Auberginen – Vom Teufelsei zum Wunderheiler

Rund ums Essen & Trinken

Holländische Auberginen, © PR4YOU

Holländische Auberginen, © PR4YOU

Von China über Indien und Persien bis auf den europäischen Kontinent nach Spanien und schließlich auch in die Niederlande und zu uns nach Deutschland: Die Aubergine hat eine Jahrtausende lange Reise hinter sich gebracht, bis sie bei uns auf dem Teller landete. Dabei war längst nicht immer klar, dass sie da auch wirklich hingehört. Denn viele Menschen reagierten eher abweisend gegenüber dem neu importierten Gemüse und bauten sie bis ins Spätmittelalter hauptsächlich als Zierpflanze an.

Die Araber, die die Frucht im 7. Jahrhundert nach Spanien brachten, nannten die Aubergine al-badingian, woraus sich auch später das französische Wort Aubergine ableitete. Dieser arabische Begriff bedeutet so viel wie Teufelsei. Auch in Italien bekam sie den eher unwürdigen Namen Melanzana (zu Deutsch ungesunde Frucht) und in Deutschland war sie vorerst als Tollapfel bekannt.

Vom Krankmacher zum Gesundmacher

Mittlerweile erfreut sich die Eierfrucht großer Beliebtheit. Dieses Jahr war sie als perfektes Grill-Gemüse ein wahrer Renner bei jedem Sommerfest. Und sie schmeckt nicht nur gut und lässt sich in vielen verschiedenen Varianten zubereiten, sondern kann auch beim Thema Gesundheit viel beisteuern.

Die vielen vorhandenen sekundären Pflanzenstoffe schützen die Aubergine vor Insekten und Mikroorganismen und führen bei uns Menschen zu einem geringeren Risiko oder sogar zur Heilung von Krankheiten.

Holländische Auberginen machen glücklich und gesund

Der hohe Ballaststoffgehalt fördert das Sättigungsgefühl, kurbelt die Darmbewegung an, wirkt Verstopfung entgegen und senkt den Cholesterinspiegel. Chinesischen Forschern zufolge ist die Aubergine zudem nützlich für Diabetes 2 Patienten, da durch diese ein gewisses Enzym signifikant gehemmt wird, das bei Erkrankten zu Augenleiden und neurologischen Problemen führen kann.

Außerdem ergab eine Studie an der Wroclaw Medical University, dass durch den Anthocyan-Gehalt der Kohlenhydratstoffwechsel reguliert und Entzündungen gelindert werden und zudem die Insulinsekretion verbessert und der Blutzuckerspiegel nach Mahlzeiten gesenkt wird. Auch bei Bluthochdruck wird die Aubergine in der traditionellen Medizin schon lange angewandt, laut einer Studie der Nipissing University gehört sie sogar zu den meist empfohlensten Lebensmitteln gegen Bluthochdruck.

So wird bei verschiedensten Erkrankungen auf eine Auberginenreiche Ernährung gesetzt. Übrigens: Als die Auberginen unseren Nachbarn Niederlande erreichten, waren sie längst frei von Grusel-Mythen. So gibt es keinerlei erschreckende Geschichten über die Holländische Aubergine, sodass man selbst als abergläubiger Mensch getrost zugreifen kann.

Diese gibt es übrigens auch beispielsweise in runder Form oder in Mini-Format in weiß-lila gesprenkelt. Bei solch einem farbenfrohen Essen wird man nicht nur gesund, sondern garantiert auch glücklich.

Weitere Informationen gibt es hier: http://www.aubergine.nl/de.

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