Love Party – Hate Plastic. FCKSTRAWS

Rund um die Stadt

Love Party – Hate Plastic. FCKSTRAWS, Pressefoto

Love Party – Hate Plastic. FCKSTRAWS, Pressefoto

Green Music Initiative und Clubkinder e. V wollen Deutschland vom Plastikstrohhalm befreien.

Plastik im Trinkwasser Plastik in der Elbe. Plastik in den Weltmeeren. Müll in Korallenriffen, in Walen, Schildkröten, Vögeln und in unserem Körper. Jeden Tag erreichen uns neue Horrorbilder. Immer mehr Länder planen daher, Plastiktüten oder Einweggeschirr zu besteuern. Endlich. Doch Besteuerung und Verbote werden nur die Symptome mindern aber nicht die Wurzel des Problems beseitigen. Konsequente Müllvermeidung ist der Schlüssel. Um dafür zu werben haben sich die Berliner Green Music Initiative und der Hamburger Clubkinder e. V. nun eines Symbols für unnötigen Plastikmüll angenommen.

Unter dem Motto "Love Party. Hate Plastic. #FCKSTRAWS" wollen sie im Rahmen einer mehrstufigen Kampagne erst Hamburg und dann Deutschland vom Plastikstrohhalm befreien. Denn dieser ist mehr als nur ein Symbol für Plastikmüll. Schätzungen zufolge wird in Deutschland jährlich die erschreckende Zahl von ca. 40 Milliarden Strohhalmen verbraucht. Und dass, obwohl umweltfreundliche Alternativen aus Glas, Stroh oder sogar essbaren Materialien bereits heute verfügbar sind.

"Wir alle produzieren viel zu viel Plastik-Müll. Und das meiste davon auch noch unnötig. Verbote und Steuern könnten da durchaus helfen. Wir glauben aber ebenso daran, dass Menschen mit positiver Motivation Müll einsparen können, weil sie Teil der Lösung sein wollen, statt immer nur das Problem." erklärt Jacob Sylvester Bilabel von der Green Music Initiative (GMI). "Wir fangen daher lieber mit dem Thema Party an, als mit Strafen. Die Szene kann so zum Vorbild bei der Vermeidung von unnötigen Plastik-Müll werden. Clubs zeigen dann: so kann es gehen." Eloise Bossen vom Clubkinder e. V: "Unser langfristiges Ziel ist es, das Hamburger Club- und Kulturleben nachhaltiger zu machen. Zuerst greifen wir aber im wahrsten Sinne des Wortes nach dem Strohhalm."

Die Initiative konnte aus dem Stand mehrere Hamburger Clubs für die Idee gewinnen. Dazu zählen unter anderem Waagenbau, Central Park, das moondoo, Karobeach, Möwe Sturzflug und das Unterm Strich. Eloise Bossen "Die Bereitschaft der Clubbetreiber ist groß. Das haben wir sofort gemerkt. Da es hier aber auch um Geld geht, denn Pfandsysteme kosten nun einmal, müssen die Clubgänger mitziehen. Wir werben daher gleichermaßen bei Clubbetreibern wie auch bei Clubbesuchern für das Thema. Wir werden daher Infomaterialien und –plastikfreie- Aufkleber produzieren und über nachhaltige Alternativen zum Plastikstrohhalm informieren." Zunächst in Hamburg und Berlin, andere Städte sollen folgen.

Mehr Infos unter: www.fckplastic.org.

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