Deine Geest: Ideen für Hamburgs längsten Park gesucht

Rund um die Stadt

ARCHIV-Inhalt (veröffentlicht: 09.06.2016)

Neun Kilometer Grünzug von der City bis zum Öjendorfer See: Die "Landschaftsachse Horner Geest" soll zu einem lebendigen Freiraum werden – zu Hamburgs längstem Park. Beim Mitwirkungsprozess "Deine Geest" können die Menschen vor Ort on- und offline eigene Projektideen einreichen – zum Beispiel für Spiel- und Sportangebote, Ruhe- und Naturoasen oder Urban Gardening.
 
Entlang der Alster, der Wandse oder am Elbhang im Westen gibt es solche grünen Achsen schon – mit Parks, Wanderrouten oder Radschnellwegen. Jetzt kommt – parallel zum neuen Stadtentwicklungsschwerpunkt im Hamburger Osten – ein neuer, aus einem Guss entwickelter Grünzug hinzu. Ein Raum zum Wandern, für Radtouren, zum Spielen, Picknicken und Erholen – das wird die Landschaftsachse Horner Geest.

Bis Ende 2019 sollen in den Stadtteilen St. Georg, Borgfelde, Hamm, Horn und Billstedt für insgesamt fünf Millionen Euro entlang der Achse erste sichtbare Projekte entstehen – mit durchgängigen Rad- und Fußwegen, Bäumen, Wiesen, Spielplätzen und vielen Aktivitäten unter freiem Himmel. Für die Initiatoren des Projekts – die Umweltbehörde und das Bezirksamt Hamburg Mitte – spielt die Mitwirkung der Bürger eine entscheidende Rolle. Eine Million der Gesamtkosten sind deshalb reserviert für Projekte von Bürgern, die ihre Ideen für den längsten Park Hamburgs einreichen und entwickeln können und mitentscheiden, welche Projekte am Ende umgesetzt werden.
 
Bis zum 21. August 2016 können die Ideen eingereicht werden, welche Voraussetzungen die Projekte erfüllen sollen, steht auf www.deinegeest.hamburg. Aus den eingereichten Ideen werden 25 Vorschläge ausgewählt, die die Bürger gemeinsam mit Fachleuten in verschiedenen Werkstätten so weiterentwickeln, dass sie technisch, politisch und finanziell umsetzbar sind. Dies soll bis zum Jahresende geschehen. Abschließend werden die Sieger-Projekte gekürt, die für die Gesamtsumme von einer Million Euro umgesetzt werden sollen – das können am Ende fünf à 200.000 Euro oder viele kleine Projekte sein. Welche Ideen in die jeweils nächste Runde kommen, entscheiden die Stimmen der Bürger sowie eine Expertenjury, deren Einschätzungen zu gleichen Teilen zählen.
 
Alle nicht ausgewählten Projekte werden in die weitere Planung der Landschaftsachse eingebracht: Für jede Idee wird geprüft, ob sie bei den nächsten Planungsschritten übernommen werden kann – und wenn nicht, wird dies begründet.
 
Jeder Stadtteil kommt zum Zug: Alle Stadtteile entlang der Landschaftsachse profitieren von dem Projekt. Das Votingverfahren garantiert, dass in jedem der fünf Stadtteile mindestens ein Bürgerprojekt mit einem Projektvolumen von bis zu 200.000 Euro umgesetzt wird.

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