Rundgang "Gibt's hier nur Männer im Hafen?"

Stadtrundgänge

ARCHIV-Inhalt (veröffentlicht: 01.05.2019)

Hamburgs erste Hafenschifferin machte ihr Patent vor 13 Jahren. Davor lag das Steuern von Hafenschiffen ausschließlich in Männerhand. Im selben Jahr, 2006, betraten Frauen das bis dahin männlich dominierte Berufsfeld Hafenlogistik bei HHLA und Eurogate. Beim Rundgang werden sie nach ihrer Erfahrung in der Männer-Mythenwelt Hafen befragt.

Gemälde und Texte der Open Air-Galerie erzählen davon, wie sich die Bilder des Hafens aändern, wie mit der weiblichen Wirtschaftskraft die Vielfalt in Hamburgs Hafen zunimmt. Von heute bis zurück in die Epoche um 1900 reichen die Themen.

Frauenberufe keine Seltenheit mehr an der Wasserkante: Tallyfrau, leitende Ingenieurin der Hafenbahn, Firmenchefin am Fischmarkt, Hafenlogistikerin, Rollmopsdreherin, Kaffeeverleserin gehören zur Hafenwelt.

Der technologische Wandel der Arbeit, ihre Bedingungen, das Klima zwischen den Kolleginnen, Lohnkämpfe und Streik, Arbeitsmigration, Gleichstellungspolitiken im Beruf oder Zwangsarbeit im 2. Weltkrieg gehören zur Thematik der Gemälde.

Am Elbufer zwischen Holzhafen und Neumühlen entstand in den letzten 25 Jahren die FrauenFreiluftGalerie. Internationale Künstlerinnen aus Hamburg, Argentinien, New York und London machen sichtbar, was sonst hinter den Wänden von Betrieben unerreichbar ist.

Wandmalerin Hildegund Schuster und Kuratorin Dr. Elisabeth von Dücker gestalten und leiten das autonome non-profit Projekt.

Alle 14 Wandgemälde sind per Rolli gut erreichbar; der Spazierweg ist 2 km lang. Leitung: Dr. Elisabeth von Dücker.

 Quelle: FrauenFreiluftGalerie

Wann?Donnerstag, 23. Mai 2019, 17.00 bis 19.00 Uhr.
Wo?Seemannsmission, Große Elbstraße 132
Bus 111, Haltestelle Sandberg.
Kosten: keine; gerne Spende für das autonome, ehrenamtliche Galerieprojekt.

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