Studio vs. App – Die neuen Fitnesstrends im Blick

Sport & Fun

ARCHIV-Inhalt (veröffentlicht: 12.01.2018)

Immer mehr Menschen arbeiten in Büros, sitzen stundenlang am Schreibtisch, gehen nach Feierabend zum Auto, um sich damit nach Hause, und damit zur Couch zu bewegen. Immer mehr sehnen sich nach einem Ausgleich, wollen sich testen, einmal an ihre körperlichen Grenzen gehen, den eigenen Körper richtig spüren und sich aktiv und fit fühlen.

Die wachsende Zahl der Büroangestellten verursachte zuerst dem Staat Kopfzerbrechen. "Wie halte ich meine Schäfchen gesund und aktiv?" Der damalige Blick fiel vor allem auf die jungen Männer, die zum Wehrdienst fit sein sollten. Diese Zeiten sind, nicht nur wegen des abgeschafften Wehrdienstes, vorbei, sondern auch wegen des Anspruchs der Menschen, für sich selbst sportlich unterwegs zu sein.

Wir wollen, schon nach dem alten Grundsatz "ein gesunder Geist in einem gesunden Körper", in Form kommen. Diesen Trend nach eigenverantwortlichem Umgang mit dem Körper, machen sich zahlreiche Anbieter, Apps, Fitnessstudios und Vereine zu Nutzen. Doch wie in diesem Dschungel der Angebote erkennen, welches für mich am geeignetsten ist?

Grundsätzlich kann man einige verschiedene Kategorien unterscheiden: Die Angebote eines Vereines, die Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio, das eigenverantwortliche Training mit Laufen in Parks wie dem Stadtpark, an der Alster oder einfach um den Block, und das Training unter der Anleitung einer App.

Ein klassischer Verein, wie der Hamburger Sportspaß e. V., ist deutlich mehr als Fußball, Tennis und Rhönrad. Heute gibt es eine breite Palette an Angeboten von Ernährungscoaching über Tanz, Kampfsport und Outdoor-Fitness. Auch Plattformen wie der Hamburger Hochschulsport, der auch von Nicht-Studenten gebucht werden kann, bieten eine riesige Auswahl an Sport- und Fitnessprogrammen.

Das klassische Angebot der Fitnessstudios bekam vor allem durch das Bodybuilding in den 70-Jahren Aufwind und erlebte einen Boom durch die Aerobic-Welle der 80-Jahre. Heute ist schon die Wahl des Fitnessstudios von größter Wichtigkeit. Ketten wie McFit, FitOne, FitX etc., sind sehr günstig und bieten, obwohl sich auch hier das Angebot ständig erweitert, einen Rund-um-die-Uhr Zugang zu Trainingsgeräten.

Neben diesen Ketten, die in großer Zahl an verschiedenen Orten in Hamburg vertreten sind, finden sich höherpreisige Anbieter wie das MeridianSpa, Aspria oder die Kaifu-Lodge. Hier ist das Angebot um Sauna, Schwimmbad, Coaching und Wellness erweitert. Auf spezielle Kundenwünsche ausgerichtet sind kleine Studios wie das Olympic am Steindamm, hier finden sich vor allem die Bodybuilding-Affinen wieder.

Eigenverantwortliches Training bedeutet in dem Sinne nur, dass sich Menschen im Internet oder in Sportläden beraten lassen und sich ohne konkrete Betreuung auf die Socken machen, um sich an zahlreichen Laufspots in Hamburg auszupowern, Trimm-Dich-Pfade oder sonstige freistehende Parcours zu benutzen oder nach YouTube-Videos zu trainieren.

Diesen Aspekt des individuellen Trainings aufgreifend, bieten Apps eine zwar selbstverantwortliche, aber angeleitete Form des Trainings an. Neben Apps, die den Besuch im Yoga-Studio unnötig machen sollen (hier sei aber Vorsicht geboten!), sind die aktuellen Trends vor allem Apps wie Freeletics oder Gymondo.

Diese kostenpflichtigen Apps haben sich darauf spezialisiert, dem Kunden zu seinen Wunschzeiten und seiner Motivation ein durch Videos, Ernährungstipps und Online-Beratung geschnürtes Trainingspaket anzubieten. Der Kunde kann sich ein Trainingsziel aussuchen, z. B. Gewichtabnahme, gibt seine Körperdaten an und bekommt auf sich abgestimmte Trainingsvideos und Ernährungstipps.

Die hier aufgemachten Kategorien der Fitnesstrends oder einfach nur Fitness- und Sportmöglichkeiten sind untereinander kombinierbar und nicht in sich geschlossen. So werden in Fitnessstudios Kurse angeboten, die es auch in Vereinen gibt, manche Übungen der Apps lassen sich nur mit Hilfsmitteln und Geräten ausführen, die nicht jeder im Schrank liegen hat und einfach so in den Park Laufen zu gehen, kann manchmal durch professionelle Betreuung stark vereinfacht werden.

Alle Trainingsmöglichkeiten haben ihre Vor- und Nachteile. Der sich im Vereinssport bewegende Mensch ist an feste Zeiten gebunden und muss sich innerhalb einer Gruppendynamik bewegen. Den sich eigenverantwortlich Bewegenden fehlt eine konkrete und fachkundige Trainerperson, die sowohl Motivation geben kann, als auch eine aus Übermotivation hervorgehende Verletzung verhindern könnte. Das Training nach einer App bietet ebenfalls eine individuelle Trainingsplanung und teilweise Betreuung, dennoch fehlt der lebende Trainer und Kleinigkeiten wie z. B. Musikuntermalung der Trainingsvideos oder teilweise fehlende Erklärungen zu den Ausführungen können nerven.

Die Vielfalt in Hamburg ist unendlich, für jede Trainingsart gibt es hier zahlreiche Angebote. Ob Laufgruppen, eine breite Sportstudiodichte oder mit die schönsten Laufstrecken der Welt. Im Endeffekt liegt es immer an uns, ob wir uns motivieren können aufzustehen und auszuprobieren. Vielleicht ist der erste Kurs im Verein nicht das Richtige, aber es stehen noch zahlreiche weitere Möglichkeiten in Hamburg offen.

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