Crowdfunding gegen das Bienensterben: BEEsharing sammelt Geld am Hamburger Großmarkt

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ARCHIV-Inhalt (veröffentlicht: 20.02.2018)

Crowdfunding gegen das Bienensterben: BEEsharing sammelt Geld für Bienenbildungscontainer am Hamburger Großmarkt. "Wir können die Bienen nicht auf der ganzen Welt retten, aber in Hamburg damit anfangen!"

Wie funktioniert ein Bienenstaat? Wie ist Imkerei in der Großstadt möglich? Und was kann jeder einzelne tun, um den Bienen zu helfen? Diese und weitere Fragen möchte der Bienenbildungscontainer beantworten. Der umgebaute Schiffscontainer enthält interaktive Wissensmodule und Imkerzubehör zum Anfassen. In persönlichen Standbegehungen können Besucher Bienenvölker aus nächster Nähe beobachten und frischen Honig aus der Wabe kosten. Denn der Container soll auch das neue Zuhause von 20 Bienenvölkern werden. Die Initiatoren rechnen damit, dass im Sommer etwa eine Million Bienen in den Stöcken leben werden.

Hinter dem Projekt www.startnext.com/beesharing stehen die drei Bestäubungsimker Otmar Trenk, Nils Gerber und Wolfgang Reuter. Die Gründer des Netzwerks www.beesharing.eu haben sich 2014 dazu entschlossen, gemeinsam Lösungen für aktuelle Herausforderungen in der Imkerei und in der Landwirtschaft zu entwickeln. Eine dieser Herausforderung ist nach wie vor das Bienensterben. Der Rückgang der Völker gefährdet die Artenvielfalt. Und stellt auch die heimische Landwirtschaft vor ein großes Problem. Denn Bienen spielen eine wichtige Rolle bei der Bestäubung von Obst und Gemüse. In Japan experimentieren bereits Forscher mit Drohnen, die diese wirtschaftlich wichtige Aufgabe übernehmen sollen.

Mit dem Container richten sich die BEEsharing-Gründer an Bienenfreunde, aber auch an Imker. "Immer mehr Imker entdecken die urbane Bienenhaltung und platzieren ihre Bienenstöcke auf Dächern, in Kleingärten oder in Hinterhöfen", so Otmar Trenk. Durch die große Artenvielfalt in Städten ist Stadthonig oft besonders aromatisch. "Wir möchten mit unserem Bienencontainer zeigen, wie diese moderne Form der Imkerei funktioniert und was jeder einzelne tun kann, um Bienen im eigenen Umfeld zu unterstützen", ergänzt Nils Gerber.

Die Bienenhaltung wird nach den Bioland-Richtlinien erfolgen. Der Container soll seine Heimat auf dem Gelände des Großmarkts direkt im Hamburger Hafen finden und steht angemeldeten Gruppen, Schulklassen und allen Interessierten offen. "Wir können die Bienen nicht auf der ganzen Welt retten, aber in Hamburg damit anfangen", freut sich Otmar Trenk auf die Besucher. "Mit unserem Bienencontainer lernen Stadtmenschen Bienen neu kennen."

Für die Finanzierung und den Unterhalt des Containers hat BEEsharing eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, die bis zum 28. März 2018 läuft. Das Ziel ist es, 30.000 Euro für das Projekt einzusammeln.

Für die Unterstützer gibt es eine Reihe von interessanten Goodies. Darunter einen Gutschein für den Workshop "Make your own honey!". Hierbei können Teilnehmer live erleben, wie Honig produziert wird und ihre eigenen Mischungen kreieren. Das Event findet in der Hamburger Loftküche statt und kann auch außerhalb der Aktion von Gruppen gebucht werden. Alle weiteren Informationen zur Crowdfunding-Kampagne finden Sie unter www.startnext.com/beesharing.

Interessenten können sich auch direkt per E-Mail an stephaniebastian@beesharing.eu (Fragen zur Crowdfunding-Kampagne) oder nilsgerber@beesharing.eu (Fachliche Fragen) wenden.

Über www.beesharing.eu

BEEsharing ist das weltweit erste Online-Netzwerk, auf dem sich Imker, Landwirte und Bienenfreunde vernetzen und austauschen können. Obst- und Gemüsebauern können in der gesamten DACH-Region die erforderliche Bestäubungsleistung über die Plattform mit regionalen Bienenvölkern abdecken. Neben der digitalen Vermittlung der Bienenvölker kümmert sich BEEsharing um die behördliche An- und Abmeldung der Bienentransporte und deren Durchführung bis hin zur Bereitstellung von fachspezifischem Wissen rund um Bienen und Bestäubung. Menschen, die sich im Kampf gegen das Bienensterben einbringen wollen, können auf www.beesharing.eu auch eine Bienenpatenschaft übernehmen. Das Hamburger Start-up-Unternehmen wurde 2014 von den drei Imkern Otmar Trenk, Wolfgang Reuter und Nils Gerber gegründet.

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