So "grün" (oder besser "regional") lässt es sich in Hamburg leben

Rund ums Essen & Trinken

Wer gen Hamburg reist oder eben dort seinen Lebensmittelpunkt hat, der könnte mit Blick auf die breite Angebotspalette der Hamburger Anbieter fast zu 100 Prozent regional "konsumieren". Was die Lebensmittel-, Künstler- und Erzeuger-Branche zu bieten hat, verrät dieser Beitrag. Foto pixabay.com © danielbrachlow (CC0 Public Domain)

Wer gen Hamburg reist oder eben dort seinen Lebensmittelpunkt hat, der könnte mit Blick auf die breite Angebotspalette der Hamburger Anbieter fast zu 100 Prozent regional "konsumieren". Was die Lebensmittel-, Künstler- und Erzeuger-Branche zu bieten hat, verrät dieser Beitrag. Foto pixabay.com © danielbrachlow (CC0 Public Domain)

Den Ansatz verfolgen viele Menschen: Sie wünschen sich, ihr eigenes Leben so nachhaltig und umweltbewusst zu leben, wie es nur geht. Nachhaltigkeit bedeutet in diesem Zusammenhang auch immer wieder, auf Regionalität zu setzen. Wer nun an nachhaltig produzierte Lebensmittel aus der Region denkt, ist gedanklich schon auf dem richtigen Weg. Doch das ist nur ein Bruchteil. Vor allem die Start-up-Szene der Stadt steht für Hamburger Gründer und Hamburger Produkte – vielleicht nicht immer "grün" im Sinne von "bio", wohl aber durch und durch regional. Wie sich die Idee der Nachhaltigkeit und der Regionalität in Hamburg umsetzen lässt, dafür hält dieser Beitrag einige Inspiration vor.

Regionale Lebensmittel aus Hamburg

Die Hamburger Regionalwert AG gab erst vor wenigen Tagen bekannt, Aktien im Gesamtwert von 753.000 Euro unter die Investoren gebracht zu haben. 85 Aktionäre sind nun Teil der Hamburger Regionalwert. Das Unternehmen wiederum hält Beteiligungen an Gastronomiebetrieben, Lebensmittelherstellern und landwirtschaftlichen Höfen, die alle eines eint: Sie wirtschaften nachhaltig. Bereits über 30 Betriebe zählt die Firma Regionalwert, deren Ziel es ist, den Absatz regionaler Produkte zu steigern und gezielte Modernisierungsmaßnahmen in den Partnerbetrieben umzusetzen. Die Aktionäre sind vornehmlich jene, denen die Förderung der regionalen Anbieter ebenso am Herz liegt.

Ein weiteres Kooperationskonstrukt, bei dem Erzeuger und Genießer zusammengebracht werden sollen, steckt hinter dem Label EinStückLand. Online wird hier das Rindfleisch vertrieben, was in Familienbetrieben in Schleswig-Holstein erzeugt wurde. Im Fokus stehen Gallowayrinder, die vor allem artgerecht gehalten werden – ganz egal, ob diese Haltung final auch mit dem Bio-Siegel ausgezeichnet wird oder nicht. Ebenfalls Lebensmittel geht es dem Hamburger Food-Start-Up Frischepost Lebensmittel geht es dem Hamburger Food-Start-Up Frischepost, die einen Lieferservice exklusiv für die Hamburger aufgebaut haben. Ihr Fokus: Produkte aus dem biologisch-nachhaltigen Anbau. Ausgeliefert werden diese übrigens im Elektrofahrzeug, um den grünen Ansatz Rechnung zu tragen. 

Hinter dem Label EinStückLand verbirgt sich eine Kooperation mehrerer Landwirte, die für qualitativ hochwertiges Rindfleisch vom Gallowayrind stehen. Vertrieben werden vor allem die Produkte rund um Hamburg und aus Schleswig-Holstein. Foto pixabay.com © ulleo (CC0 Public Domain)
Hinter dem Label EinStückLand verbirgt sich eine Kooperation mehrerer Landwirte, die für qualitativ hochwertiges Rindfleisch vom Gallowayrind stehen. Vertrieben werden vor allem die Produkte rund um Hamburg und aus Schleswig-Holstein. Foto pixabay.com © ulleo (CC0 Public Domain)

Made-in-Hamburg. Ein kunterbunter Mix Hamburger Erzeugnisse 

Der Fokus ist den Gründern – Franziska Reimers und Sven Wiesner – glasklar: Sie wollten eine Plattform für die Kreativ-Schaffenden Hamburgs gründen und haben das mit Made in Hamburg Yeah, kurz MiHY, umgesetzt. Grundvoraussetzung, um auf MiHY zu landen, ist nicht nur die Herkunft (= aus Hamburg), sondern auch das selbst erschaffene Produkt. Vor allem Start-Ups tummeln sich in der Community, um hierüber Absatzmärkte zu erschließen – für die Hamburger und für alle weiteren Interessenten. 

Die Idee bringt die Marktszene der Stadt quasi ins Internet. Dabei sind mit Märkten nicht die Flohmärkte in der Stadt gemeint, sondern Kunsthandwerker-Märkte und solche, die es den Künstlern ermöglichen, ihre eigenen Produkte zu verkaufen. Wer offline von Markt zu Markt tingelt, präsentiert sich auch in der Online-Community. Wie nah Franziska Reimers dem Thema selbst ist, wird mit Blick auf ihr eigenes Leben schnell klar, denn sie selbst ist auch Gründerin des Labels Wolkenlos. Sven Wiesner steuert zwar Businesswissen bei (aus seiner Position als CEO einer Social Media Agentur), sieht MiHY aber als Spielwiese fernab vom Kommerz. 

Aus Tradition. Aus Hamburg

Möglicherweise gibt es sie nicht auf der Made-in-Hamburg-Plattform, inhaltlich dürfen diese Produkte sich aber in jedem Fall mit diesem Label schmücken, denn sie sind echte Hamburger Kindel:

  • Mit "Mutter Veldkamp" auf dem Signet sind die Hamburger Goldmandeln nicht nur dem Namen nach ein echtes Hamburger Original. Aus Bio-Rohrzucker und Bio-Mandeln werden so leckere Köstlichkeiten im Glas, die historisch betrachtet auf die Mitte des 19. Jahrhundert zurückgehen.
  • Mode ganz eigentümlicher Art werfen Anna Dziedzioch und Susann Buchholz auf den Markt: Einst verwandelten sie (unter dem Label LEAF ME) Blätter in Schmuck, jetzt sollen Federn von Tieren (unter dem Label CHICKASS) die Erfolgsgeschichte weiterschreiben. 
  • Ein Kooperationsprojekt der Porzellanmanufaktur PALIAN und den Historischen Museen der Stadt hat nun Porzellan im Hamburg-Design herausgebracht: Auf dem feinen weißen Geschirr sind nun typische Hamburger Motive zu sehen – allerdings nicht zwingend zeitgenössischer Natur, sondern mit einem Blick auf die Hamburger Tätowierkultur.

Regionale Energieerzeuger mit dem Fokus Ökostrom

Entega ist der Anbieter, der für die Hamburger Bevölkerung etwas durch und durch Grünes anbieten kann – nämlich Ökostrom. Dieser ist zertifiziert, günstig und schnell verfügbar, denn der günstige Ökostromanbieter für Hamburg nutzt (trotz aller Regionalität) doch den praktischen Online-Weg – zum Kunden und zum Vertragsabschluss. Rühmen kann sich der Anbieter mit den Noten  1 und 2, die von einem namhaften Vergleichsportal und einem Verbrauchertest-Institut verliehen wurden. Auch das Investitionsvolumen des Unternehmens kann sich sehen lassen: 850 Millionen Euro hat Entega investiert – in Anlagen, die die Bereitstellung Erneuerbarer Energien optimieren. Natürlich fließt durch den Abschluss beim grünen Anbieter nicht direkt Ökostrom durch die eigenen Leitungen, aber der Absatz hierfür erhöht sich direkt und mit höherer Nachfrage, kann das Ökostromnetz weiter ausgebaut werden. So wird nach und nach den erneuerbaren Energien den Weg geebnet – etwas, dass alle mit grünem Herz interessieren sollte. 

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