AusgeParkt – Visionen für eine autofreie Stadt

Rund um die Stadt

ARCHIV-Inhalt (veröffentlicht: 16.06.2019)

Zu dem Thema "AusgeParkt – Visionen für eine autofreie Stadt" findet am 19. und 20. Juni 2019 in der Rosenhofstraße/Sternschanze in Hamburg ein Urban Hacking statt. 17 Studierende der Architektur, Innenarchitektur und Stadtplanung der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe sowie zwei Professoren halten ihre Vorlesung auf besetzten Parkplätzen ab.

Ein Semester lang haben sich die Studierenden gemeinsam mit ihren Professoren Johannes Brückner und Josef Löffl mit dem Thema "autofreie Stadt" auseinandergesetzt. Ergebnis ist ein Urban Hacking, dass zum Umdenken anregen soll. Am 19. und 20. Juni 2019 beanspruchen die Studierenden des Fachbereichs Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur öffentliche Parkplätze in der Rosenhofstraße /Sternschanze für sich. Eingeladen wird zu einem facettenreichen Rahmenprogramm mit Konzerten, Lesungen, Diskussionsrunden und Improvisationstheater rund um das Thema "autofreie Stadt".

Mit dieser Aktion wird die "zerstörerische Beziehung" der Deutschen zu ihrem Auto ins Visier genommen. "Treuer Begleiter? Zeitsparer? Statussymbol? Oder doch nur Blender? Flächenfresser? Luftverpester? Wieviel Auto braucht die Stadt?", fragen die Studierenden. Das Auto sei ein Flächenfresser, so werde allein 12 % der Fläche Hamburgs für den Verkehr genutzt. 

Ist der Preis, den wir zahlen zu hoch für eine individuelle Mobilität? Tausende Menschen sterben laut Recherche der Studierenden an den Folgen der Belastung durch Stickstoffdioxid jährlich, weil die gesetzlich festgelegten Grenzwerte nicht eingehalten würden. Geplant ist, in einen Dialog mit den Passanten und Autofahrern zu treten, um über wissenschaftliche Hintergründe und die Evolution der Mobilität zu sprechen.

Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht.

Hintergrund Detmolder Schule:

Mit ihrer 125-jährigen Lehrtradition im Bereich der Produkt- und Innenraumgestaltung gehört die Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur mit ihren Vorläuferinstitutionen zu den ältesten Bildungseinrichtungen der Innenarchitektur in Deutschland. Die 1893 als private Lehrinitiative gegründete Tischler-Fachschule hat sich aus dem Umfeld der industriellen Möbelproduktion entwickelt und expandierte schnell. 1922 wurden in Detmold die ersten Innenarchitekturprüfungen abgelegt, und dort wurde auch 1952 der "Bund deutscher Innenarchitekten" (BDIA) gegründet.

Durch die Fusion mit der Staatlichen Ingenieurschule Lemgo entstand 1971 die Fachhochschule Lippe, die ein Studium der Innenarchitektur oder Architektur mit akademischem Abschluss ermöglichte. Seit 2010 ist mit der Stadtplanung eine weitere Studienrichtung und somit das gesamte Spektrum der architektonischen Ausbildung im Angebot: vom Stuhl bis zur Stadt.

Heute ist die Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur mit über 1.400 eingeschriebenen Studierenden und 37 Professoren ein Fachbereich der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Sie bietet den größten Studiengang für Innenarchitektur in Deutschland an.

Wann?19./20. Juni 2019, jeweils 16.00 bis 20.00 Uhr,
Wo?Rosenhofstraße 26, 20357 Hamburg

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