Weltkulturerbe für Genießer – die Speicherstadt

Sehenswertes

Kaffeespeicher in der Speicherstadt, © hamburg-magazin.de

Kaffeespeicher in der Speicherstadt, © hamburg-magazin.de

Wer nach Hamburg kommt, kommt nicht an der Speicherstadt vorbei. Immer noch ist es mit fast 500.000 m² Fläche der größte zusammenhängende Komplex dieser Art. Das und die einmalige Architektur waren Grund genug, dass das Gebiet zwischen Baumwall und Oberhafen zusammen mit dem Kontorhausviertel am 5. Juli 2015 zum UNESCO-Welterbe erklärt wurde.

1883 wurde mit dem Bau der Speicherstadt begonnen. Die vielen Kanäle und die Errichtung auf tausenden Eichenpfählen haben diesem Viertel den Beinamen "Venedig des Nordens" gegeben, wobei Hamburg mit 2.485 Brücken deutlich mehr hat als die Lagunenstadt mit 450.

Die meisten Lager waren mit Tee, Kaffee und Gewürzen gefüllt. So ist es kein Wunder, wenn Genuss immer noch in diesem Viertel großgeschrieben wird, auch nachdem die legendäre Zeit der Handelskontore vorbei ist. Es gibt hier zahlreiche Museen wie das Spicys Gewürzmuseum oder auch das Kaffeemuseum, wo man in eine sinnliche Welt der unterschiedlichsten und exotischsten Gerüche und Geschmäcker eintauchen kann. Hier entdeckt man die unglaubliche Vielfalt der Aromen und der unterschiedlichen Varianten von dem, was man unter einen Begriff wie eben Tee oder Kaffee fasst.

Auf den Geschmack der unterschiedlichen Sorten gekommen, kann man auch Zuhause mehr Abwechslung in die Tasse bringen. Die Gourmesso-Kaffeekapseln bieten Kaffee aus Peru, Kolumbien, Nicaragua, Brasilien, Honduras oder Äthiopien. Jeder hat aufgrund der unterschiedlichen Bohnen, Lagen und des Klimas einen ganz eigenen unverwechselbaren Charakter. Die meisten Kaffees sind zudem fairtrade. Hier kann man sicher sein, dass die Menschen und die Umwelt in den Herkunftsländern gefördert werden, um weiterhin einen gleichbleibenden Genuss zu garantieren. Durch die Versiegelung des Kaffeepulvers direkt nach dem Rösten und Mahlen der Bohnen geht nichts von seinem Geschmack verloren. Das kann dagegen schnell bei offenen Kaffeepackungen passieren und den Genuss trüben.

Wer nach dem Besuch eines der Museen oder nach einer Fahrt durch die Kanäle etwas Abwechslung sucht, der wird sicher ebenfalls in unmittelbarer Nähe fündig. So kann man eine kulinarische Reise unternehmen und die Küchen der Welt entdecken, wie das Ti Breizh Haus der Bretagne.

Aber auch abseits der Speicherstadt hat Hamburg jede Menge zu bieten, nicht nur für Touristen, sondern auch für die Hanseaten selbst. Einen Genuss der anderen Art bietet der St. Pauli Nachtmarkt mit seinem vielfältigen Streetfood, Obst und Gemüse. An Hamburgs längster Freiluft-Tafel kann man jeden Mittwoch bis 22.00 Uhr (April bis Ende September bis 23.00 Uhr) im Kiez regionale, aber auch internationale Spezialitäten genießen. Die Veranstalter lassen sich zudem auch immer wieder etwas einfallen wie das Angrillen, die ersten Austern des Jahres oder Grünkohl statt mit Pinkel mit veganer Wurst.

Von der Speicherstadt läuft man maximal 30 Minuten zum Nachtmarkt, sofern man nicht bei der Elbphilharmonie oder im Portugiesenviertel mit seinen unglaublich vielen Restaurants hängen bleibt.

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