Wellness-Oasen in Hamburg: Nur keinen Stress!

Fitness, Wellness & Beauty

Wellness, © iStock.com/kzenon

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Wahre Schönheit kommt von innen, sagt man – und das stimmt sicher. Für das innere Gleichgewicht gibt es in Hamburg unzählige Anlaufstellen, die Bandbreite reicht von Übungen in Achtsamkeit über Meditationskurse bis hin zum klassischen Sportprogramm. Doch manchmal braucht man etwas fürs Erscheinungsbild – dann tut es gut, den Körper in Wellness-Oasen verwöhnen zu lassen. Hier ein paar schöne Düfte, dort fachkundige Hände, die den Stress aus dem Körper streichen. Massagen, Dampfbäder oder Schwebezustände im Salzwasser: Die Möglichkeiten, dem Körper mitten in Hamburg einen Kurzurlaub zu spendieren, sind unbegrenzt. Das hat Tradition, auch wenn man früher noch nicht von Wellness sprach.

Bereits 1792 entstand das erste Flussschwimmbad der Hansestadt, in den folgenden Jahren öffneten viele weitere, zum Beispiel das Badefloß "Alsterlust", eine von drei Badeanstalten an der Alster damals.

Öffentliche Bäder an Elbe und Alster gibt es längst nicht mehr, jedenfalls nicht offiziell. Dafür gehen die Hamburger noch immer gern in ihre Stadtteilbäder. Von denen ist das Kaifu-Bad in Eimsbüttel mit seiner mehr als hundertjährigen Geschichte Hamburgs ältestes Schwimmbad. Fast ebenso lange lockt das Holthusenbad in Eppendorf die Hamburger ins Wasser – und in den stilvollen Saunabereich. Häufig wird ein Wellness-Tempel auch als "Spa" bezeichnet. Dabei handelt es sich eigentlich um eine belgische Stadt: Der Kur- und Badeort Spa erwarb sich international aufgrund seiner Mineralwasserquellen schon früh einen so exzellenten Ruf, dass der Name in der englischen Sprache zum Synonym für Heilbad wurde. Aus diesem Grund nennt man auch in Hamburg viele dieser Oasen einfach nur Spa.

Doch auch wenn Wasser und Haut eine harmonische Beziehung führen, beschränken sich Wellness-Tempel nicht nur aufs Heilen. Auch ein Friseurbesuch, ein frisches Make-up oder neue Fingernägel dürfen mit auf die Wellness-Karte geschrieben werden – jeder entscheidet selbst, was guttut. Zumindest fast: Wahrscheinlich würde kein Hund freiwillig zum Friseur gehen, doch für die norddeutschen Vierbeiner gibt es ebenfalls Wellness. Im Hundesalon sorgen Fachkräfte bei allen Hunderassen für die perfekte Fell- und Krallenpflege.

Geschäftsmodell Wellness

Das reichhaltige Angebot zeigt, dass der Begriff Wellness ein echter Schlingel ist, da er sich nicht konkret definieren lässt. Und wie so häufig, wenn man gar nicht genau weiß, was es mit einem Trend auf sich hat, stammt dieser nicht von hier. Wellness etablierte sich bereits in den 1950er-Jahren in den USA mit dem Aufkommen einer für damalige Verhältnisse neuartigen Gesundheitsbewegung. Schon bald schwappte die Wellness-Welle nach Deutschland und wurde auch hier zum Oberbegriff für das Wohlbefinden und ein gesundheitsbewusstes Leben.

Vor allem aber entwickelte sich das Wort zu einem beliebten Werbewort einer lukrativen Industrie: In Deutschland ist laut einer Umfrage das Interesse an Wellness-Angeboten riesig, die Branche setzt jährlich über 100 Milliarden Euro um. Im Schnitt gibt also jeder Hamburger pro Jahr 1.250 Euro für Schönheit und Wohlbefinden aus. Natürlich nur durchschnittlich, denn schließlich kennen wir alle Personen, die ein bisschen zu wenig für ihren Körper tun – oder etwas zu viel.

Manchmal, wenn Cremes und Schminke nicht mehr genügen, um den Blick in den Spiegel auszuhalten, geht Schönheit unter die Haut. Auch hier bietet Hamburg eine ganze Palette an Eingriffsmöglichkeiten. Bei Frauen sind Lidstraffungen besonders beliebt, erst dann folgen Brustvergrößerungen und Fettabsaugungen. Männer lassen sich dagegen zuerst die Nase richten, und statt einer größeren Brust wollen sie einen strafferen Bauch. Der Grund des Körperkults: Im Fernsehen, Kino oder Internet sieht man vor allem jugendlich wirkende Menschen. Müde Augen und Problemzonen passen nicht zum Schönheitsideal einer agilen Gesellschaft. Die Suche nach der Jugend findet längst nicht mehr nur in den wohlhabenden Stadtteilen Pöseldorf oder Rissen statt. Ob aber dafür ein chirurgischer Eingriff das Mittel der Wahl ist und langfristig für mehr Wohlbefinden sorgt, darf angezweifelt werden.

Wellness tut ohne Zweifel gut – vielleicht gerade deshalb, weil jeder etwas anderes darunter versteht. Für den einen ist es eine Aromatherapie mit duftenden Ölen und Essenzen, der andere schwebt bei schwedischen oder thailändischen Massagen im siebten Himmel. Auch gesunde Speisen und Getränke gehören bei vielen Hamburgern zu ihrem persönlichen Wellness-Programm. Die Auswahl ist zwar groß, doch keine Sorge: Um die Qual der Wahl ein wenig zu lindern, haben wir ein paar Orte herausgesucht.

Nützliche Links für Wellness-Wonnen in Hamburg

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