Fassadenreinigung der Galerie der Gegenwart

Rund um die Stadt

Industriekletterer reinigen mit Hilfe der Seilzugangstechnik die Fassade der Galerie der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle, Foto © Kärcher

Industriekletterer reinigen mit Hilfe der Seilzugangstechnik die Fassade der Galerie der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle, Foto © Kärcher

Die Galerie der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle mit ihrem städtebaulich markanten Ort zwischen Binnen- und Außenalster erhält eine umfassende Fassadenreinigung. Die rund zwei Wochen dauernde Reinigungsaktion wird Mitte Juli 2018 abgeschlossen sein.

Das Denkmalschutzamt Hamburg hat zusammen mit der Firma Kärcher verschiedene Verschmutzungsarten an dem geböschten Sockelbau aus rotem, schwedischen Granit und dem quadratischen Aufbau aus hellem, portugiesischem Kalkstein festgestellt und analysiert. Neben den schwarzen Verfärbungen, die durch Emissionsverschmutzungen entstanden sind, ist die Fassade von biogenem Bewuchs wie Algen, Pilzen, Flechten und Moosen sowie durch Ablagerungen von Vogelkot und Stäuben betroffen.

Die Abnahme dieser Verschmutzungen ohne Verlust oder Beschädigung der originalen Bausubstanz erfolgt mit Heißwasser-Hochdruckreinigern in der Dampfstufe. Diese Methode wurde als die beste und schonendste Reinigungsart sowohl für den Granit als auch für den Kalkstein ermittelt. Die Arbeiten werden mit Hilfe der Seilzugangstechnik durch Industriekletterer durchgeführt. Parallel wird der Sockelbereich des Gebäudes vom Boden aus gereinigt. Die Kunsthalle bleibt während der Fassadenarbeiten an der Galerie der Gegenwart uneingeschränkt geöffnet.
 
Das Denkmalschutzamt begleitet die Reinigungsarbeiten mit fachlichen Untersuchungen. Bei den Fassadenplatten aus portugiesischem Kalkstein handelt es sich um ein selten verwendetes Material. So wird das Reinigungsverfahren hinsichtlich der Substanzschonung begutachtet und eine Bewertungsgrundlage für zukünftige Maßnahmen der Fassaden-Pflege geschaffen.
 
Die von Oswald Mathias Ungers (1926-2007) entworfene und zwischen 1993 und 1996 erbaute Galerie der Gegenwart wurde im Februar 1997 eröffnet. Der Kubus erweitert die Ausstellungsfläche der Hamburger Kunsthalle um 5.600 Quadratmeter und ermöglicht die Präsentation von internationaler Gegenwartskunst aus der Sammlung von der Pop Art bis heute sowie regelmäßig stattfindende Sonderausstellungen mit Kunst aus verschiedenen Epochen.
 
Die anspruchsvolle Reinigung erfolgt im Rahmen eines Kultursponsorings der Firma Kärcher. Seit 1980 setzt sich Kärcher kostenfrei für den Erhalt historischer Monumente und Gebäude ein. Bisher konnten weltweit bereits über 140 Denkmäler gereinigt werden. Unter den gereinigten Objekten befinden sich u. a. die Kolonnaden des Petersplatzes in Rom, das Brandenburger Tor in Berlin, die Christusstatue in Rio de Janeiro, die über 3.300 Jahre alten Memnonkolosse im oberägyptischen Luxor und die Präsidentenköpfe am Mount Rushmore.
 
Christoph Martin Vogtherr, Direktor Hamburger Kunsthalle: "Unser Dank gilt der Firma Kärcher, die mit ihrem großen Engagement einen wertvollen Beitrag zum äußeren Erscheinungsbild der Kunsthalle leistet. Zwei Jahre nach der Modernisierung der älteren Gebäudeteile der Hamburger Kunsthalle in 2016 und kurz vor dem 150-jährigen Jubiläum des Museums in 2019 kommt diese Unterstützung zu einem idealen Zeitpunkt für Hamburg und die Kunsthalle."

Ortsinformationen

Hamburger Kunsthalle
Glockengießerwall 5
20095 Hamburg
Telefon: 040 - 428131200

Öffnungszeiten

Di, Mi, Fr, Sa, So 10:00-18:00, Do 10:00-21:00, Jeden Do 19:00 Abendprogramm. Jeden So 11:00 Führung in der Sammlung. Sonderausstellungen mit Sonderführungen.
Für gehbehinderte Besucher stehen kostenlos Rollstühle zur Verfügung. Führungen in Deutscher Gebärdensprache.

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