Kran-Restaurierung am Lotsekai in Harburg

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ARCHIV-Inhalt (veröffentlicht: 07.02.2019)

Am Lotsekai in Hamburg-Harburg haben Restaurierungsarbeiten begonnen: Mit dem Projekt "Blauer und Gelber Kran" wird das Ziel verfolgt, zwei Harburger Krane betriebsbereit zu retten und damit dem Hafengebiet seinen industrie-maritimen Charme zu erhalten. In der zweiten Februarwoche wird der Blaue Kran samt Rost abgeholt – und im Frühsommer fertig restauriert wieder aufgestellt. Bis dahin zeugt das Bauschild vom laufenden Projekt.

Drei Jahre hat es gedauert von der Antragstellung bis zur Erledigung aller Formalitäten, die bei Fördermitteln aus Bund und Land notwendig sind. Neben dem "Sonderprogramm Denkmalschutz" des Bundes, zu dem Metin Hakverdi, MdB, den Kontakt vermittelt hat, sind hier das Denkmalschutzamt Hamburg, der Bezirk Harburg und die Hamburger Stiftung Denkmalpflege hervorzuheben.

Was geschieht mit dem Geld? Der Blaue Kran wird fertig saniert werden mit dem Ziel der Wieder-Inbetriebnahme. Allerdings wird die Elektrik dafür zu einem späteren Zeitpunkt nachgerüstet. Der Gelbe Kran, der bereits betrieben wird, wird neuen Bestimmungen angepasst, so dass sein Weiterbetrieb möglich ist. Auch hier wird später mit neuem Geld noch nachgelegt.

Haupt-Auftragnehmer für beide Kran-Restaurierungen ist die Fa. Konecranes, die als Nachfolger der Fa. Peiner (Hersteller des Blauen Krans) sogar noch auf Originalunterlagen aus der Bauzeit zugreifen kann. Die Waage im Gelben Kran wird von Fa. Hamburger Waagenbau wieder betriebsfähig gemacht. Gesteuert wird das Projekt von Gorch von Blomberg, der die Krane bereits seit 2006 begleitet.

Beide Krane werden inzwischen vom Verein Museumshafen Harburg betrieben, der sie für vereinsinterne Tätigkeiten (Boote wassern, Masten setzen) nutzt sowie im Rahmen von Schau-Kranungen auch für andere Lasten einsetzen kann. Der blaue "Peiner W40", dessen Platz prägnant vor hellem Gemäuer am östlichen Ende des Lotsekais ist, musste 2016 wegen der Kaimauersanierung weichen, wird jedoch nach den Restaurierungsarbeiten dort wieder stehen und seine Tätigkeit als "leichter Werft- und Hafenkran" wieder aufnehmen. Die Wiederaufstellung soll bereits im Frühsommer 2019 erfolgen.

Ziel ist, das Ensemble am Lotsekai im öffentlichen Raum weiterzuentwickeln und soweit zu vervollständigen, dass sowohl Hakenbetrieb (Blauer Kran) als auch Schüttgut-Umschlag im Greifer-Betrieb (Gelber Kran) wieder durchgeführt und im Schaubetrieb gezeigt werden können und damit vielen Menschen den Hafentakt näherbringen. Außerdem werden die Krane weiterhin an Veranstaltungen aktiv sein. Somit erinnern diese lebendigen Einrichtungen an die beeindruckende Hafen- und Wirtschaftsvergangenheit, auf die das heutige Harburg aufbaut.

Zwischen den Kranen und auf dem Wasser ist der spannende Raum für verstärkte kulturelle Aktivitäten. Wer hier aktiv werden möchte, wendet sich an die "Kranwerkstatt" im Museumshafen Harburg e. V.. Man trifft sich monatlich zweimal: Zur Besprechung an jedem 2. Dienstag um 19.00 Uhr in der Fischhalle sowie zum Arbeitseinsatz an jedem 3. Samstag um 10.00 Uhr.

Quelle: Gorch von Blomberg/Museumshafen Harburg e.V.

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