Made auf Veddel feiert sein 10-jähriges Jubiläum

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ARCHIV-Inhalt (veröffentlicht: 28.11.2018)

Made auf Veddel, der gemeinnützige Verein, der von der Designerin Sibilla Pavenstedt gegründet wurde, feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum.

Am Sonntag, 2. Dezember 2018, findet abermals der Goldene Salon statt. Der Charity-Abend zelebriert in diesem Jahr das zehnjährige Jubiläum des Vereins Made auf Veddel.

Zu Ehren des sozialen Projektes wird im Hamburger Tortue Hotel gefeiert. Der Verein Made auf Veddel fördert Frauen mit Migrationshintergrund, die hier nicht nur ihrer wunderschönen Handarbeit nachkommen, sondern zugleich einen Mehrwert für ihre Integration schaffen, indem sie an Deutschkursen teilnehmen und ein selbstbestimmteres Leben führen können.

Sie übersetzen ihr besonderes Können in Haute Couture und erschaffen somit Unikate, die so individuell sind, wie die Menschen, die sie tragen – und das seit mittlerweile zehn Jahren. Mehr als 35 Frauen haben seit 2008 in dem Verein der Hamburger Designerin Sibilla Pavenstedt gearbeitet und hier nicht nur an Eigenständigkeit gewonnen, sondern darüber hinaus auch Menschen miteinander verbunden. Das Projekt steht ganz klar für Wertschätzung, Gemeinschaft und die Integration ausländischer Frauen.

Die Arbeit der Damen und das zehnjährige Bestehen von Made auf Veddel soll nun im Rahmen des Goldenen Salons gefeiert werden. Hierzu wird ein Charity-Dinner veranstaltet, das einen einzigartigen Abend mit künstlerischer Modeinszenierung, kulinarischen Köstlichkeiten und kulturelle Höhepunkte bietet, moderiert von Johanna Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha Herzogin zu Sachsen. Es wird einen Live-Act mit Jane Comerford und eine Soundinstallation des Künstlers Fabian Grobe geben. Durch das Engagement des Vereins werden Menschen über alle Grenzen hinweg miteinander verbunden.

Neben einem gesetzten Essen und exklusivem Menü werden die Kollektionen, die im Veddeler Atelier entstehen, künstlerisch in Szene gesetzt. Künstlerin und Designerin Sibilla Pavenstedt schafft in ihrer Funktion als Initiatorin der Veranstaltung und Vorsitzende des Vereins eine Symbiose aus Kultur, Mode und Kunst. Der Goldene Salon in Hamburg wird gemeinsam mit verschiedenen Unterstützern und Kooperationspartnern wie z. B. der Starfotografin Esther Haase, der Hamburg Media School, den Gebrüder Heinemann, Ludwig v. Kapff, der Werbeagentur Große Liebe, Andrea Wolf Hairstyling und der PR-Agentur Bebic Media Consulting realisiert, um nur einige Partner zu nennen.

Die bekannte Fotografin Esther Haase hat nur für diesen speziellen Abend das Signature Piece von Made auf Veddel, das goldene Häkelkleid, neu inszeniert. Eines der Fotos wird in der stillen Auktion im Rahmen des Jubiläumsabends zu ersteigern sein. Mit dem Erlös der Auktion werden die Frauen weiter ausgebildet und neue Teilnehmerinnen aufgenommen.

Der Abend mit spannenden Persönlichkeiten und der Austausch zu dem Projekt Made auf Veddel liegt Sibilla Pavenstedt sehr am Herzen. "Seit nunmehr zehn Jahren nutzen wir Mode als Vehikel, eine Verbindung zwischen Menschen über Grenzen hinweg zu ermöglichen und daraus einen nachhaltigen Wert zu schaffen. Für die Mode und vor allem für die Frauen, die mit ihrer traditionellen Handwerkskunst echte Unikate schaffen", so die Hamburger Designerin. Zu den prominenten Gästen gehören u. a. Kent Nagano, Peter Schmidt, Andy Grote, Alexandra von Rehlingen, Esther Haase, Susann Atwell, Katy Karrenbauer, Rüdiger Grube, Katja Weitzenböck, Gloria Bruni und Claus Heinemann, Natalie Jacobs, Marcus Schreiber, Ulike Krages, Regina Burton, André Borchers, Hubertus Meyer-Burckhardt, Anke Degenhard, Max König, Carlo Castro, Johanna Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha Herzogin zu Sachsen und Annika de Buhr.

Made auf Veddel

Der Verein entstand im Jahr 2008 durch eine Initiative der Hamburger Modedesignerin Sibilla Pavenstedt und des Vereins "Förderwerk Elbinseln". Die Idee: Internationale Mode und die Integration ausländischer Frauen elegant miteinander zu verweben. Herzstück ist ein ehemaliges Ladenlokal, in dem sich die Frauen regelmäßig treffen und ausgebildet werden. Für sie geht es dabei nicht nur um das Eintauchen in die Welt der Mode, um Techniken wie Stricken, Häkeln oder Nähen, sondern auch um die Verbesserung von Lebensqualität. Made auf Veddel ist ein Ort, an dem soziale Barrieren überwunden werden und sich berufliche Perspektiven eröffnen. Jedes Stück, welches hier in Handarbeit entsteht, trägt stets ein Etikett mit dem Namen der Frau, die es hergestellt hat – als sichtbares Zeichen für die Freiheit, den eigenen Lebensweg selbst zu bestimmen.

In den Herkunftsländern der Frauen hat Handarbeit eine lange Tradition. Dieses große Talent wird bei Made auf Veddel gefördert. Durch professionelle Ausbildung in der Herstellung hochwertiger Accessoires, Kleidungsstücke und Kollektionen. Ihre Arbeiten können sie im Ausbildungsatelier oder zu Hause erstellen und dabei ihre Zeit frei einteilen. Dies ermöglicht ihnen einen Alltag, in dem Familie und Arbeit vereinbar sind. Dadurch erhalten die Frauen nicht nur eine längerfristige und verlässliche Perspektive, sondern können auch aus eigener Kraft ihr Einkommen erzielen. Einer der schönsten Wege, das Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten zu stärken und die persönliche Eigenständigkeit zu fördern.

Doch auch in anderen Bereichen werden die Frauen unterstützt. Etwa bei der Verbesserung von Deutschkenntnissen. In der Summe geht es um Wertschätzung. Für die geleistete Arbeit. Für jede Idee, die gemeinsam entsteht. Für die Entscheidung, etwas zu verändern. Wertschätzung für die Frauen von Made auf Veddel. In ihrem Alltag, in ihren Familien und der Gesellschaft, in der sie seit vielen Jahren leben.

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