Im Laufschritt die Welt verändern

Sport & Fun

Im Laufschrit die Welt verändern, © Marcus Riese

Im Laufschrit die Welt verändern, © Marcus Riese

Gemeinsam Sport treiben, etwas für das eigene Wohlbefinden tun und die Welt gleichzeitig ein bisschen besser machen – das ist das Ziel von Crowdlauf. Vor einem Jahr haben Robert Bickmann und Daniel Wagner das Projekt ins Leben gerufen. Mit Erfolg. Bundesweit laufen seitdem Menschen für den guten Zweck.

Das Prinzip: Über die Internetseiten von Crowdlauf wählen die Läufer aus, ob sie etwa als "Klimahelden" oder "Traumläufer" an den Start gehen wollen. Klimahelden laufen für den Klimaschutz, Traumläufer unterstützen mit ihrem Lauf kranke und benachteiligte Kinder. Darüber hinaus gibt es noch weitere Aktionen. Wer sich für ein Projekt entschieden hat, hat zwei Möglichkeiten: Entweder er kauft eine entsprechende Medaille und macht dann via Social Media auf das jeweilige Thema aufmerksam. Oder er kauft eine Medaille und bezahlt zusätzlich eine freiwillige Spende in Höhe von fünf Euro, die dem ausgewählten Projekt zugutekommt. An einen festen Zeitpunkt sind die Teilnehmenden nicht gebunden. Sie können ihren Lauf dann durchführen, wann es ihnen passt.

"Mit Crowdlauf gelingt es, die öffentliche Aufmerksamkeit stärker auf diese wichtigen Themen zu lenken und die Menschen dafür zu sensibilisieren", erklärt Crowdlauf-Organisator Daniel Wagner. "Je größer die Crowd ist, desto eher wird sie gehört und desto stärker rücken gemeinnützige Organisationen in den Fokus der Öffentlichkeit."

"Außerdem wollen wir Lust aufs Laufen machen, indem wir die Teilnehmer zum Sport motivieren. Dabei geht es natürlich auch darum, den inneren Schweinehund zu besiegen. Und letztlich möchten wir den Crowdläufern das Gefühl geben, dass sie Teil einer Gemeinschaft sind", ergänzt Mitgründer Robert Bickmann.

Im Juli 2017 riefen die beiden Crowdlauf ins Leben. Robert Bickmann ist freier Webentwickler und legt auch bei seiner Arbeit mit der Erstellung klimaneutraler Websites viel Wert auf Nachhaltigkeit. Daniel Wagner arbeitet als freier Social Media und Community Manager. Beide sind selbst leidenschaftliche Läufer – eine Sache, die sie mit den Menschen, die bundesweit die Laufschuhe schnüren, um etwas auf der Welt zu bewegen, gemeinsam haben.

Auch Silke Martens aus Hamburg ist begeisterte Crowdläuferin. "Laufen hat mir in der Vergangenheit so viel Glück geschenkt, dass ich etwas davon zurückgeben möchte", sagt die 53-Jährige. Viermal ist sie bereits mit Crowdlauf für den guten Zweck gestartet. Silke Martens ist Läuferin aus Leidenschaft. "Ich bin bereits 1986 und 1987 den Hamburg-Marathon gelaufen", sagt sie. "Zwischenzeitlich habe ich viele Jahre Bergsport betrieben. Am 50. Geburtstag stand ein neues Ziel an: wieder laufen, um das Älterwerden hinauszuzögern." Auf Crowdlauf ist sie über Instagram aufmerksam geworden. "Laufen bringt mir großes Lebensglück. Es ist so herrlich analog, einfach und entspannend und entstressend. Laufzeiten sind Offline-Zeiten für mich, die es sonst für mich kaum gibt." Dass sie gleichzeitig etwas Gutes tut, gefällt ihr umso mehr.

Robert Bickmann und Daniel Wagner sind froh, Menschen wie Silke Martens von ihrer Sache begeistern zu können. "Aber es dürfen natürlich noch viele mehr mitmachen", sind sich die Organisatoren einig.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.crowdlauf.de.

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