dokumentarfilmwoche hamburg

Kino

ARCHIV-Inhalt (veröffentlicht: 04.04.2016)

Vom 6. bis 10. April 2016 zeigt die dokumentarfilmwoche hamburg in ihrem 13. Jahr in Metropolis, B-Movie, Lichtmeß und Gängeviertel eine Auswahl der besten und außergewöhnlichsten aktuellen Dokumentarfilme.

Die Produktionen erlauben im Großen und im Kleinen einen Blick auf die Befindlichkeit unserer Gesellschaft. Sie greifen wichtige Themen wie Arbeit, Flucht/Migration und Sinnsuche auf oder werfen einen Blick zurück, um Erinnerungsbruchstücke zu einem Ganzen zusammenzusetzen.

Besonders wichtig ist der Fokus auf Filme aus Hamburg, erkennbar an dem Label dokland hamburg. Der Kiezfilm "Manche hatten Krokodile", das freundlichmorbide Dorfporträt "Wenn man sie bedauert, können sie schlecht sterben", die Kurzfilme aus dem HFBK-Umfeld und ein Harburg-Doppelspecial mit zwei raren Filmen von Hanne Darboven und Klaus Wildenhahn zeigen, dass die Hamburger Dokumentarfilmlandschaft äußerst vielfältig und umtriebig war und ist.   

Am Mittwoch, 6. April 2016, wird die 13. dokumentarfilmwoche um 20.00 Uhr mit der Weltpremiere "Dahlienfeuer" in Anwesenheit des Regisseurs Stefan Hayn ("Straub") feierlich im Metropolis eröffnet. In seinem Film fühlt Hayn den Besuchern einer Gartenausstellung in Berlin-Neukölln – mit äußerst höflichen Fragen – auf den Zahn und fängt so neben beeindruckender Blütenpracht auch auf nonchalante Weise die Befindlichkeit einer Nation in Zeiten großer Veränderungen ein.  

Die Retrospektive widmet sich in diesem Jahr dem chinesischen Dokumentarfilmer Wang Bing, der mit seinen ausdauernden und einfühlsamen Beobachtungen einfacher Menschen in einem sich in Windeseile verändernden Land zu einer Größe des Weltkinos avancierte. Kurator Jens Geiger (Filmfest Hamburg) begleitet das Programm und begrüßt u. a. Wangs langjährige Produzentin Kong Lihong. Ein Highlight am Festivalsonntag: im B-Movie wird Wangs eindrucksvolle neunstündige Dokumentation "Tie Xi Qu – West of the Tracks" gezeigt. 

Der zentrale Festival-Ort ist erstmalig das Gängeviertel. Das Festivalcafé mit Infocounter befindet sich in der Galerie Raum linksrechts und ist zentrale Anlaufstelle und Treffpunkt. Auch eine Videoinstallation von Wang Bing ist hier zu sehen. Als neuer Spielort im Viertel dient die frisch sanierte Fabrique, in der eigens ein Kino aufgebaut wird.

Wann?6. bis 10. April 2016
Wo?Gängeviertel, Metropolis, B-Movie und Lichtmeß
Eintritt:Einzelkarten 7,50 Euro, ermäßigt 5,50 Euro, 6er-Festivalkarte 35,- Euro
Programm:Das detaillierte Programm der dokumentarfilmwoche hamburg.

Metropolis Kino  Mehr Adress-Informationen

Kleine Theaterstraße 10
20354 Hamburg

Lichtmeß  Mehr Adress-Informationen

Gaußstr. 25
22765 Hamburg

B-Movie  Mehr Adress-Informationen

Brigittenstraße 5
20359 Hamburg

Gängeviertel  Mehr Adress-Informationen

Valentinskamp 39
20355 Hamburg

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