Studierende bespielen Media Wall der Elbphilharmonie

Sehenswertes

Elbphilharmonie Mediawall, © Claudia Höhne

Elbphilharmonie Mediawall, © Claudia Höhne

Am Haupteingang der Elbphilharmonie, hinter den Drehkreuzen vor der großen Rolltreppe, zieht eine Wand aus rund 860.000 Lichtpunkten die Aufmerksamkeit jedes Besuchers auf sich: Die sogenannte Media Wall. Über die 18 mal 5 Meter große Fläche flimmert, ansprechend gestaltet, meist das Konzertprogramm des jeweiligen Abends. Doch von Anfang an diente die Media Wall der Elbphilharmonie auch zur künstlerisch-kreativen Nutzung abseits reiner Information.

In den kommenden Wochen sind dort die Ergebnisse eines spannenden Kooperationsprojekts zwischen zwei Hochschulklassen aus Hamburg und Singapur zu sehen, deren Studenten sich intensiv mit Motion Design befasst haben, insbesondere mit bewegten Bildern, die auf entsprechenden Flächen im öffentlichen Raum ausgespielt werden.

Beide Klassen steuern Arbeiten sowohl für die Media Wall der Elbphilharmonie als auch für die Media Art Nexus in Singapur bei, denn dort steht eine in ihren Dimensionen vergleichbare Medienwand, was den Anlass für die interkontinentale Zusammenarbeit gab. ELMAN heißt das Kunstwort für das Projekt, das Thorsten Bauer, freischaffender Medienkünstler und Kurator der Elbphilharmonie Media Wall, aus den Anfangsbuchstaben der Elbphilharmonie und den Initialen der Media Art Nexus gebildet hat.

Als Gründer des Kollektivs URBANSCREEN im Jahr 2008 und Erschaffer zahlreicher digitaler Medienkunstprojekte weltweit im öffentlichen Raum hat sich Thorsten Bauer ein exzellentes Renommee in seinem Metier erworben. Die Projekte in den jeweiligen Klassen betreuten Prof. Ina Conradi (Singapur) und Prof. Verena Kraemer (Hamburg).

Bereits im vergangenen Juli konnten die Studierenden der University of Applied Sciences Europe – Art & Design Hamburg in einem Testlauf an Ort und Stelle überprüfen, wie ihre am Rechner entwickelten digitalen Bildwelten auf der Media Wall der Elbphilharmonie wirken und was sie an ihren Entwürfen womöglich noch verbessern könnten. Nun sind ihre Arbeiten fertig. Ab sofort werden sie im Wechsel mit den Beiträgen aus Singapur in unregelmäßigen Abständen auf der Media Wall der Elbphilharmonie zu sehen sein. Die acht Installationen, vier aus jeder Stadt, laufen ohne Ton. Der Auftrag an die jungen Gestalter lautete, das Thema Musik auf abstrakte, künstlerische Art visuell zu reflektieren. Die Aufgabenstellung in Singapur folgte dem Begriff "Passing" – bezugnehmend auf den tunnelähnlichen Standort der Fläche auf dem Campus der Nanyang Technological University in Singapur.

"Wir freuen uns sehr, dass wir mit diesem Projekt zum künstlerischen Austausch zwischen jungen Medienschaffenden in Hamburg und in Singapur beitragen können«, sagt Christoph Lieben-Seutter, Generalintendant von Elbphilharmonie & Laeiszhalle, dem Gestaltung und Inhalte der Media Wall sehr am Herzen liegen. Auch mit ihren ausgesprochen variablen digitalen Bildwelten auf der Media Wall zeigt sich die Elbphilharmonie ästhetisch und technisch absolut auf der Höhe der Zeit."

Ortsinformationen

Elbphilharmonie Hamburg
Am Kaiserkai
20457 Hamburg

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