Kinoabende zum Regenwald im Zoologischen Museum

Kino

Der Schamane und die Schlange, Pressefoto

Der Schamane und die Schlange, Pressefoto

Am Mittwoch, 17. Januar 2018, und Donnerstag, 18. Januar 2018, zeigt das mobile Kino in Zusammenarbeit mit dem Centrum für Naturkunde der Uni Hamburg den Film "Der Schamane und die Schlange".

Zusammen mit dem Centrum für Naturkunde der Uni Hamburg lädt das mobile Kino nach einem Jahr wieder in die umgestaltete und ergänzte Ausstellung im Zoologischen Museum im Grindelviertel ein. Es hat sich viel getan: Im neuen Foyer mit Eingang zur Bundestraße ist u. a. ein 20 Meter langer Finnwal zu sehen. Und es gibt eine spannungsreiche Sonderausstellung.

Das CeNak zieht eine Verbindung zwischen dem Film und der Sonderausstellung "Verschwindende Vermächtnisse: Die Welt als Wald" im Zoologischen Museum und gibt einen kleinen Einblick in aktuelle Forschungsprojekte in den Tropen.

Die im Film und in der Ausstellung thematisierten tropischen Regionen sind für die Wissenschaftler des CeNak auch Ziel aktueller Expeditionen. Vor Filmbeginn gibt Prof. Dr. Alexander Haas, Abteilungsleiter Herpetologie und Ornithologie im CeNak, einen Einblick in seine Forschungsreisen nach Borneo.

Informationen zum gezeigten Film

Der Film basiert auf den Tagebüchern des deutschen Anthropologen und Forschungsreisenden Theodor Koch-Grünberg und des US-amerikanischen Biologen Richard Evans Schultes und ging 2016 als kolumbianischer Beitrag ins Oscar-Rennen.

Regisseur Ciro Guerra fängt in magischen Schwarz-Weiß-Bildern die mythische Atmosphäre der Regenwälder ein und beschreibt in zwei Zeitphasen die Entwicklung vom Naturparadies zu dem von Kolonialmächten stark gezeichneten Lebensraum Regenwald.

Im Mittelpunkt der Erzählung steht der Schamane Karamakate, der mit den Forschern das Amazonas-Gebiet bereist. Er ist der letzte Überlebende seines Stammes. Eindrücklich zeigt der Film, wie mit Karamakate auch das Wissen um die Traditionen seines Volkes unwiederbringlich verloren geht.

Zur Sonderausstellung "Verschwindende Vermächtnisse: Die Welt als Wald"

Ähnlich wie der Film schlägt auch die aktuelle Sonderausstellung eine Brücke zwischen den Forschungsreisen in die Tropen Mitte des 19. Jahrhunderts und der Zerstörung des Lebensraums Regenwald im Anthropözan.

"Verschwindende Vermächtnisse" verbindet eine historische Themenausstellung mit einem raumfüllenden Kunstereignis und setzt audiovisuelle Installationen, Fotografien, Filme und Skulpturen zeitgenössischer Künstler in einen Dialog mit Exponaten aus den wissenschaftlichen Sammlungen.

17 zeitgenössische Künstler folgen den Spuren des Naturforschers Alfred Russel Wallace (1823 – 1913) zu den Hot Spots der Artenvielfalt in Südostasien und Südamerika. Sie ziehen Linien von der Entdeckung der Welt bis zur Zerstörung des Lebensraumes für Tiere und Pflanzen.

Anlass der Ausstellung ist der 160. Jahrestag der Veröffentlichung der Darwin-Wallace-Papiere, einer der zentralen Abhandlungen der Biologie. Gezeigt werden naturkundliche Objekte und historische Dokumente zu Alfred Russel Wallaces bedeutenden Expeditionen Mitte des 19. Jahrhunderts.

Neue Filmarbeiten, raumfüllende Installationen, Skulpturen und Fotografien von namhaften zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern befragen das Erbe des europäischen Kolonialismus in den Tropen und setzen sich mit den teilweise radikal veränderten Landschaften Amazoniens und des Malaiischen Archipels auseinander.

Die Sonderausstellung ist bis zum 29. März 2018 im Centrum für Naturkunde (CeNak) der Universität Hamburg zu sehen.

Wann?17.  und 18. Januar 2018, Einlass 18.30 Uhr, Filmbeginn 20.00 Uhr
Wo?Centrum für Naturkunde (CeNak) der Uni Hamburg
Einlass:Karten ab 10,- Euro könnten unter E-Mail reservierungen@flexiblesflimmern.de bestellt werden

Ortsinformationen

Zoologisches Museum
Martin-Luther-King-Platz 3
20146 Hamburg
Telefon: 040 - 428382276

Öffnungszeiten

Di-So 10:00-17:00

Barrierefreiheit

teilweise behindertengerecht

Für Rollstuhlfahrer zugänglich

Anfahrt


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