Biergärten an der Elbe: Schiffen zuprosten

Bars & Kneipen

Karlheinz Hausers Süllberg

© KHH Süllberg Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG.

Es ist nicht untertrieben, die Elbe als die Lebensader Hamburgs zu bezeichnen. Ohne die Verbindung zum Meer und den Hafen wäre die Hansestadt nie so groß und erfolgreich geworden. Der Fluss reißt mit, in mehrfacher Hinsicht. Baden darf man nur auf eigene Gefahr, da die Strömung an einigen Stellen sehr stark ist. Aber die Elbe begeistert auch, wenn man nur am Ufer sitzt und sich beim Blick auf die großen Schiffe dem Fernweh hingibt. An der Nordseite der Elbe von St. Pauli bis Rissen gibt es viele Möglichkeiten dazu.

Am beliebtesten bei Hamburgern und Gästen ist sicher die Strandperle. Schon zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts befand sich hier die Altonaer Milchhalle. In langen Badekleidern genoss man damals einen Becher Milch oder nahm ganz züchtig ein Bad im "Fluss". 1973 übernahmen Bernt Seyfert und seine Frau Elke das Lokal – und die Strandperle war geboren. Bootsbesitzer, Lotsen und Rentner tranken hier ihr Bier und spielten dazu Skat. Seit 2007 betreiben zwei Övelgönner Familien das Lokal, in dem alle willkommen sind, die ein echtes Stück Hamburg erleben wollen. Das kann im Herbst auch mal bedeuten, dass der Außenbereich komplett von der Elbe überspült ist. Aber auch mit nassen Füssen schmecken Bier, Kaffee und Fischbrötchen famos.

Im Sommer können sich vor der Getränkeausgabe lange Schlangen bilden. Das stört hier aber keinen, denn dann schnackt man einfach ein wenig über das Wetter. Und wer danach keinen Platz findet, setzt sich einfach in den Sand, gleich neben Familien, die ihren Grill aufgebaut haben, oder Pärchen, die frisch verliebt herumknutschen. Wer die Strandperle fast für sich haben will, sollte gleich morgens vorbeikommen – was vor allem Hundebesitzer machen. Dann gibt es einen kleinen Kaffee, während die Hunde am Wasser herumtollen.

Das Blockbräu an den Landungsbrücken hat eine riesige Dachterrasse, von der Gäste dem Treiben auf der Elbe zuschauen können. Von hier hat man einen Blick auf die Elbfähren, auf die Musical-Theater gegenüber, auch die Elbphilharmonie ist nicht weit. Trotz des Trubels ist man hier doch für sich und kann – ganz klassisch – das selbst gebraute Bier genießen. Der Clou: Die hauseigenen Bierspezialitäten werden aus den Edelstahlausschanktanks direkt an die Zapfhähne auf alle Ebenen des Brauhauses gepumpt.

In Wilhelmsburg sollte man unbedingt Zum Anleger am Vogelhüttendeich 123. Der Biergarten schenkt ein hauseigenes Bier aus, hat jede Menge Sonnenplätze direkt am Wasser, einen Kanuverleih und Stand-up-Paddeln sowie eine gute Speisekarte. Einen Tick schicker geht es im Hotel Süllberg an der Süllbergsterrasse 12 zu. Zwei Michelin-Sterne gab es für die exquisite Küche. Sicher ist ein Besuch nicht ganz günstig, aber der Blick von der herrlichen Terrasse ist eh unbezahlbar. Wem das zu edel ist, der geht einfach in den Astra Biergarten an den St.-Pauli-Landungsbrücken: An den langen Tischen direkt am Wasser geht es eher zünftig zu.

Strandperle  Mehr Adress-Informationen

Övelgönne 60
22605 Hamburg

Zum Anleger Wilhelmsburger Fährhaus  Mehr Adress-Informationen

Vogelhüttendeich 123
21107 Hamburg

Blockbräu  Mehr Adress-Informationen

Bei den St. Pauli Landungsbrücken 3

Hauser Süllberg Biergarten  Mehr Adress-Informationen

Süllbergsterasse 12
22587 Hamburg

Astra Biergarten  Mehr Adress-Informationen

Bei den St. Pauli Landungsbrücken
20359 Hamburg

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