Gesundes Fastfood – Eine echte Alternative?

Rund ums Essen

Salat, © hamburg-magazin.de

Salat, © hamburg-magazin.de

Der englische Begriff Fastfood schwappte nach dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland. Zwar waren die Amerikaner vor der Gründung der Bundesrepublik Deutschland schon lange "Besatzer" in Deutschland, aber der erste McDonalds eröffnete in Deutschland erst spät in den 70er-Jahren.

Fastfood im Sinne des Wortes hat aber auch in Deutschland eine lange Tradition, Currywurst, Bouletten, Kartoffelsalat, Bratwurst auf die Hand usw. Eines scheint dem Begriff Fastfood auf den Leib geschrieben, er ist schnell, lecker und ungesund.

Sei es der Cheat-Day für ansonsten sich gesund ernährende Menschen, was auch immer das bedeuten mag, oder der Ausflug in ein Fastfood-Restaurant, welches gerade für die Kinder mit Spielzeugfiguren und einer Art der Belohnung vom Alltag wirbt.

Dabei bedeutet Fastfood nichts Anderes als schnell zubereitetes Essen. Der Trend hat sich in den letzten Jahren gewandelt, zwar gibt es 11 McDonalds, 10 Burger Kings und noch andere Fastfood Ketten in Hamburg, aber heute möchte man sich schnell und gesund ernähren können.

In diese Bresche springen Anbieter wie Stadtsalat, Salattheken in Supermärkten oder Lebensmittelgeschäften, zahlreiche gesunde Kleinigkeiten in der Kühltheke für den Hunger zwischendurch oder die Mittagspause. Kochboxen, aus der Umgebung stammende Biokisten oder per Fahrrad geliefertes Öko-Essen, natürlich Fastfood, maximal in einer Stunde geliefert.

Fangen wir an mit dem Lieferdienst Stadtsalat. Das Start-Up wurde 2014 ersonnen und 2015 ging es an den Markt. Die Idee dahinter: leckeren Salat schnell liefern. Stadtsalat ist sozusagen eine online Salatbar. Der Salat wird in einem bestimmten Radius in Hamburg per Fahrrad ausgeliefert und soll leckeres Essen mit Fastfood verbinden.

Salat gibt es auch abgepackt und haltbar in Supermärkten, mit beigefügter Gabel, Soßen und Beilagen wie Fleisch, Parmesan, Mozzarella, Kidneybohnen etc. Dahinter steht immer der Anspruch schnelles aber gesundes Essen zu sich zu nehmen. Daneben gibt es nah beim Eingang eine Salatbar mit geschnittenen Eiern, Thunfisch, Tomaten, alles so zubereitet, dass es schnell eingepackt und gegessen werden kann.

Das System der Kochboxen ist grundsätzlich ähnlich, nur erstreckt sich hier das Angebot nicht nur auf Salat. Anstatt ein gekochtes Essen geliefert zu bekommen, findet man in den Kochboxen eine Anleitung samt Zutaten, um das Essen selber zuzubereiten. Das spart Zeit für den Einkauf und die Gedanken um Portionierungen.

Die Biokiste Hamburg setzt nicht direkt auf Fastfood, aber auf eine Anlieferung von biologischen Zutaten aus der Umgebung. Jede Woche bekommt der Besteller eine Kiste oder Box mit verschiedenen Biozutaten nach Hause, seien es Äpfel, Gemüse oder Milchprodukte. Eine Kochanleitung und das Geschnibbel muss hier selber übernommen werden.

Der Anspruch schnelles und gesunden Essen zu erhalten, lässt sich also mit Fastfood verbinden. Egal ob Lieferung von Salat, der Zubereitung von Gerichten mit fertig portionierten und geschnittenen Zutaten oder der Lieferung von Bio-Waren aus der Umgebung. Am Ende steht das alte Dilemma von Fastfood. Zwar erspart man sich einen Einkauf und das Kochen, allerdings sieht im Endeffekt die Zeitersparnis und das Preis-Leistungsverhältnis nicht sehr rosig aus. Allerdings Fastfood muss einfach mal sein und dann eher zum gesunden zu Greifen, ist eine gute Alternative!

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