Alsterschwäne kehren ins Winterquartier zurück

Rund um die Stadt

ARCHIV-Inhalt (veröffentlicht: 13.11.2019)

Jetzt beginnt auch für sie die kalte Jahreszeit: Hamburgs Alsterschwäne machen es sich im Winterquartier am Eppendorfer Mühlenteich gemütlich. Schwanenvater Olaf Nieß hat seine Schützlinge am Dienstag, 19. November 2019, ab 11.00 Uhr wieder eingesammelt.

"Die Tiere sind dieses Jahr sehr weit auf der Alster verteilt", weiß der Schwanenvater. "Deswegen werden wir einen etwas größeren zeitlichen Vorlauf benötigen, um sie in Richtung Schleuse zu treiben.“ Ab April 2020 kommenden Jahres sollen die rund 120 Tiere dann in ihre angestammten Reviere zurückkehren und von neuem das Bild der Hansestadt prägen.

Als lebende Wahrzeichen Hamburgs schmücken die Alsterschwäne Binnen- und Außenalster. Die enge Verbundenheit der Hansestadt zu ihren Schwänen hat eine lange Tradition: Schon eine Mühlenabrechnung von 1591 belegt, dass damals Hafer, Gerste und anderes Getreide von der Stadt für die Tiere bereitgestellt wurde.

1664 wurden sie vom Hamburger Rat sogar unter besonderen Schutz gestellt; die Schwäne wurden fortan nicht mehr als wilde, sondern als zahme Tiere betrachtet, und es war bei Strafe verboten, die Vögel zu "beleidigen", zu verletzen oder zu töten. Als repräsentative Gastgeschenke fanden Hamburger Schwäne sogar den Weg in andere Regionen und Länder.

Seit 1818 sorgt ein eigens von der Stadt dafür besoldeter "Schwanenvater" für die Tiere. Er versorgt sie mit Futter, kümmert sich um verletzte Tiere und bringt sie im Winter auf den eigens für sie eisfrei gehaltenen Mühlenteich in Eppendorf.

Quelle: Pressestelle des Senats

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