1. Gründach für den Jungfernstieg

Rund um die Stadt

ARCHIV-Inhalt (veröffentlicht: 14.07.2016)

Jetzt grünt es auch auf dem Streit's-Haus am Jungfernstieg: Der Jungfernstieg erhielt Mitte Juli 2016 sein erstes Gründach, gefördert von der Umweltbehörde. Der Trend zu bepflanzten Gebäudeflächen hält an: Seit 2014 ist die Fläche der Gründächer in Hamburg um 44 Hektar gewachsen. Bis 2020 will die Stadt eine Million zusätzliche Quadratmeter an Gründachfläche in Hamburg erreichen.

Das Streit's-Haus am Jungfernstieg erhält nach dem Umbau einen attraktiven 500 m² großen Dachgarten mit einer artenreichen Grünfläche, einem großen Holzdeck und gemütlichen Bänken. Alle Bürofenster blicken auf den Innenhof. Die Mieter genießen die grüne Oase in der Metropole und nutzen sie zur Erholung, zum Energie tanken oder um miteinander zu klönen.

Gründächer verbessern das Stadt- und Gebäudeklima und die Naturvielfalt. Sie erschließen als Dachgärten neue Räume für Bewegung und Erholung. Und, ganz wichtig, gerade im Sommer: nach Wolkenbrüchen und Gewittern halten sie viel Regenwasser zurück, in einer Stadt, in der immer weniger Wasser versickern kann. Gründächer lassen das Wasser langsamer abfließen und zeitlich verzögert in die Regensiele gelangen. So vermindern sie die Überlastung des Abwassersystems. Aus diesem Grund sind sie daher eine wichtige Maßnahme in der Anpassung an den Klimawandel mit seinen zunehmenden Starkregenereignissen. 

Aktueller Stand der Gründächer in Hamburg

Insgesamt sind in Hamburg rund 6.300 Dächer mit einer Fläche von 124 Hektar (1.25 Mill m²) begrünt. Ziel der Umweltbehörde ist es, bis 2020 180 Hektar begrünte Dachflächen zu erreichen. Würde man alle 2.800 Hektar Flachdächer Hamburgs begrünen, wären 42 % der Gesamtdachfläche grün.

Wer wird gefördert? Und wie viel gibt es?

Pro Maßnahme gibt es Zuschüsse für Private wie Unternehmen von 30 bis maximal 60 % (Zuschläge u. a. bei: Lage in der inneren Stadt, Aufstellung in Kombination mit Solarmodulen, Dach mit Garten, Sportplatz oder Grünanlage) der Herstellungskosten, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Die Grundförderung startet bei 14,- Euro je Quadratmeter begrünte Fläche und die maximale Förderhöhe beträgt 50.000 Euro je Gebäude. Gefördert werden Dachbegrünungen auf oberirdischen Geschossen von Wohn- und Nichtwohngebäuden, die freiwillig durchgeführt werden und nicht aufgrund rechtlicher Regelungen erforderlich sind.  Die Hamburgische Investitions- und Förderbank berät bei allen Fragen zur Förderung und begleitet Interessenten beim Antragsverfahren. Ansprechpartnerin ist Frau Gebhardt, Telefon: 0 40 / 2 48 46-3 45, Mo-Do, 8.00 bis 16.30 Uhr, Fr 8.00 bis 14.00 Uhr.

Ortsinformationen

Jungfernstieg
20354 Hamburg

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