Galerie 7Türen präsentiert "Henrik Eiben: Crush on You"

Ausstellungen & Museen

ARCHIV-Inhalt (veröffentlicht: 22.08.2016)

Zum Saisonauftakt bittet die Galerie 7TÜREN erstmals zeitgleich mit den Galerien der Fleetinsel zur Vernissage.  Die Ausstellungseröffnung findet am 8. September 2016 um 18.00 Uhr statt. Noch bis zum 30. September 2016 sind die Werke von Henrik Eiben, Janus Hochgesand und Lukasz Furs zu sehen. Alle Künstler sind während der Vernissage anwesend.

Die 2013 gegründete Galerie hat sich zum Ziel gesetzt, junge, vielversprechende Absolventen renommierter, deutscher Hochschulen zu präsentieren und zu fördern. Der Focus liegt auf der langfristigen Zusammenarbeit mit einem fest umrissenen Künstlerstamm. Mit Henrik Eiben präsentiert die Galerie erstmals einen bereits etablierten Vertreter der zeitgenössischen Kunst.

"Henrik Eiben rief und seine Freunde kamen", diesem Ansatz folgt die Ausstellung. Henrik Eiben hinterfragt mit seinen vielschichtigen Arbeiten den Formenkanon der Minimal Art auf subtile und zugleich leichtfüßige Weise. Seine Kompositionen zeugen von einem außerordentlichen Feingefühl für Form, Farbe und Material und reichen von der raumgreifenden Aluminiumskulptur bis zur feinen Papierarbeit. Ursprünglich von der Malerei kommend, haben sich seine Arbeiten in den dreidimensionalen Raum entwickelt. Einzig der Aquarellmalerei widmete er sich über alle Jahre hinweg. Für ihn ist sie sein "Lab", in dem er forscht und experimentiert. Aus diesem Grund erschließt sich dem Betrachter über diese Werkgruppe der persönlichste Einblick in sein Schaffen. Weitere Arbeiten im Rahmen dieser Gruppenausstellung sind seine neuesten Siebdrucke und Zeichnungen.

Janus Hochgesand und Lukasz Furs Arbeitsprozesse verliefen entgegengesetzt. Hochgesand hat Bildhauerei studiert. Zunächst an der Kunstakademie Karlsruhe bei Andreas Slominski, dann an der Städelschule in Frankfurt bei Tobias Rehberger, dessen Meisterschüler er war. Stipendien führten ihn unter anderem an die Esmeralda Escuela Nacional de Pintura, Escultura y Grabado in Mexico City und an die Cité Internationale des Arts in Paris. Seine installativen Plastiken zeigte er in mehreren Ausstellungen im In- und Ausland.

Seit 2014 widmet er sich der Malerei und untersucht dabei die Eigenschaften der einzelnen Materialien, bringt Farbe in unterschiedlichen Zuständen auf den Bildgrund: mal dick und pastos, mal lasierend oder als Farbstaub aufgesprüht. Er experimentiert mit verschiedenen Trägermaterialien, mengt Sand unter, legt die Leinwand auf den Boden und verteilt die Farben, indem er spachtelt, rakelt, wischt, spritzt und schüttet. So entstehen spannungsreiche Gemälde, bei denen Zartes und Flüchtiges wie Pigmentstaub mit postosen breitpinseligen Farbflächen, gedeckte Erdtöne mit lebhaften Farbtönen kontrastieren. Lukasz Furs Arbeiten sind geprägt von Gegenständen des täglichen Lebens, des Vandalismus und tragen Bezüge zur Kunstproduktion in sich. Er arbeitet medienübergreifend mit einem konzeptionellen Ansatz. Sein Werk zeigt nie die komplette Struktur. Indem er die Mehrdeutigkeit und Herkunft durch Kopien und Variationen examiniert, versucht er eine große Anzahl von Gegenständen in einer vielschichtigen Art und Weise Geltung zu verschaffen.

Die Galerie präsentiert zwei Werkgruppen des Künstlers, UV-Prints mit Bezügen zum urbanen Raum und eine Wandinstallation. Furs studierte von 2006 bis 2015 freie Kunst bei Professor Anselm Reyle, Professor Olaf Holzapfel und Professor Gereon Krebber an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg.

Wann?9. bis 30. September 2016
Vernissage: 8. September 2016, 18.00 Uhr
Wo?Galerie 7TÜREN, Neustädter Straße 48, 20355 Hamburg
Eintritt: frei

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