbphilharmonie-Konzerte können Sie direkt hier bestellen.

Hochkarätig, vielfältig und offen für alle – so soll die erste Saison des neuen Konzerthauses an der Elbe sein. Ein guter Anfang wird mit den Eröffnungskonzerten am 11. und 12. Januar 2017 gemacht: es gibt keine Karten im Vorverkauf, dafür werden für beide Konzerte je 1.000 Eintrittskarten verlost. Anmeldungen sind bis zum 7. Juli 2016 unter ticketverlosung.elbphilharmonie.de möglich. Die beiden Konzerte des NDR Elbphilharmonie Orchesters unter der Leitung von Thomas Hengelbrock warten mit einer Sängerbesetzung von Weltrang auf: Anja Harteros, Wiebke Lehmkuhl, Philippe Jaroussky, Jonas Kaufmann und Bryn Terfel sind zu Gast.

Die Elbphilharmonie Hamburg will nicht nur dank der bereits ab 4. November 2016 öffentlich zugänglichen Plaza mit 360° Panorama über Hafen und Stadt ein "Haus für alle" sein, sondern vor allem durch die Vielfalt, Zugänglichkeit und Qualität des Konzertprogramms zu günstigen Eintrittspreisen und mit rund 450.000 verfügbaren Karten allein in der Eröffnungssaison bis Juli 2017. In diesen ersten sechs Monaten werden über 200 Konzerte im Großen Saal, für dessen perfekte Akustik die Architekten Herzog & de Meuron mit dem renommierten Akustiker Yasuhisa Toyota zusammen arbeiteten, und 100 Konzerte im Kleinen Saal die Vielfalt des Programms erlebbar machen.

Ein dreiwöchiges Eröffnungsfestival lädt vom 11. bis 29. Januar 2017 ein, die Vielfalt des künftigen Elbphilharmonie-Programms zu entdecken, spektakulären Namen wie das Chicago Symphony Orchestra oder die Einstürzenden Neubauten stehen genauso auf dem Programm wie die klassische Musik Indiens und ein Familientag für Groß und Klein.

Viel Platz räumt das Programm zudem zeitgenössischer Musik ein. So gibt es in der Eröffnungssaison eine ganze Reihe von Uraufführungen von Werken bedeutender heute lebender Komponisten. Dass das Haus nicht für Klassik allein offen ist, belegt die Fülle an Konzerten aus dem Bereich Jazz und World Music:

Festivals

Das strukturelle Gerüst der Konzertsaison besteht aus einer dichten Abfolge von Festivals, die mittels ihrer musikalischen, ästhetischen, geschichtlichen und auch politischen Schwerpunkte das Konzertprogramm in der Lebenswirklichkeit der Gesellschaft verorten: Nach dem dreiwöchigen Eröffnungsfestival nehmen mit "Salam Syria" (16. bis 18. März 2017), "New York Stories" (30. März bis 4. April 2017), "Transatlantik" (12. bis 17. April 2017) und dem vom NDR Elbphilharmonie Orchester beigesteuerten "Into Iceland" (9. bis 11. Februar 2017) vier der Festivals unmittelbar auf Orte Bezug: auf Syrien, New York, den transatlantischen Raum zwischen Europa, Afrika, den USA und Südamerika sowie auf Island.

Auch "Maximal Minimal" (11. bis 13. Mai 2017) entpuppt sich bei näherer Betrachtung als Hommage an die Neue Welt: Denn es waren die USA, wo mit der Minimal Music ab den 1960er-Jahren eine komponierte Musik zwischen Mathematik und Trance entstand, die vielen Menschen erstmals das Hören diffiziler Partituren näherbrachte.

Orchester aus Hamburg und aus aller Welt

Neben den drei Orchestern der Stadt gastieren in der kommenden Saison 15 weltbekannte Ensembles aus Europa und den USA in Hamburg. Die Spitzenensembles aus Chicago, London, Mailand und Wien, aus Berlin, Dresden und Prag, aus New York, Rotterdam und München kommen nahezu ausnahmslos mit ihren Chefdirigenten. Drei der Orchester (Chicago Symphony Orchestra, Wiener Philharmoniker und New York Philharmonic) kommen gleich mit zwei Programmen in die Elbphilharmonie, das Orquesta Sinfónica Simón Bolívar aus Caracas mit seinem charismatischen Chefdirigenten Gustavo Dudamel wird bei seiner Residenz im Frühjahr (19. bis 23. März 2017) unter dem Motto "¡Viva Beethoven!" an fünf Abenden alle neun Sinfonien Beethovens aufführen.

Große Stimmen, viele Stimmen

Liebhaber großer Stimmen erleben bereits in den Eröffnungskonzerten am 11. und 12. Januar 2017 mit Anja Harteros, Wiebke Lehmkuhl, Philippe Jaroussky, Jonas Kaufmann und Bryn Terfel eine Sängerbesetzung von Weltrang. "La Cenerentola" (13. Februar 2017) bringt Cecilia Bartoli in die Elbphilharmonie, in einer szenischen Aufführung von Benjamin Brittens "Curlew River" (28. Februar 2017) ist Ian Bostridge zu erleben, als Ariodante in Händels gleichnamiger Oper Joyce DiDonato. Von Haydns "Schöpfung" über Arnold Schönbergs "Moses und Aaron" (28. Januar 2017) und dessen "Gurre-Lieder" (18./19. Juni 2017) bis zu Gustav Mahlers 8. Sinfonie erklingen viele gleichermaßen großartige wie groß besetzte Werke mit Vokalisten.

Jazz, World Music, Klassik der Welt & Pop

Ob John Zorn oder Brad Mehldau, Branford Marsalis oder Chick Corea, ob Mariza oder Tomatito, Anoushkar Shankar oder The Gloaming: Auch die großen Namen des Jazz und der Weltmusik gehören unbedingt ins Programm der Elbphilharmonie, ebenso wie die Einstürzenden Neubauten, Paolo Conte, die Kings of Convenience oder Anohni, die für die Elbphilharmonie ein neues Projekt mit dem New Yorker Ensemble yMusic entwickelt.

"Konzerte für Hamburg"

Beleg der fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen der Elbphilharmonie Hamburg und ihrem Residenzorchester sind die "Konzerte für Hamburg", die das NDR Elbphilharmonie Orchester unter seinem Chefdirigenten Thomas Hengelbrock bzw. dem Ersten Gastdirigenten Krzysztof Urbanski in zwei Etappen bestreitet (31. Januar bis 19. Februar und 21. bis 25. Juni 2017). Das Besondere dabei: Die Konzerte dauern rund eine Stunde, sind zu besonders günstigen Ticketpreisen zu besuchen, pfeifen auf den vermeintlich obligatorischen Dresscode bei klassischen Konzerten, ohne jedoch auf die Qualität der Musik und ihrer Interpretation zu verzichten. Die Karten gehen ab 4. Oktober 2016 in den Verkauf.

Extras

Vier Ereignisse, die weit über das rein Musikalische hinausweisen: Brian Eno, britische Musiker- und Produzentenlegende, verwandelt mit seiner Installation "The Ship" parallel zur Plaza-Eröffnung Anfang November 2016 die Kaistudios in ein Klanglaboratorium. Die weltberühmte Choreografin Sasha Waltz erobert mit ihrer Compagnie und musikalischen Gästen kurz vor der offiziellen Eröffnung für ein paar Abende im Januar 2017 die Foyers der Elbphilharmonie. Die katalanischen Musiktheatermacher La Fura dels Baus, immer für eine groß dimensionierte Überraschung gut, nehmen sich im Rahmen von "Theater der Welt" Haydns "Schöpfung" an (5./6. Juni 2017) an. Und der US-Schauspieler John Malkovich, der in der Vergangenheit mit zwei seiner unvergleichlichen musikalisch-theatralischen Phantasiestücke in Hamburg zu erleben war, präsentiert im bewährten Team mit Michael Sturminger und Martin Haselböck seine brandneue, von der Elbphilharmonie in Auftrag gegebene Produktion "Call Me God" (8. bis 10. März 2017).

Karten für die Elbphilharmoniekonzerte

Für die Eröffnungskonzerte am 11. und 12. Januar 2017 gibt es keine Karten im Vorverkauf, es werden je 1.000 Eintrittskarten pro Konzert verlost. Anmeldungen sind bis zum 7. Juli 2016 auf www.elbphilharmonie.de möglich.

Einzelkarten für die Saison 2016/17 gehen ab dem 20. Juni 2016 in den Verkauf. Abonnements sind bereits erhältlich. Karten für die "Konzerte für Hamburg" werden ab dem 4. Oktober 2016 verkauft.

Das vollständige Programm der Elbphilharmonie finden Sie hier.

Ortsinformationen

Elbphilharmonie Hamburg
Am Kaiserkai
20457 Hamburg

Anfahrt


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