Made auf Veddel

Rund um die Stadt

Made auf Veddel, Pressefoto

Made auf Veddel, Pressefoto

Die Weltkugel aus Granit hat einen Ehrenplatz im Einkaufszentrum Hanse-Viertel – nun kommt sie "in beste Hände": Die Frauen des gemeinnützigen Vereins Made auf Veddel, initiiert von Sibilla Pavenstedt, umhäkeln im Rahmen eines Projektes die schwimmende Weltkugel unter der gläsernen Kuppel von Hamburgs größter Einkaufspassage. Im Rahmen der Aktion werden auch umhäkelte Christbaumkugeln verkauft, deren Erlös dem Verein Made auf Veddel zu Gute kommt.

Am Donnerstag, 7. Dezember 2017, um 14.00 Uhr werden die letzten Maschen gehäkelt, die die 13 Tonnen schwere und mit einem Durchmesser von 2,11 Meter größte schwimmende Granitkugel Westeuropas in Hamburgs Hanse-Viertel noch bis Ende des Monats umgeben. Vier Frauen des Vereins Made auf Veddel verarbeiten eine Gesamtlänge von gut 63 Kilometern Strickfaden. Unterstützt wird das Vorhaben des Vereins von dem Unternehmen LANG Yarns.

Die Aktion soll ein Zeichen für Weltoffenheit, Vielfalt und Zusammenhalt setzen und aufzeigen, wie eine im Wortsinne vernetzte Welt die Gemeinschaft zwischen verschiedenen Nationen stärkt. Der Ort ist bewusst gewählt, denn das Hanse-Viertel verbindet als weltoffenes Center in der Hamburger Innenstadt seit über 30 Jahren Kulturen miteinander. Somit wird die gut besuchte Einkaufspassage zum Schauplatz der wohl größten Weihnachtskugel der Stadt Hamburg. Ihren umhäkelten Mantel wird die Weltkugel noch bis Heiligabend tragen.

Bei dem karitativen Verein Made auf Veddel arbeiten derzeit rund 15 Frauen aus fünf Ländern zusammen – hier geht es neben der Integration der ausländischen Frauen auch darum, ihnen neue berufliche Perspektiven zu bieten und ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Am Tag der Inszenierung werden auch Sibilla Pavenstedt, Designerin und Gründerin des gemeinnützigen Projektes, sowie Uwe von Spreckelsen, Centermanager des Hanseviertels vor Ort sein.

Die Besucher des Events werden auch an den darauffolgenden Samstagen, 9. und 16. Dezember 2017, zwischen 14.00 und 16.00 Uhr die Möglichkeit haben, individuell umhäkelte Christbaumkugeln zu erwerben. Hier können die Kunden direkt Kugel- und Garnfarbe wählen und ihren persönlichen Baumschmuck bereits kurze Zeit später in ihren Händen halten. Wer nicht warten mag, oder direkt mehrere Kugeln mit den schönen Strickarbeiten mitnehmen möchte, kann diese noch bis Anfang Weihnachten im skandinavischen Einrichtungshaus The Fjord House im Hanse-Viertel erwerben. Auch der Vintage Bike Store Le Vélo unterstützt das Projekt unter der Rotunde des Centers und stellt hierzu ein vom Verein Made auf Veddel umhäkeltes Fahrrad der Zweirad-Manufaktur aus.

"Wir freuen uns sehr, zusammen mit dem Centermanagement des schönen Hanse-Viertels diese künstlerische Aktion umzusetzen, die inmitten der Hamburger Innenstadt ein Zeichen für Menschlichkeit und Zusammenhalt setzt. Gerade zur winterlichen Zeit, die auch immer für Besinnlichkeit steht, ist es wichtig, dass die Welt zusammenhält, Vielfalt gelebt wird und man füreinander da ist", so Sibilla Pavenstedt.

Mit dem Verkauf der umhäkelten Christbaumkugeln wird das Projekt Made auf Veddel unterstützt, um noch weiteren Frauen eine bessere Chance auf Integration und Ausbildung bieten zu können. Der schöne Baumschmuck wird nicht nur vor Ort erhältlich sein, sondern kann auch via www.sibillapavenstedt-shop.de online bestellt werden.

Über Made auf Veddel

Made auf Veddel entstand im Jahr 2008 durch eine Initiative der Hamburger Modedesignerin Sibilla Pavenstedt und des Vereins "Förderwerk Elbinseln". Die Idee: Internationale Mode und die Integration ausländischer Frauen elegant miteinander zu verweben. Herzstück ist ein ehemaliges Ladenlokal, in dem sich die Frauen regelmäßig treffen und ausgebildet werden.

Für sie geht es dabei nicht nur um das Eintauchen in die Welt der Mode, um Techniken wie Stricken, Häkeln oder Nähen, sondern auch um die Verbesserung von Lebensqualität. Made auf Veddel ist ein Ort, an dem soziale Barrieren überwunden werden und sich berufliche Perspektiven eröffnen. Jedes Stück, welches hier in Handarbeit entsteht, trägt stets ein Etikett mit dem Namen der Frau, die es hergestellt hat – als sichtbares Zeichen für die Freiheit, den eigenen Lebensweg selbst zu bestimmen.

In den Anfängen wurde das Projekt von der Internationalen Bauaustellung IBA Hamburg und dem Programm "Stärken vor Ort" unterstützt. Anfang 2010 wurde aus dem Projekt ein eigenständiger Verein, der die Ausbildung und Arbeit der Frauen fördert und ausbaut.

Das Prinzip ist einfach: In den Herkunftsländern der Frauen hat Handarbeit eine lange Tradition. Dieses große Talent wird bei Made auf Veddel gefördert. Durch professionelle Ausbildung der Herstellung hochwertiger Accessoires, Kleidungsstücke und Kollektionen. Ihre Arbeiten können sie im Ausbildungsatelier oder zu Hause erstellen und dabei ihre Zeit frei einteilen. Dies ermöglicht ihnen einen Alltag, in dem Familie und Arbeit vereinbar sind.

Dadurch erhalten die Frauen nicht nur eine längerfristige und verlässliche Perspektive, sondern können auch aus eigener Kraft ihr Einkommen erzielen. Einer der schönsten Wege, das Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten zu stärken und die persönliche Eigenständigkeit zu fördern.

Doch auch in anderen Bereichen werden die Frauen unterstützt. Etwa bei der Verbesserung von Deutschkenntnissen – ein wichtiger Schlüssel für den eigenen Weg. In der Summe geht es um Wertschätzung. Für die geleistete Arbeit. Für jede Idee, die gemeinsam entsteht. Für die Entscheidung, etwas zu verändern. Wertschätzung für die Frauen von Made auf Veddel. In ihrem Alltag, in ihren Familien und der Gesellschaft, in der sie seit vielen Jahren leben.

Die Vereinsgründerinnen sind in unterschiedlichen Berufsfeldern tätig und setzen sich gemeinsam für den Ausbau des Vereins ein. Neben ehrenamtlichen Helfern unterstützen auch Unternehmen und Privatpersonen durch Aufträge sowie Kooperationen die Arbeit von Made auf Veddel.

Ortsinformationen

Hanseviertel
Poststr. 33
20354 Hamburg
Telefon: 040 - 36174350

Öffnungszeiten

Mo-Sa 10:00-20:00

Anfahrt


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