Ausstellung "Schattenseiten der Großstädte"

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Schattenseiten der Großstädte, © Christian Eckhoff/Leben im Abseits e. V.

Schattenseiten der Großstädte, © Christian Eckhoff/Leben im Abseits e. V.

Am Freitag, 25. Mai 2018, eröffnet Susanne Groth, Autorin des Bildbands "Abseits – Vom Leben am Rande der Gesellschaft in Hamburgs Mitte" im gemütlichen Café du Port in Hamburg St. Pauli die Ausstellung der Fotos, die während einer Reise durch Deutschland aufgenommen wurden. Die Bilder zeigen die Schattenseiten der Großstädte – die Schlafplätze von obdachlosen Menschen in unterschiedlichen Orten.
 
Circa 860.000 Menschen sind in Deutschland ohne Wohnung. Die Tendenz ist steigend und laut Prognosen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe könnte sich diese Zahl im Jahr 2018 auf über 1.200.000 Menschen erhöhen. Was bedeutet es, ein Leben auf der Straße zu fristen? Darüber machen sich die wenigsten Menschen Gedanken. Ein Leben unter freiem Himmel, ohne Dusche und WC, ohne Privatsphäre und Rückzugsmöglichkeit ist alles andere als romantisch. Hinzu kommt die Gefahr, denn auf der Straße sind diese Menschen nie in Sicherheit. "Immer wieder sorgen gewalttätige Übergriffe auf Obdachlose für Schlagzeilen", sagt Susanne Groth.

Auf der Straße haben wohnungslose Menschen täglich mit Verdrängung oder Nichtbeachtung zu tun. Im öffentlichen Raum gibt es immer wieder Bestrebungen, diese Menschen zu vertreiben. Es gibt Bundes- und Landesgesetze, nach denen Betteln zum Stadtbild gehört und solange es sich nicht um aggressives Betteln handelt, erlaubt ist. In den Städten gibt es aber auch Verordnungen, die z. B. besagen, dass sich "Platten" nicht in den Innenstadtbereichen befinden dürfen.

Die Metropolen Hamburg, Berlin, Frankfurt und Köln sind laut Aussagen von wohnungslosen Menschen die Städte, die einen annähernd humanen Umgang mit Obdachlosen pflegen. Auch sind in diesen Städten die Hilfsangebote von privaten, kirchlichen oder städtischen Einrichtungen recht groß. Trotzdem vermehren sich auch hier die "Platten" und das unwürdige Leben auf der Straße ständig.

Gemeinsam mit Doris Glass und Christian Eckhoff hat Susanne Groth den Verein Leben im Abseits e. V. gegründet. "Wir leisten Aufklärungsarbeit zum Thema Obdachlosigkeit, berichten von den unterschiedlichsten Hilfsangeboten für Obdachlose, unterstützen gemeinnützig tätige Einrichtungen für Bedürftige und Obdachlose mit Zeit-, Sach- und Geldspenden, bilden eine Vernetzung der unterschiedlichen Hilfsgruppen und schließen Kooperationen. Wir halten Lesungen und führen Ausstellungen, Seminare und Schulungen durch. Hauptsächlich versuchen wir aber, Berührungsängste im Umgang mit Obdachlosen und Bedürftigen abzubauen", erklärt Susanne Groth. 

Weitere Informationen unter: www.leben-im-abseits.de

Wann?Eröffnung am Freitag, 25. Mai 2018, 18.00 Uhr, Ausstellung läuft bis 28. Juli 2018
Wo?Café du Port
Eintritt:frei

Ortsinformationen

Café du Port
Hein-Hoyer-Str. 56
20359 Hamburg

Öffnungszeiten

Mo:
9.00 - 19.00 Uhr
Di:
9.00 - 19.00 Uhr
Mi:
Ruhetag Uhr
Do:
9.00 - 19.00 Uhr
Fr:
9.00 - 20.00 Uhr
Sa:
9.00 - 20.00 Uhr
So:
9.00 - 19.00 Uhr

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